{"id":68797,"date":"2010-09-06T06:25:38","date_gmt":"2010-09-06T04:25:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=68797"},"modified":"2010-09-06T07:57:43","modified_gmt":"2010-09-06T05:57:43","slug":"orgelmatinee-im-fuldaer-dom-mit-ralf-stiewe-am-11-september","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=68797","title":{"rendered":"Orgelmatinee im Fuldaer Dom mit Ralf Stiewe am 11. September"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/100920_Stiewe.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-68798\" title=\"100920_Stiewe\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/100920_Stiewe-265x419.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"419\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/100920_Stiewe-265x419.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/09\/100920_Stiewe.jpg 399w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda. <\/strong>Am 11. September, 12.05 Uhr, ist Ralf Stiewe, Regionalkantor in Alsfeld und Gie\u00dfen, zu Gast in Fulda. Er pr\u00e4sentiert ein ungew\u00f6hnliches Programm mit Alains selten gespielter \u201eDeuxi\u00e8me Fantasie\u201c und dem ber\u00fchmten Charles Tournemire als Nachklang zu Mariae Himmelfahrt, ein Carillon. Er erg\u00e4nzt das Programm mit Beethovens 5. Symphonie, hier mit dem langsamen Satz in einer \u00dcbertragung f\u00fcr Orgel. Der Kostenbeitrag f\u00fcr die Orgelmatineen betr\u00e4gt 3,50 \u00e2\u201a\u00ac (erm\u00e4\u00dfigt 2,50 \u00e2\u201a\u00ac).<!--more--><\/p>\n<p><strong>Ralf Stiewe<\/strong>, Jg. 1970, studierte ab 1992 Kirchenmusik in Freiburg (Breisgau). Zu seinen Lehrern z\u00e4hlen Klemens Schnorr, Zsigmond Szathm\u00e1ry (Orgel), Michael Felix (Improvisation) und Klaus H\u00f6velmann (Dirigieren). Nach dem A-Examen absolvierte er ein Aufbaustudium im Konzertfach Orgel \/ Orgelimprovisation bei Prof. Ju\u00cc\u02c6rgen Essl an der Musikhochschule Lu\u00cc\u02c6beck. Orgelkurse bei Daniel Roth, Peter Planyavsky und Guy Bovet sowie Kurse in Chor- und Kinderchorleitung erg\u00e4nzten die musikalische Ausbildung. Nach T\u00e4tigkeiten als Kirchenmusiker Erzbistum Hamburg arbeitet er seit August 2002 als Regionalkantor des Bistums Mainz fu\u00cc\u02c6r die Dekanate Alsfeld und Gie\u00dfen an der Giessener St. Bonifatius \u2013 Kirche und unterrichtet im Auftrag des Instituts fu\u00cc\u02c6r Kirchenmusik Mainz im Rahmen der kirchenmusikalischen C- und D- Ausbildung. Sein Engagement gilt au\u00dferdem dem Neubau der gro\u00dfen Orgel in St. Bonifatius. 2004 gru\u00cc\u02c6ndete Ralf Stiewe den Kammerchor der Katholischen Hochschulgemeinde Gie\u00dfen. Konzerte mit Ch\u00f6ren oder Instrumentalensembles wie auch Solokonzerte als Organist sind feste Bestandteile seiner ku\u00cc\u02c6nstlerischen T\u00e4tigkeit.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Orgelmatinee<\/strong><\/p>\n<p>Samstag, 11. September 2010<br \/>\n12.05 &#8211; 12.35 Uhr<\/p>\n<p><strong>Programm<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li> Jehan Alain (1911\u20131940) Deuxi\u00e8me Fantasie<\/li>\n<li> Ludwig van Beethoven (1770 \u2013 1827) Andante aus der 5. Symphonie op. 67 Arr. Hermann Jimmerthal<\/li>\n<li> Max Reger(1873\u20131916) Intermezzo op. 59<\/li>\n<li> Charles Tournemire (1870\u20131939) Paraphrase\u2013Carillon op. 57 aus: L\u00e2\u20ac\u2122orgue mystique Heft 35: Mari\u00e4 Himmelfahrt<\/li>\n<\/ul>\n<p>An der Domorgel: Ralf Stiewe, Gie\u00dfen<\/p>\n<p><strong>Zu den Werken<\/strong><\/p>\n<p>Jehan Alain Zweite Fantasie<\/p>\n<p>Alains Orgelkompositionen sind au\u00dfergew\u00f6hnlich und lassen seine ausgepr\u00e4gt schwebende, phantastische Klang\u00e4sthetik erkennen: Mit rhythmisch komplexen, in sich selbst additiv angelegten Ostinati, freitonaler bzw. freimodaler Harmonik und langen, freimetrischen Melodielinien entwickelt Alain einen v\u00f6llig neuen Kompositionsstil. Die experimentierfreudigen Registrierungen entstanden u\u00cc\u02c6berwiegend fu\u00cc\u02c6r ein Instrument, welches der Vater Albert Alain fu\u00cc\u02c6r seine Kinder baute und heute in Romainm\u00c3\u00b4tier im Schweizerischen Jura steht. In der \u201eDeuxi\u00e8me Fantasie\u201c aus dem Jahre 1936 erw\u00e4chst aus zwei gegens\u00e4tzlichen Themen ein Crescendo, welches im Pedal- Cantus-Firmus des ersten Themas gipfelt, bevor eine freimetrische Melodie, durch wuchtige Akkordeinwu\u00cc\u02c6rfe unterbrochen, in eine Coda des ersten Themas zuru\u00cc\u02c6ckfu\u00cc\u02c6hrt.<\/p>\n<p>Ludwig van Beethoven Andante aus der 5. Symphonie<\/p>\n<p>Die Entwicklung im Orgelbau des 19. Jahrhunderts fu\u00cc\u02c6hrte zu gro\u00dfen Instrumenten mit u\u00cc\u02c6ppigem Bestand unterschiedlich klingender Grundstimmen. Dieser Klangreichtum regte Organisten zu orchestralen Bearbeitungen an. Der Lu\u00cc\u02c6becker Marienorganist Hermann Jimmerthal (1809 \u2013 1886) transkribierte eine Reihe von Streichquartetten, Klavierwerken, Symphonien und Oratorien und gewann die breite Gunst des Publikums. Die u\u00cc\u02c6berlieferten Registrierungen dokumentieren den ganzen Reichtum romantischer Klangfarben in der Registrierpraxis. Beim Einweihungskonzert der gro\u00dfen Schulze-Orgel (IV\/79) von 1854 in St. Marien hinterlie\u00df Jimmerthals Beethoven- Transkription einen besonders nachhaltigen Eindruck der Farbenpracht des neuen, klanggewaltigen Instruments.<\/p>\n<p>Max Reger Intermezzo a-moll op. 59<\/p>\n<p>Eine Kadenz aus drei Akkorden (Tonika, Neapolitaner, Dominante) und ein Thema aus Tonleitergirlanden umspielen einander ausschweifend im exzentrisch wirkenden stetig dynamischen Wechsel. Ein kurzer Mittelteil fu\u00cc\u02c6hrt zur Ruhe, bevor das Wechselspiel erneut ausbricht und alsbald in den strahlenden Schluss mu\u00cc\u02c6ndet.<\/p>\n<p>Charles Tournemire Paraphrase\u2013Carillon<\/p>\n<p>Tournemires Zyklus \u201cL\u00e2\u20ac\u2122Orgue Mystique\u00e2\u20ac\u009d umfasst Orgelmusik fu\u00cc\u02c6r 51 Messproprien an Sonn- und Feiertagen des Kirchenjahres. Das Werk gliedert sich in die drei liturgischen Festkreise Weihnachten, Ostern und die Zeit nach Pfingsten. Ein Messproprium besteht aus Pr\u00e4ludium zum Introitus, Offertorium, Elevation, Kommunion und Schlussstu\u00cc\u02c6ck. Jedes Stu\u00cc\u02c6ck paraphrasiert die liturgische Musik des Sonntags, den gregorianische Choral. Das Proprium zum Hochfest Mari\u00e4 Himmelfahrt am 15. August gilt vielen als das sch\u00f6nste und farbenreichste Werk des Zyklus. Das Schlussstu\u00cc\u02c6ck (Pi\u00e8ce treminale) \u201eParaphrase \u2013 Carillon\u201c verbindet die Antiphonen \u201eAve Maris stella\u201c in den Oberstimmen mit dem feierlichen \u201eSalve Regina\u201c im Bass, frei umspielt von Akkordtrauben. Das dreiteilig angelegte Stu\u00cc\u02c6ck mu\u00cc\u02c6ndet nach dem vierten \u201eSalve\u201c in ein Largo, bei dem sich gleichsam das Himmelstor zu \u00f6ffnen scheint.<\/p>\n<p>Weitere Informationen zu den Orgelkonzerten im Fuldaer Dom finden Sie unter <a href=\"http:\/\/www.orgelmusik.bistum-fulda.de\" target=\"_blank\">www.orgelmusik.bistum-fulda.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Am 11. September, 12.05 Uhr, ist Ralf Stiewe, Regionalkantor in Alsfeld und Gie\u00dfen, zu Gast in Fulda. 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