{"id":69546,"date":"2010-09-11T05:31:42","date_gmt":"2010-09-11T03:31:42","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=69546"},"modified":"2010-09-09T18:31:55","modified_gmt":"2010-09-09T16:31:55","slug":"orgelmatinee-im-fuldaer-dom-mit-agata-augustyn-am-18-september-201","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=69546","title":{"rendered":"Orgelmatinee im Fuldaer Dom mit Agata Augustyn am 18. September 201"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda. <\/strong>Robert Schumanns \u201eSkizzen f\u00fcr den Pedalfl\u00fcgel\u201c geh\u00f6ren zum Feinsten, was es f\u00fcr Orgel gibt. Das Original f\u00fcr Pedalfl\u00fcgel wird aber heute fast ausschlie\u00dflich auf Orgel pr\u00e4sentiert. Komplement\u00e4r dazu steht Franz Liszts spektakul\u00e4rer \u201ePrometheus\u201c in einer hochvirtuosen Transkription von Jean Gillou. An der Orgel Agata Augustyn, eine verhei\u00dfungsvolle polnische Nachwuchsorganistin. Der Kostenbeitrag f\u00fcr die Orgelmatineen betr\u00e4gt 3,50 \u00e2\u201a\u00ac (erm\u00e4\u00dfigt 2,50 \u00e2\u201a\u00ac).<!--more--><\/p>\n<p>Die Grundsteine fu\u00cc\u02c6r die Orgelausbildung der 1982 in Tychy (Polen) geborenen Agata Augustyn wurden in der Staatlichen Fryderyk-Chopin- Musikoberschule in Krakau in der Orgelklasse von Dr. Mieczys\u00c5\u201aaw Tuleja gelegt. Im Jahr 2001 machte sie dort ihren Abschluss mit Auszeichnung. W\u00e4hrend dieser Zeit wurde sie zwei Mal mit einem Stipendium des polnischen Ministerpr\u00e4sidenten ausgezeichnet. Im Anschluss daran studierte sie Orgel bei Prof. J\u00c3\u00b3zef Serafin an der Krakauer Musikakademie und erwarb im Jahr 2006 ihr Diplom mit Auszeichnung sowie den Titel Magister Artium. Die letzten zwei Semester ihres Studiums war Agata Augustyn Austauschstudentin an der Johannes-Gutenberg- Universit\u00e4t in Mainz im Rahmen des Socrates\/Erasmus Programms.<\/p>\n<p>Dort wurde sie vor allem von Prof. Gerhard Gnann und Prof. Emmanuel Le Divellec unterrichtet. Fu\u00cc\u02c6r diese Zeit bekam sie das \u201eSapere Auso\u201c-Stipendium (\u201eMa\u00c5\u201aopolska Fundacja Stypendialna\u201c). Zahlreiche Orgelkurse unter anderem bei J. Gembalski, L. Lohmann, J. Laukvik, W. Zerer, M. Sander, P. Planiavsky, G. Gnann, Hans-Ju\u00cc\u02c6rgen Kaiser, Pieter van Dijk begleiteten Agata Augustyn w\u00e4hrend ihrer Ausbildung. Zur Studienzeit in Krakau nahm sie j\u00e4hrlich an dem Internationalen Orgelfestival \u201eJuniores Priores Organorium Seinensis\u201c in Sejny\/Anyksciaj (Polen\/ Litauen) teil. Sie konzertierte in Polen, Deutschland, Frankreich und der Slowakei. 2004 gewann Agata Augustyn den 1. Preis im Orgelwettbewerb im Rahmen des 16. Internationalen Festivals der Religionsmusik (XVI Mi\u00c4\u2122dzynarodowy Festiwal Muzyki Religijnej im. Ks. Stanis\u00c5\u201aawa Ormi\u00c5\u201eskiego) in Rumia (Polen).<\/p>\n<p>Im Rahmen des 7. Bad Homburger Orgelfestivals FUGATO 2008 wurde ihr der 2. Preis und der Publikumspreis verliehen. 2007 bis 2009 war sie Stipendiatin des Katholischen Akademischen Ausl\u00e4nder-Dienstes (KAAD) und seit 2007 bekommt sie das Stipendium der Gesellschaft der Freunde der Staatlichen Hochschule fu\u00cc\u02c6r Musik und Darstellende Kunst Stuttgart. Zur Zeit schlie\u00dft sie ihr Solistenklassenstudium bei Prof. Bernhard Haas ab und zugleich beginnt das Studium Historische Tasteninstrumente (Orgel: Prof. Bernhard Haas, Cembalo: J\u00f6rg Halubek) an der Staatlichen Hochschule fu\u00cc\u02c6r Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart.<\/p>\n<p><strong>Zu den Werken<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong>Robert Schumann Skizzen fu\u00cc\u02c6r den Pedalflu\u00cc\u02c6gel op 58<\/p>\n<p>Nicht Polyphonie, sondern klangliche Kompaktheit stehen bei diesen vier Stu\u00cc\u02c6cken (c-Moll, C-Dur, f-Moll, Des-Dur) im Vordergrund. Gleichwohl machte dieser am Klavier entwickelte Satztyp Karriere, wenn auch nicht in Deutschland: Es waren die Franzosen, die diese Skizzen zuerst in ihr Repertoire aufnahmen; von Lemmens u\u00cc\u02c6ber Guilmant bis zu Widor finden sich Ausstrahlungen dieser Schumann\u00e2\u20ac\u2122schen Diktion.<\/p>\n<p>Robert Schumann Studien fu\u00cc\u02c6r Pedalflu\u00cc\u02c6gel op. 56<\/p>\n<p>Schumanns \u00c2\u00bbStudien\u00c2\u00ab op. 56 aus dem Jahr 1845 sind fu\u00cc\u02c6r den Pedalflu\u00cc\u02c6gel geschrieben, ein Hammerklavier mit angeh\u00e4ngtem Orgelpedal (urspru\u00cc\u02c6nglich ein \u00dcbeinstrument fu\u00cc\u02c6r Organisten), das die klanglichen M\u00f6glichkeiten des traditionellen Klaviers in der Bassregion deutlich erweiterte. Fu\u00cc\u02c6r Schumann bedeuteten diese Werke eine erste Wiederann\u00e4herung an das Klavier nach Abschluss seiner ausschlie\u00dflich Klavierwerken gewidmeten Kompositionsphase w\u00e4hrend der 1830er-Jahre. Sie sind Ergebnisse seiner intensiven Fugen- und Kontrapunktstudien in dieser Zeit. Die \u00c2\u00bbSechs Stu\u00cc\u02c6cke in kanonischer Form\u00c2\u00ab, wie Schumann sein Opus 56 im Untertitel nannte, sind denn auch eine Abfolge h\u00f6chst unterschiedlicher Charakterstu\u00cc\u02c6cke, die in der Weite ihres Ausdrucksspektrums an die Klavierwerke der 1830er-Jahre anknu\u00cc\u02c6pfen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Robert Schumanns \u201eSkizzen f\u00fcr den Pedalfl\u00fcgel\u201c geh\u00f6ren zum Feinsten, was es f\u00fcr Orgel gibt. Das Original f\u00fcr Pedalfl\u00fcgel wird aber heute fast ausschlie\u00dflich auf Orgel pr\u00e4sentiert. Komplement\u00e4r dazu steht Franz Liszts spektakul\u00e4rer \u201ePrometheus\u201c in einer hochvirtuosen Transkription von Jean Gillou. An der Orgel Agata Augustyn, eine verhei\u00dfungsvolle polnische Nachwuchsorganistin. 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