{"id":67836,"date":"2010-08-27T01:28:04","date_gmt":"2010-08-26T23:28:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=67836"},"modified":"2010-08-26T13:28:25","modified_gmt":"2010-08-26T11:28:25","slug":"integration-als-langfristiger-und-auf-gegenseitigkeit-angelegter-prozess","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=67836","title":{"rendered":"Integration als langfristiger und auf Gegenseitigkeit angelegter Prozess"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100824_Migrationsbericht.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-67841\" title=\"100824_Migrationsbericht\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100824_Migrationsbericht-265x176.jpg\" alt=\"\" hspace=\"5\" width=\"265\" height=\"176\" align=\"left\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100824_Migrationsbericht-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100824_Migrationsbericht.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><strong>Landkreis Fulda.<\/strong> In der Region Fulda gibt es weniger Ausl\u00e4nder und Menschen mit Migrationshintergrund als in anderen hessischen Landkreisen. Laut Bundeszentralregister lag die Ausl\u00e4nderquote im Landkreis  am 31. Dezember 2009 bei 4,62 Prozent. Weiterhin geht aus dem Migrationsbericht f\u00fcr den Landkreis Fulda, der vom Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld im Ausschuss f\u00fcr Arbeit und Soziales vorgestellt wurde, hervor, dass zahlenm\u00e4\u00dfig die gr\u00f6\u00dfte Gruppe Zuwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion sind, die vor allem in Gersfeld, H\u00fcnfeld und Neuhof wohnen.<!--more--><\/p>\n<p>Nach Aussage von Dr. Wingenfeld ist Integration ein dauerhafter und auf Gegenseitigkeit angelegter Prozess, der auf die gleichberechtigte Teilhabe der zugewanderten Menschen am gesellschaftlichen, wirtschaftlichen, kulturellen und politischen Leben abziele. Dies setze einerseits die Bereitschaft und F\u00e4higkeit voraus, Menschen aus anderen Kulturen zu integrieren, und andererseits auf Seiten der Zugewanderten den Willen, sich zu \u00f6ffnen und die im Aufnahmeland geltenden Gesetze und Werte zu akzeptieren. Der Ausl\u00e4nderdezernent bedankte sich bei der Kreisverwaltung f\u00fcr die Erstellung des Migrationsberichts, die damit einem Wunsch des Kreistags nachgekommen sei.<\/p>\n<p>Eine wesentliche Bedeutung, um das Entstehen von Parallelgesellschaften zu verhindern, spricht der Erste Kreisbeigeordnete den religi\u00f6sen und kulturellen Organisationen der Zugewanderten sowie Ausl\u00e4nderbeir\u00e4ten und Integrationsbeauftragten zu. Ein weiterer wichtiger Ansatz, damit Integration gelinge, sei die Zusammenarbeit und Vernetzung zwischen allen betroffenen \u00c4mter, Einrichtungen und Institutionen. Als erfolgreiche Projekte in der Region, die auf einem funktionierenden Netzwerk basierten, nennt er unter anderem \u201eErziehung von Anfang an\u201c (EvA), das Kindersprachscreening (KISS) sowie die Arbeitscoaches an den Schulen im Landkreis und in der Stadt Fulda.<\/p>\n<p>Bei der Kreisverwaltung sei Integration eine Querschnittsaufgabe, wobei dem Fachdienst Zuwanderung eine Lotsenfunktion zukomme, unterstreicht der Vize-Landrat. Die Zuweisung in Integrations- und Sprachkurse, wie sie auch von der Volkshochschule des Landkreises angeboten w\u00fcrden, erfolge durch die Fachdienste Ausl\u00e4nderwesen beziehungsweise Arbeit. Dabei stelle ein m\u00f6glichst fr\u00fchzeitiger Erwerb der deutschen Sprache stelle die grundlegende Voraussetzung f\u00fcr eine erfolgreiche Integration der im Landkreis lebenden Ausl\u00e4nder und Migranten dar. Deshalb sollten gerade Kinder mit Migrationshintergrund unbedingt den Kindergarten besuchen, so Wingenfeld.<\/p>\n<p>Auch w\u00fcrden vom Fachdienst Personal und Organisation verst\u00e4rkt Bewerberinnen und Bewerber mit muttersprachlicher Qualifikation eingestellt. Dar\u00fcber hinaus f\u00f6rdere der Landkreis Vereine, die sich mit Integration besch\u00e4ftigten. Ferner sei man bem\u00fcht, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Kreisverwaltung, die in direktem Kontakt mit ausl\u00e4ndischen Mitb\u00fcrgern und Migranten st\u00fcnden, durch Fortbildungsma\u00dfnahmen noch besser auf ihre Aufgabe vorzubereiten. \u201eGefragt ist interkulturelle Kompetenz, eine Kombination aus sozialen Fertigkeiten und einschl\u00e4gigem Fachwissen.\u201c<\/p>\n<p>Der Migrationsbericht kann unter 0661\/6006-301 bzw. cschoeneich@landkreis-fulda.de angefordert werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Landkreis Fulda. 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