{"id":66930,"date":"2010-08-18T02:50:41","date_gmt":"2010-08-18T00:50:41","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=66930"},"modified":"2010-08-18T08:51:11","modified_gmt":"2010-08-18T06:51:11","slug":"ambulante-palliativteams-stimmen-spezialisierte-versorgung-ab","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=66930","title":{"rendered":"Ambulante Palliativteams stimmen spezialisierte Versorgung ab"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda. <\/strong>Auf Initiative der Interessengemeinschaft Spezialisierte Ambulante PalliativVersorgung (IG-SAPV) trafen sich Vertreter der Ambulanten Palliativversorgung aus Th\u00fcringen, Sachsen und Hessen am 12. August in Eisenach. Sie wollen in Zukunft in engem Austausch bleiben, um die Entwicklung der SAPV nachhaltig und positiv gemeinsam zu gestalten. SAPV hat das Ziel, die Lebensqualit\u00e4t unheilbar kranker Menschen zu erhalten und ihnen ein menschenw\u00fcrdiges Leben bis zum Tod in ihrer gewohnten Umgebung zu erm\u00f6glichen. Der Palliativmediziner Dr. Knut Kolitsch, Landessprecher Th\u00fcringen des Berufsverbandes Schmerztherapie Deutschland betonte, \u201eGerade jetzt in einer Phase, in der die Umsetzung der ambulanten Palliativversorgung in Deutschland langsam Fahrt aufnimmt, werden enge Abstimmungen der Leistungserbringer immer wichtiger. <!--more--><\/p>\n<p>Wir wollen, dass SAPV \u00fcberall mit einer angemessenen Qualit\u00e4t erbracht werden kann.\u201c Kinderkrankenpfleger Andreas M\u00fcller, Dresden, Vorsitzender der Deutschen Palliativstiftung: \u201eIch bin deutschlandweit f\u00fcr die Palliativersorgung von Kindern unterwegs. Dabei sehe ich, dass wichtige Erfahrungen nicht ausreichend weiter vermittelt werden. In den verschiedenen Regionen werden v\u00f6llig verschiedene Versorgungsmodelle diskutiert, von denen manchen wenig mit SAPV zu tun haben.\u201c Deswegen wollen die rund 30 anwesenden Vertreter in Zukunft alle Schritte in der Entwicklung und Umsetzung der SAPV m\u00f6glichst eng miteinander abstimmen.<\/p>\n<p>\u201eSAPV ist immer eine multiprofessionelle Teamleistung. Das bleibt auch in strukturschwachen Gebieten das grundlegende Merkmal. Hier werden kreative L\u00f6sungen gebraucht\u201c, betont die Palliative Care Fachkraft Michaela Hach, Gro\u00df-Gerau, Schatzmeisterin des Fachverbandes SAPV Hessen.<\/p>\n<p>Der Wiesbadener Palliativmediziner Dr. Oliver Maier, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft f\u00fcr Palliativmedizin ist besorgt: \u201eDer Aufbau einer schnellen Fl\u00e4chendeckung darf nicht zu Lasten der Qualit\u00e4t gehen. Eine konsequente Entwicklung der bestehenden Teamstrukturen muss nachhaltig gestaltet werden. Wir beobachten mit Besorgnis eine Tendenz zu \u201eSAPV light\u201c, bei der die geforderte Qualit\u00e4t \u2013 z.B. eine st\u00e4ndige Rufbereitschaft qualifizierter \u00e4rztlicher und pflegerischer Palliativexperten \u2013 nicht realisiert wird.\u201c<\/p>\n<p>Die Entwicklung der Verhandlungen in Th\u00fcringen und Sachsen gestaltet sich sehr z\u00e4h. Alle Diskussionsteilnehmer waren sich einig, dass man die Vertragsinhalte aus Hessen gerne weitgehend empfehlen und \u00fcbernehmen w\u00fcrde. Winfried Mei\u00dfner, Leiter der Palliativabteilung der Universit\u00e4t Jena lobt die Kassen: \u201eDie hessischen Krankenkassen haben eine Vertragsstruktur geschaffen, die SAPV auch langfristig bei angemessener Qualit\u00e4t m\u00f6glich macht. Wir werden uns weiter daf\u00fcr einsetzen, dass auch die Palliativpatienten in Th\u00fcringen und Sachsen eine vergleichbare Versorgung erhalten.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. 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