{"id":7085,"date":"2008-01-08T00:11:52","date_gmt":"2008-01-07T23:11:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=7085"},"modified":"2008-01-07T23:44:04","modified_gmt":"2008-01-07T22:44:04","slug":"forschung-im-biosphaerenreservat-rhoen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=7085","title":{"rendered":"Forschung im Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n"},"content":{"rendered":"<p><strong>Gersfeld.<\/strong> Im UNESCO-Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n ist die Forschung eine Kernaufgabe. In diesem Zusammenhang arbeiten das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n und sein hessischer Tr\u00e4gerverein Verein Natur- und Lebensraum Rh\u00f6n mit verschiedenen Institutionen wie etwa Universit\u00e4ten, Forschungsinstituten sowie selbstst\u00e4ndigen Wissenschaftlern und Planern zusammen.<!--more--><\/p>\n<p>Das Biosph\u00e4renreservat ist eine Modellregion, mit dem Ziel, die Biodiversit\u00e4t zu erhalten und gleichzeitig dem Menschen eine nachhaltige Lebensweise zu erm\u00f6glichen. Um diesem Anspruch gerecht zu werden, muss einerseits Grundlagenforschung betrieben werden und andererseits m\u00fcssen innovative, modellhafte Projekte konzipiert, umgesetzt und bewertet werden. Die Forschungsarbeit wird als \u201eDienstleistung\u201c verstanden, die die Kriterien \u201eFach \u00fcbergreifend, anwendungs- bzw. zielorientiert\u201c und m\u00f6glichst auch \u201eL\u00e4nder \u00fcbergreifend\u201c erf\u00fcllen soll.<\/p>\n<p>Die Hauptthemen, die durch die wissenschaftlichen Arbeiten er\u00f6rtert werden, sind regionale Kriterien und Standards der Nachhaltigen Entwicklung, Erhalt der genetischen Ressourcen und der Landschaftsqualit\u00e4t, Verkn\u00fcpfung \u00f6kologischer und \u00f6konomischer Potentiale, \u00f6konomische Aspekte der Landschaftspflege, Produktion und Vermarktung regionaler Produkte sowie flankierende Ma\u00dfnahmen der Kommunikation, Organisation und der \u00d6ffentlichkeitsarbeit.<\/p>\n<p>Seit 1988 wurden im heutigen Biosph\u00e4renreservat \u00fcber 100 Forschungsarbeiten, Gutachten und Konzepte erarbeitet. Hierbei ist insbesondere das Monitoring bzw. die Umweltbeobachtung zu nennen, womit sich das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n als Modellprojekt bundesweit einen Namen gemacht hat. Es findet auf hessischer Seite vor allem in den Kernzonen des Biosph\u00e4renreservats statt. Erforscht wurden auch die potentielle Wiedernutzung alter Obstsorten oder die Einsatzm\u00f6glichkeiten alter Nutztierrassen.<\/p>\n<p>Gerade zum Rh\u00f6nschaf und dessen Vermarktung, zum Edelkrebs oder zur gro\u00dffl\u00e4chigen Beweidung wurden einige Forschungsarbeiten angefertigt. Ein weiterer Untersuchungsschwerpunkt ist der Tourismus. In diesem Segment wurden elf Arbeiten verfasst. Auch sozialwissenschaftliche Aspekte wurden untersucht.<\/p>\n<p>Die Diplomarbeiten, die von der hessischen Verwaltungsstelle betreut wurden, wurden nach Fertigstellung der \u00d6ffentlichkeit pr\u00e4sentiert und in der B\u00fccherei archiviert. Im Rahmen eines Projektes des Fachbereichs Sozial- und Kulturwissenschaften der Hochschule Fulda werden s\u00e4mtliche Arbeiten und sonstige Informationen, die sich mit dem Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n und anderen Biosph\u00e4renreservaten auseinander setzen, in einer Bibliothek zusammengefasst. Dazu erscheint regelm\u00e4\u00dfig das Periodikum \u201eBeitr\u00e4ge Region und Nachhaltigkeit\u201c.<\/p>\n<p>Technologietransfer-Einrichtungen zur Verbesserung von Wertsch\u00f6pfungsketten oder zur F\u00f6rderung von Kooperationen sind, sieht man von den Aktivit\u00e4ten des Vereins Natur- und Lebensraum Rh\u00f6n, des Biosph\u00e4renreservates Rh\u00f6n und der Regionalen Arbeitsgemeinschaft Rh\u00f6n ab, bisher nur au\u00dferhalb der Gebietskulisse vorhanden. Zu den nahe gelegenen Technologie- und Gr\u00fcnderzentren z\u00e4hlen das Dienstleistungs- und Gr\u00fcnderzentrum Bad Hersfeld (DGZ), der Unternehmenspark Nord (Frankenberg) und das Informationstechnologie-und Gr\u00fcnderzentrum Fulda. Zudem z\u00e4hlen die Hochschule Fulda und das Berufsbildungszentrum Fulda zu den Partnern des Technologie-Transfer-Netzwerk Hessen.<\/p>\n<p>In der Rh\u00f6n finden sich Kooperationen innerhalb von Wertsch\u00f6pfungsketten eher auf Ebene der Wirtschaftsakteure. So haben sich Holz erzeugende und Holz verarbeitende Unternehmer zu den \u201eRh\u00f6nholzveredlern\u201c zusammengeschlossen. Au\u00dferdem besteht im Bereich Lebensmittel ein Ausbildungsverbund, und es gibt die Gastronomenvereinigungen \u201eRh\u00f6ner Charme\u201c sowie \u201eAus der Rh\u00f6n \u2013 f\u00fcr die Rh\u00f6n\u201c (weitere Kooperationen s. 1.4.1).<\/p>\n<p>Die Industrie- und Handelskammer Fulda und die Kreishandwerkerschaft bilden die Basis zur Formierung zahlreicher Kooperationsnetzwerke. Durch das \u201eStandortmarketing Fulda\u201c, in dem auch der Verein Natur- und Lebensraum Rh\u00f6n vertreten ist, wird der Informationsfluss bez\u00fcglich der zahlreichen Projekte gew\u00e4hrleistet. Das Potential der in Fulda gelehrten, stark anwendungsbezogenen F\u00e4cher kann st\u00e4rker f\u00fcr die Region genutzt werden.<\/p>\n<p>Um die Rh\u00f6n als attraktiven Forschungsstandort auszubauen, sind infrastrukturelle Verbesserungen erforderlich (Computer, Medien, R\u00e4ume, Unterk\u00fcnfte, Rh\u00f6n-Akademie, Breitband) und eine offensivere Aktivierung der Hochschulen f\u00fcr anwendungsorientierte Fragen der nachhaltigen Regionalentwicklung.<br \/>\n\u00c2\u00a0<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Gersfeld. Im UNESCO-Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n ist die Forschung eine Kernaufgabe. In diesem Zusammenhang arbeiten das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n und sein hessischer Tr\u00e4gerverein Verein Natur- und Lebensraum Rh\u00f6n mit verschiedenen Institutionen wie etwa Universit\u00e4ten, Forschungsinstituten sowie selbstst\u00e4ndigen Wissenschaftlern und Planern zusammen.<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,52,48],"tags":[],"class_list":["post-7085","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite","category-umwelt","category-forschung"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7085","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=7085"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/7085\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=7085"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=7085"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=7085"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}