{"id":69558,"date":"2010-09-10T05:30:21","date_gmt":"2010-09-10T03:30:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=69558"},"modified":"2010-09-09T18:30:31","modified_gmt":"2010-09-09T16:30:31","slug":"aenaemie-bei-einhufern-veterinaeramt-veranlasst-schutzmassnahmen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=69558","title":{"rendered":"\u00c4n\u00e4mie bei Einhufern: Veterin\u00e4ramt veranlasst Schutzma\u00dfnahmen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Vogelsbergkreis.<\/strong> Am Dienstag wurde in der Gemarkung Freiensteinau-Salz der Ausbruch der \u201eAnsteckenden Blutarmut der Einhufer\u201c (Equine Infekti\u00f6se An\u00e4mie) bei einem Pferd amtlich festgestellt. Dies teilt die Pressestelle des Landratsamts in Lauterbach mit. Pferde, Esel, Maultiere, Maulesel, Zebras und Zebroide in diesem Bezirk werden untersucht und einer zweimaligen Blutuntersuchung unterzogen. Die ansteckende Blutarmut ist eine virusbedingte Erkrankung des Blutes und der blutbildenden Organe. Das An\u00e4mievirus ist nur f\u00fcr Einhufer (Pferde, Esel, Maultiere, Maulesel, Zebras), nicht aber f\u00fcr andere Tierarten infekti\u00f6s. Auch auf den Menschen ist es nicht \u00fcbertragbar.<!--more--><\/p>\n<p>Um die Ausbreitung der Krankheit zu verhindern, ist jeder Halter von Einhufern verpflichtet, seinen Bestand nach den Vorgaben der Viehverkehrsverordnung beim Amt f\u00fcr Veterin\u00e4rwesen und Verbraucherschutz anzuzeigen. Jeder Halter von Einhufern ist verpflichtet, den Ausbruch der Ansteckenden Blutarmut oder den Verdacht hierauf unverz\u00fcglich dem Veterin\u00e4ramt anzuzeigen. Erkrankte oder verd\u00e4chtige Tiere m\u00fcssen sofort von Orten, an denen die Gefahr der Ansteckung fremder Tiere besteht, ferngehalten werden. Die Gemarkung Freiensteinau-Salz ist f\u00fcr Pferde, Esel, Maultiere, Maulesel, Zebras und Zebroide gesperrt worden. Empf\u00e4ngliche Tiere d\u00fcrfen bis zur Aufhebung der Anordnung nicht aus diesem Sperrbezirk heraus oder hinein gebracht werden.<\/p>\n<p>Die klinische und serologische Untersuchung aller im Sperrgebiet gehaltenen Einhufer wird angeordnet. Die Untersuchung erfolgt durch die Fachleute des Veterin\u00e4ramtes. Die Haltung empf\u00e4nglicher Tiere, insbesondere die Weidehaltung und der Verkehr von Einhufern innerhalb des Sperrgebiets, darf nur so erfolgen, dass die Tiere nicht in Kontakt zu empf\u00e4nglichen Tieren aus Gebieten au\u00dferhalb des Sperrgebiets kommen k\u00f6nnen. Viehm\u00e4rkte, Zuchtveranstaltungen, Versteigerungen und Tierschauen d\u00fcrfen nur ohne die Beteiligung von empf\u00e4nglichen Tieren stattfinden.<\/p>\n<p>Reitsportveranstaltungen, Reit- und Fahrturniere, gemeinsame Wanderritte und \u00e4hnliche Veranstaltungen sind im Sperrbezirk verboten. Einmal infizierte Tiere bleiben lebenslang Virustr\u00e4ger und Virusausscheider, auch wenn sie keinerlei Krankheitserscheinungen erkennen lassen. Haupt\u00fcbertr\u00e4ger sind blutsaugende Insekten (Bremsen, Stechm\u00fccken und Stechfliegen). Aber auch Kontaktinfektionen von Tier zu Tier sind m\u00f6glich.<\/p>\n<p>Die Erkrankung \u00e4u\u00dfert sich durch:<\/p>\n<ul>\n<li>Fieber bis 42\u00c2\u00b0 C<\/li>\n<li> Appetitlosigkeit, Schw\u00e4che, Zittern, schwankender Gang<\/li>\n<li> Fl\u00fcssigkeitsansammlung an Gliedma\u00dfen und Unterbauch<\/li>\n<li> Abmagerung, Konditionsverlust<\/li>\n<li> gelbe bis blasse Schleimh\u00e4ute<\/li>\n<li> punktf\u00f6rmige Blutungen auf den Schleimh\u00e4uten<\/li>\n<\/ul>\n<p>Da erkrankte Tiere lebenslang Virusausscheider sind und andere Tiere infizieren k\u00f6nnen, wird, im Falle eines Virusnachweises, das betroffene Tier get\u00f6tet. Wichtige Hygiene- und Schutzma\u00dfnahmen um eine Ansteckung der eigenen Pferde zu verhindern, ist es wichtig, folgende Hygienema\u00dfnahmen einzuhalten:<\/p>\n<ul>\n<li>Sauberhalten der Boxen, Stallgasse und allen dazugeh\u00f6renden R\u00e4umlichkeiten<\/li>\n<li> Vermeiden von gemeinsamem Gebrauch von Sattelzeug und B\u00fcrste<\/li>\n<li> Regelm\u00e4\u00dfige Entfernung von Pferde\u00e4pfeln und Mist<\/li>\n<li>Auf Weide und Paddocks sollte kein Wasser in Pf\u00fctzen oder Lachen stehen, sondern eine gute Drainage vorhanden sein um die\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0 Insektenvermehrung einzuschr\u00e4nken<\/li>\n<li> Anwendung von Mitteln, die Insekten vom Pferd fernhalten<\/li>\n<\/ul>\n<p>Informationen: Amt f\u00fcr Veterin\u00e4rwesen und Verbraucherschutz, Vogelsbergstra\u00dfe 32, Telefon 06641 \/ 91168-0, avv@vogelsbergkreis.de F\u00fcr weitere Informationen sind die Experten des Veterin\u00e4rdezernates des Regierungspr\u00e4sidiums Gie\u00dfen von Montag bis Freitag unter der Hotline 0641\/303-5490 und 0641\/303-5495 von 9 bis 15 Uhr zu erreichen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelsbergkreis. 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