{"id":67363,"date":"2010-08-21T03:37:24","date_gmt":"2010-08-21T01:37:24","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=67363"},"modified":"2010-08-21T08:37:38","modified_gmt":"2010-08-21T06:37:38","slug":"praesenzmitarbeiter-in-immer-mehr-senioreneinrichtungen-taetig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=67363","title":{"rendered":"Pr\u00e4senzmitarbeiter in immer mehr Senioreneinrichtungen t\u00e4tig"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100819_Mitarbeiterin.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-67364\" title=\"100819_Mitarbeiterin\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100819_Mitarbeiterin-265x399.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"399\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100819_Mitarbeiterin-265x399.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100819_Mitarbeiterin.jpg 399w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda\/H\u00fcnfeld. <\/strong>Hausgemeinschaften in der station\u00e4ren Altenhilfe w\u00e4ren ohne sie schwer vorstellbar: Die Pr\u00e4senzmitarbeiterinnen und -mitarbeiter sind mit ihrem Berufsprofil auf diese familien\u00e4hnlichen Gemeinschaften zugeschnitten, denen sie quasi vorstehen. Im Fuldaer Pflegestift Mediana sind zurzeit 56 Pr\u00e4senzkr\u00e4fte in der Altenhilfe t\u00e4tig (darunter ein Mann), deren Arbeit von Heimleiter Jens Czapek sehr gesch\u00e4tzt wird: \u201eAls R\u00fcckgrat der Hausgemeinschaften sind sie enorm wichtig und bauen eine intensive Beziehung zu den Bewohnern auf.\u201c Nach Czapeks Angaben sind die Pr\u00e4senzmitarbeiter keine klassischen Haushaltskr\u00e4fte, sondern \u201eAllrounder\u201c mit Lebenserfahrung, was sich bei ihrem Durchschnittsalter im Pflegestift von deutlich \u00fcber 40 Jahren bemerkbar mache. \u201eIhre Multifunktionalit\u00e4t erm\u00f6glicht das Alltagsnormale, das wir unseren Bewohnern bieten wollen\u201c, betont der Einrichtungsleiter. Zu den Pr\u00e4senzmitarbeiterinnen im Pflegestift z\u00e4hlt Marina Fritsch, die im Wechsel mit zwei Kolleginnen in der Hausgemeinschaft Hainburg Dienst tut. \u201eWeil ich sehr gerne mit Menschen arbeite, passt das Konzept hier hundertprozentig f\u00fcr mich\u201c, sagt die 50-J\u00e4hrige und erg\u00e4nzt: \u201eWir sind wie eine gro\u00dfe Familie, in der auf den Einzelnen mit seinen Freuden und Sorgen eingegangen wird.\u201c Die Begleitung der Bewohnerinnen und Bewohner umfasst neben dem Zuh\u00f6ren nicht zuletzt das Motivieren, sich bei entsprechender Neigung an der Essensvorbereitung (einschlie\u00dflich Kuchenbacken) oder anderen leichten Hausarbeiten zu beteiligen.<\/p>\n<p>Foto: Max Colin Heydenreich<!--more--><\/p>\n<p>Die gemeinsamen Mahlzeiten und alles damit Verbundene stehen f\u00fcr Alltagsnormalit\u00e4t. Ihnen kommt im Leben der Hausgemeinschaften gro\u00dfe Bedeutung zu,\u00c2\u00a0 wobei die Regie inklusive des Kochens bei den Pr\u00e4senzkr\u00e4ften liegt. Angeh\u00f6rige der Bewohner sind gern gesehene Tischg\u00e4ste, denn ihr Besuch geh\u00f6rt einfach dazu. \u201eDer gute Kontakt zu den Angeh\u00f6rigen ist f\u00fcr unsere Arbeit sehr wesentlich\u201c, unterstreicht Fritsch. Sie erlebt ihre T\u00e4tigkeit als sehr vielseitig: \u201eJeder Tag bei uns ist anders\u201c, freut sie sich.<\/p>\n<p>Der Beruf des Pr\u00e4senzmitarbeiters in der Altenhilfe ist noch keine zehn Jahre jung, wobei er seine Existenz dem Zusammenwirken zwischen der Unternehmensgruppe Mediana und der Industrie- und Handelskammer Fulda verdankt. Die Konzeption wurde von Mediana entwickelt und dann mit dem Kooperationspartner abgestimmt, damit der neue Beruf das Pr\u00e4dikat \u201eIHK-gepr\u00fcft\u201c bekommen konnte. \u201eDies war ein wichtiges, bundesweit in dieser Form einzigartiges Modellprojekt, das inzwischen auch in anderen IHK-Bezirken so oder \u00e4hnlich praktiziert wird\u201c, erl\u00e4utert IHK-Hauptgesch\u00e4ftsf\u00fchrer Stefan Schunck. Sicher sei die Pr\u00e4senzkraft in der Altenhilfe ein Beruf mit Zukunft, der gerade \u00e4lteren Arbeitnehmerinnen eine Besch\u00e4ftigungs- und oft auch Wiedereinstiegschance biete, so Schunck.<\/p>\n<p>\u201eAbsolut bew\u00e4hrt\u201c hat sich das neue Berufsfeld laut Michael Bernhard, Leiter der Mediana Akademie. Diese Einsch\u00e4tzung begr\u00fcndet er vor allem mit dem \u201eganzheitlichen Konzept, das die fr\u00fcher sehr unterschiedlich gesehenen Aspekte der Pflege, Betreuung und Begleitung verbindet\u201c. Au\u00dferdem werde die Philosophie der Hausgemeinschaften praktisch umgesetzt. Nach Bernhards Angaben wurden von der Mediana Akademie in Fulda bereits mehr als 100 Pr\u00e4senzkr\u00e4fte geschult. Die Absolventen sind nicht ausschlie\u00dflich in H\u00e4usern dieser Unternehmensgruppe t\u00e4tig, sondern auch in anderen (ost-)hessischen Einrichtungen. \u201eEinige Schulungsteilnehmer kamen sogar aus Niedersachsen und Schleswig-Holstein\u201c, so Bernhard.<\/p>\n<p>Eine Pr\u00e4senzmitarbeiterin \u201eim Wartestand\u201c ist Marlies Wingenfeld. Ihr Zertifikat f\u00fcr den neuen Beruf hat die langj\u00e4hrige Pflegehilfskraft im Dienst des Landkreises Fulda, die im H\u00fcnfelder St. Ulrichheim t\u00e4tig ist,\u00c2\u00a0 schon in der Tasche. Jetzt muss sie sich gedulden, bis das neue St. Ulrichheim in Tr\u00e4gerschaft der Seniana St. Ulrich GmbH &amp; Co. KG fertig gestellt ist und die Hausgemeinschaften im November dort starten. Insgesamt rund 20 Besch\u00e4ftigte der bislang kreiseigenen Senioreneinrichtung in der Haunestadt haben sich zu Pr\u00e4senzkr\u00e4ften schulen lassen bzw. werden das noch tun. Marlies Wingenfeld freut sich auf den neuen Beruf im neuen Geb\u00e4ude: \u201eDann k\u00f6nnen wir uns noch mehr mit den Bewohnern besch\u00e4ftigen, die wir ja schon durch die jetzige Arbeit kennen.\u201c Die 53-J\u00e4hrige findet es beispielsweise gut, dass sie \u201eviel Neues f\u00fcr den Umgang mit Demenzkranken\u201c gelernt hat. \u201eGerade dabei sind Umsicht und Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen sehr wichtig\u201c, sagt sie.<\/p>\n<p><strong>Info<\/strong><\/p>\n<p>Die Schulung zur Pr\u00e4senzmitarbeiterin\/zum Pr\u00e4senzmitarbeiter in der Altenhilfe umfasst insgesamt 172 Stunden mit Theorie und Praxis. Den Abschluss bildet eine schriftliche und m\u00fcndliche Pr\u00fcfung. Wie Michael Bernhard, Leiter der Mediana Akademie, und Jens Czapek als fachlicher Schulungsleiter weiter mitteilen, geh\u00f6ren zu den drei Unterrichtsbl\u00f6cken unter anderem pflegewissenschaftliche Themen wie das Krankheitsbild Demenz oder Fragen des Qualit\u00e4tsmanagements in der Pflege, au\u00dferdem die Bereiche Hauswirtschaft und Ern\u00e4hrung sowie Psychologie und Kommunikation. Beim letztgenannten Stichwort sind zum Beispiel Gespr\u00e4chsf\u00fchrung und Biografiearbeit zu nennen. Die Unterrichtszeiten sind so gestaltet, dass die Schulung\u00c2\u00a0 berufsbegleitend absolviert werden kann. N\u00e4here Infos bei Michael Bernhard, Telefon (0661) 4802990, und im Internet unter <a href=\"http:\/\/www.mediana-akademie.de\" target=\"_blank\">www.mediana-akademie.de<\/a>.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda\/H\u00fcnfeld. 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