{"id":69682,"date":"2010-09-10T04:34:33","date_gmt":"2010-09-10T02:34:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=69682"},"modified":"2010-09-10T20:34:55","modified_gmt":"2010-09-10T18:34:55","slug":"pferd-im-landkreis-fulda-an-ansteckender-blutarmut-erkrankt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=69682","title":{"rendered":"Pferd im Landkreis Fulda an ansteckender Blutarmut erkrankt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Hessen. <\/strong>Ein weiteres Pferd ist an der ansteckenden Blutarmut erkrankt, wie das Hessische Umweltministerium am Freitag mitteilte. Dies habe eine Untersuchung des Hessischen Landeslabors ergeben, wie das Umweltministerium erkl\u00e4rte. Das Tier stamme aus einem Stall mit 10 Pferden aus dem Landkreis Fulda. Es komme ebenfalls aus Rum\u00e4nien. Wegen illegaler Einfuhr habe die Staatsanwaltschaften in Fulda Ermittlungen aufgenommen. Es handelt sich hierbei um das f\u00fcnfte Pferd in Hessen, bei dem diese anzeigepflichtige Pferdeseuche festgestellt wurde. <!--more--><\/p>\n<p>Nach Mitteilung des Landesbetriebes Hessisches Landeslabor in Gie\u00dfen wurden dort bisher 320 hessenweit eingesandte Pferdeblutproben untersucht. Nach derzeitigem Stand wurden 74 Pferde aus Rum\u00e4nien nach Hessen verbracht, davon 18 in andere Bundesl\u00e4nder weiterverkauft. Somit stehen 56 Tiere davon in Hessen. 38 wurden mit einem negativen, 5 mit einem positiven Ergebnis untersucht. Der Rest der 13 Pferde befinden sich noch in Abkl\u00e4rung.<\/p>\n<p>Die ansteckende Blutarmut ist eine Viruserkrankung von Pferden und anderen Einhufern, die sich als chronische Krankheit mit Fiebersch\u00fcben manifestiert und nach unterschiedlich langem Verlauf t\u00f6dlich endet. Erkrankte Tiere scheiden das Virus mit allen K\u00f6rpersekreten- und exkreten aus. Die \u00dcbertragung erfolgt haupts\u00e4chlich durch blutsaugende Insekten, eher selten durch direkten Kontakt zwischen den Tieren (Einhufern wie Pferde, Esel, Maultiere und Zebras). Menschen sind nicht gef\u00e4hrdet. Die Inkubationszeit kann bis zu 90 Tagen betragen. Betroffene Tiere m\u00fcssen eingeschl\u00e4fert werden, da eine Therapie oder eine Impfung nicht m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Die Krankheit tritt \u00fcberwiegend in Nord- und S\u00fcdamerika, Afrika, Asien Australien sowie S\u00fcd- und Osteuropa auf. In nord- und mitteleurop\u00e4ischen L\u00e4ndern kommt die Krankheit nur sporadisch vor. Die ansteckende Blutarmut ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Tiere mit unklarer Symptomatik sollten sofort dem Haustierarzt vorgestellt werden. Bei Seuchenverdacht muss das Veterin\u00e4ramt informiert werden.<\/p>\n<p>Es ist dabei nicht auszuschlie\u00dfen, dass noch weitere, derzeit noch nicht bekannte Pferde illegal von Rum\u00e4nien nach Deutschland verbracht worden sind. Auf Initiative Hessens hat die Bundesregierung Rum\u00e4nien zur Aufkl\u00e4rung des Sachverhaltes und zu verst\u00e4rkten Kontrollen des Tierverkehrs aufgefordert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Hessen. Ein weiteres Pferd ist an der ansteckenden Blutarmut erkrankt, wie das Hessische Umweltministerium am Freitag mitteilte. Dies habe eine Untersuchung des Hessischen Landeslabors ergeben, wie das Umweltministerium erkl\u00e4rte. Das Tier stamme aus einem Stall mit 10 Pferden aus dem Landkreis Fulda. Es komme ebenfalls aus Rum\u00e4nien. 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