{"id":67127,"date":"2010-08-17T02:52:06","date_gmt":"2010-08-17T00:52:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=67127"},"modified":"2010-08-17T07:52:34","modified_gmt":"2010-08-17T05:52:34","slug":"jubilaeumsfeier-60-jahre-siedlung-niesig","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=67127","title":{"rendered":"Jubil\u00e4umsfeier \u201e60 Jahre Siedlung Niesig\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda. <\/strong>Die Landesbeauftragte der Hessischen Landesregierung f\u00fcr Heimatvertriebene und Sp\u00e4taussiedler, Margarete Ziegler-Raschdorf, bekundete bei der Jubil\u00e4umsfeier \u201e60 Jahre Siedlung Niesig\u201c ihre Verbundenheit und die Verbundenheit der Hessischen Landesregierung mit dem Ortsverband Niesig des Bundes der Vertriebenen. \u201eIm Sinne dieser Verbundenheit kann ich Ihnen eine hervorragende Arbeit bescheinigen, die von Ihrem Vorsitzenden Franz Gro\u00dfer eindrucksvoll gepr\u00e4gt wird\u201c, so Frau Ziegler-Raschdorf. <!--more--><\/p>\n<p>Die Landesbeauftragte erinnerte in ihrem Gru\u00dfwort daran, dass vor 60 Jahren in Niesig der Grundstein f\u00fcr eine neue Siedlung gelegt wurde, in der sich 39 Familien aus den vormals deutschen Ostgebieten als Vollbauern bzw. Nebenerwerbsbauern ein neues Zuhause schaffen konnten. Der sp\u00e4ter erstellte Gedenkstein stehe f\u00fcr den Glauben dieser Menschen an eine friedliche Zukunft und solle eine Mahnung sein, allen Menschen dieser Welt das Recht auf Heimat zuzugestehen.<\/p>\n<p>Sie stellte den Zusammenhang zwischen dem Jubil\u00e4um \u201e60 Jahre Siedlung Niesig\u201c mit den Jubil\u00e4en \u201e60 Jahre Charta der deutschen Heimatvertriebenen\u201c und \u201e60 Jahre Wiesbadener Abkommen\u201c her. \u201eDies ist auch deshalb folgerichtig, weil es den nach Niesig gekommenen Vertriebenen trotz ihres schweren Schicksals gleichfalls um ein friedfertiges Leben ging \u2013 zwar nicht in einer neuen Heimat -\u00c2\u00a0 weil es \u201eHeimat\u201c nur einmal gebe \u2013\u00c2\u00a0 aber doch in einem neuen Zuhause \u2013 ohne Rache- oder Vergeltungsgedanken\u201c, betonte die Landesbeauftragte.<\/p>\n<p>Die Charta der deutschen Heimatvertriebenen und das Wiesbadener Abkommen k\u00f6nnten in ihrer Bedeutung gar nicht hoch genug eingesch\u00e4tzt werden. Es sei darum richtig und wichtig, die Geschehnisse um die Vertreibung nicht als ein Thema zu begreifen, dass nur die Betroffenen selbst angehe. Vielmehr als ein Thema, das zur gesamtdeutschen Geschichte aller Deutschen geh\u00f6re und im Hinblick auf die Ursachen als auch auf die Folgen ganz entschieden eine europ\u00e4ische Dimension habe. \u201eDie Charta der deutschen Heimatvertriebenen h\u00e4tte den Friedensnobelpreis verdient. Hierin bin ich mir mit vielen Menschen einig\u201c, so die Feststellung von Frau Ziegler-Raschdorf.<\/p>\n<p>Mittlerweile seien die Vertriebenen, die sich vor 60 Jahren in der Siedlung ansiedelten, im Ortsteil Niesig l\u00e4ngst erfolgreich angekommen. Sie lebten in gutem, harmonischem Einvernehmen mit den alteingesessenen Einheimischen zusammen.<\/p>\n<p>\u201eIch m\u00f6chte Ihnen als den Betroffenen f\u00fcr Ihre Integrationsbereitschaft und das friedliche Miteinander herzlich danken und meine Anerkennung aussprechen. Sie bereichern nicht nur unseren Stadtteil Niesig, sondern unsere gesamte Stadt und tragen dazu bei, dass Fulda attraktiv und erfolgreich ist\u201c, so die Landesbeauftragte zum Abschluss ihrer Ausf\u00fchrungen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. 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