{"id":68569,"date":"2010-09-01T07:02:04","date_gmt":"2010-09-01T05:02:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=68569"},"modified":"2010-09-01T15:02:29","modified_gmt":"2010-09-01T13:02:29","slug":"arbeitslosigkeit-in-der-region-fulda-sinkt-auf-49-prozent","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=68569","title":{"rendered":"Arbeitslosigkeit in der Region Fulda sinkt auf 4,9 Prozent"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda. <\/strong>Der Wirtschaftsaufschwung macht sich immer st\u00e4rker auf dem regionalen Arbeitsmarkt bemerkbar. Die Arbeitslosigkeit sank im August gegen\u00fcber dem Juli um 93 auf 5.433. Damit liegt sie nun um 1.300 unter der des Vorjahres. Im Vergleich zum August 2009 verzeichnete sowohl die Arbeitsagentur als auch das Amt f\u00fcr Arbeit und Soziales einen sp\u00fcrbaren R\u00fcckgang. Bei der Arbeitsagentur Fulda sank die Zahl der Arbeitslosen binnen Jahresfrist um 723 (-27,9%) auf 2.287. Beim Amt f\u00fcr Arbeit und Soziales, das die Langzeitarbeitslosen betreut, ging die Zahl um 577 (21%) auf 3.146 zur\u00fcck. Die Arbeitslosenquote von 4,9 Prozent ist\u00c2\u00a0 der niedrigste Wert seit 18 Jahren!<!--more--><\/p>\n<p>Waldemar Dombrowski, Vorsitzender der Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung der Agentur f\u00fcr Arbeit Fulda, wies bei einer Pressekonferenz bei der Firma Josef Wiegand GmbH &amp; Co. KG in Rasdorf auf die immensen Bewegungen auf dem Arbeitsmarkt hin. So sind im August 1.610 Menschen arbeitslos geworden, jedoch konnten zeitgleich 1.672 den Status der Arbeitslosigkeit verlassen. Davon 1.119 bei der Arbeitsagentur und 553 beim Amt f\u00fcr Arbeit und Soziales. \u201eEs ist erfreulich, weil auch sozialpolitisch wichtig, dass die Zahl der j\u00fcngeren Arbeitslosen unter 25 Jahren drastisch gesunken ist\u201c, betonte der Agenturchef. Gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat fiel die Zahl der unter-25-j\u00e4hrigen Arbeitslosen um 376 (-34 Prozent) auf 719. Zahlreiche junge M\u00e4nner und Frauen, die sich nach Beendigung ihrer Ausbildung bei der Arbeitsagentur arbeitslos gemeldet hatten, konnten in eine Besch\u00e4ftigung vermittelt werden.<\/p>\n<p>Nachdem die Gruppe der arbeitslosen Menschen \u00fcber 50 Jahre zun\u00e4chst nicht\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0 von der Konjunkturerholung profitieren konnte, ist nun auch bei dieser Personengruppe ein leichter Trend zum Abbau feststellbar. Im August waren 1.717 \u00e4ltere Arbeitslose registriert, dies bedeutet ein Minus von 121 (-6,6 Prozent) gegen\u00fcber August des Vorjahres. Auch im traditionell gut aufgestellten Altkreis H\u00fcnfeld ging die Arbeitslosigkeit innerhalb eines Jahres um 99 auf 764 zur\u00fcck. Allerdings fiel der Abbau mit -11,5 Prozent geringer aus als im gesamten Landkreis Fulda (-19,3 Prozent). Gleichwohl liegt die Arbeitslosenquote im Altkreis H\u00fcnfeld lediglich bei 4,3 Prozent.<\/p>\n<p>Der Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur Fulda konnte in Zusammenarbeit mit der heimischen Wirtschaft im August 417 Stellen rekrutieren. Das waren 124 Stellen mehr als im August des Vorjahres. Erste Besetzungsprobleme f\u00fchren dazu, dass der Stellenbestand angestiegen ist; aktuell sind beim Arbeitsgeberservice 922 Stellen zu besetzen (Vorjahr 659). Martin Arnold, Arbeitsvermittler im Arbeitsgeberservice, berichtet, dass momentan beispielsweise Mitarbeiter\/innen f\u00fcr die Bereiche Elektro, Sanit\u00e4r und Heizung, Anlagenmechanik sowie Maler\/innen und Lackierer\/innen und Mitarbeiter\/innen in den Gesundheitsberufen gesucht werden. Hier fehlen Fachkr\u00e4fte wie Physiotherapeuten, Logop\u00e4den und Altenpfleger, aber auch Hilfskr\u00e4fte (H\u00fcnfeld).<\/p>\n<p>Die positive Entwicklung setzt sich auch auf dem Ausbildungsstellenmarkt fort. W\u00e4hrend die Zahl der bisher gemeldeten Bewerberinnen und Bewerber mit 1.856 knapp \u00fcber dem Vorjahresniveau lag, stieg die Zahl der gemeldeten Stellen um 8,7 Prozent auf 1.684. Damit hat sich die Situation auf dem Ausbildungsmarkt weiter entspannt. Es gibt weiterhin Chancen auf eine Ausbildungsstelle, denn immer noch stehen rund 100 Ausbildungspl\u00e4tze im Landkreis Fulda zur Verf\u00fcgung. In H\u00fcnfeld sind noch neun Lehrstellen offen. Ausbildungsm\u00f6glichkeiten gibt es in den Bereichen B\u00fcro, Einzelhandel, im gewerblich-technischen Bereich sowie in der Gastronomie. Als Besonderheit sind zwei Ausbildungsstellen zum Tierwirt, bzw, Tierwirtin \u2013 Schwerpunkt Sch\u00e4ferei \u2013 zu nennen.<\/p>\n<p>Zunehmend mehr Betriebe haben bei der Besetzung ihrer Lehrstellen Probleme. Waldemar Dombrowski appelliert an die Jugendlichen, sich Alternativen zum Wunschberuf zu \u00fcberlegen, sowie an die Betriebe, auch Jugendlichen eine Chance zu geben, die ansonsten zweiter Sieger geworden w\u00e4ren. \u201eWenn Betriebe im Einzelfall Sorge haben, dass die vorhandenen Schulkenntnisse f\u00fcr den theoretischen Teil der Lehre nicht ausreichen k\u00f6nnten oder sich derartiges im Ausbildungsverlauf herausstellt, bieten wir gern Unterst\u00fctzung an\u201c. Mit dem bew\u00e4hrten Instrument der ausbildungsbegleitenden Hilfen haben wir als Arbeitsagentur die M\u00f6glichkeit, den betroffenen Auszubildenden unterst\u00fctzenden Unterricht anzubieten\u201c macht Agenturchef Dombrowski Betrieben und Jugendlichen ein interessantes Angebot. Denn die jungen Menschen brauchen ein berufliches Fundament und die Betriebe auch in Zukunft qualifizierte Kr\u00e4fte!<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. 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