{"id":66828,"date":"2010-08-16T01:35:06","date_gmt":"2010-08-15T23:35:06","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=66828"},"modified":"2010-08-16T08:35:16","modified_gmt":"2010-08-16T06:35:16","slug":"zukunftsprojekt-reiseregion-vogelsberg-das-touristische-bewusstsein-waechst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=66828","title":{"rendered":"Zukunftsprojekt: Reiseregion Vogelsberg &#8211; Das touristische Bewusstsein w\u00e4chst"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100813_Schotten.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-66829\" title=\"100813_Schotten\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100813_Schotten-265x198.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100813_Schotten-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100813_Schotten.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Vogelsberg. <\/strong>Bis vor wenigen Jahrzehnten war das hessische Mittelgebirge in der Hauptsache landwirtschaftlich gepr\u00e4gt und wurde nicht unter den g\u00e4ngigen deutschen Urlaubszielen gef\u00fchrt. Das soll nun ge\u00e4ndert werden. Man hat erkannt, dass der vulkanische Ursprung der Region ein Pluspunkt sein kann. Und seitdem Umwelt- und Naturschutz immer wieder ins Bewusstsein r\u00fccken, wie wichtig der Schutz besonderer Landschaften ist, beginnt ein Umdenken. Der Vorsitzende des Vereins Pro Vogelsberg Touristik e.V., Hubert Straub, bezeichnet den Vogelsberg als eine Art &#8220;Erlebnispark&#8221;, dessen Besucherfrequenz stark vom Wetter abh\u00e4ngig ist: &#8220;Bei idealem Wetter ist der Hoherodskopf, der Vogelsberger Hausberg, inzwischen sogar \u00fcberlaufen. Dagegen sind das dazu geh\u00f6rende St\u00e4dtchen Schotten und die D\u00f6rfer am Fu\u00dfe des Berges mit ihren Angeboten zwar wahrnehmbar, doch f\u00fcr das Gros der Besucher bisher nicht relevant.&#8221;<!--more--><\/p>\n<p>Wenn das regionale Angebot f\u00fcr Freizeit und Kultur in den Orten \u00f6ffentlich gemacht w\u00fcrde, k\u00f6nnten Ferieng\u00e4ste dort mit einsteigen. Nach Meinung von Straub sollen Touristen aus den Dorf-Gemeinschaften nicht ausgeschlossen bleiben: &#8220;Offene Angebote bieten f\u00fcr die wirtschaftliche und touristische Entwicklung der Region erweiterte M\u00f6glichkeiten &#8211; sozusagen im Rahmen eines integrativen Dorfkruges.&#8221; F\u00fcr den Leiter des Schottener Forstamtes, Dr. Bernd Ott, sind die Besucherzahlen &#8211; wenigstens im Winter &#8211; merklich angewachsen: &#8220;Das ist nat\u00fcrlich schneeabh\u00e4ngig.&#8221; Die neuen Wintersportangebote mit Skiverleih und \u00dcbungsloipe unterhalb des Hoherodskopfes an der Taufsteinh\u00fctte wurden gut angenommen. Jetzt soll die gleiche sportliche Zielgruppe f\u00fcr Radtouren in den Sommermonaten erreicht werden: &#8220;Radfahren auf den Waldwegen im Naturpark ist eine tolle Sache. Wir haben wenige Tabufl\u00e4chen f\u00fcr Erholungssuchende im Wald.&#8221;<\/p>\n<p>Das Land soll begehbar bleiben, jedoch nicht g\u00e4nzlich ohne Einschr\u00e4nkungen &#8211; Naturschutz-Fl\u00e4chen sind mit Schildern gekennzeichnet. &#8220;Eigentlich ist ja die Holzbewirtschaftung unser Gesch\u00e4ft&#8221;, meint Dr. Ott. &#8220;Trotzdem wollen wir helfen, im Rahmen eines sanften, naturvertr\u00e4glichen Tourismus die Besonderheiten und Natursch\u00f6nheiten f\u00fcr Besucher sichtbar zu machen.&#8221; Von Cornelia Reinders, Bereichsleiterin der Werkst\u00e4tten f\u00fcr behinderte Menschen und Annabel Schmidt, ihrer Marketingassistentin im gut frequentierten Vogelpark Schotten, erf\u00e4hrt man, dass die Zusammenarbeit mit der Gesellschaft f\u00fcr Tourismus und Stadtmarketing (GTS) in Schotten hervorragend klappt. Gleichwohl w\u00fcnscht man sich mehr und zus\u00e4tzliche Kooperation mit weiteren Anbietern sowie einen erweiterten Blick \u00fcber den Tellerrand: &#8220;Von der Bekanntheit einzelner Gruppierungen und Veranstaltungen k\u00f6nnten alle im Vogelsberg profitieren &#8211; so wie bei unserem Zusammenschluss mit der Sommerrodelbahn, dem Kletterwald und dem Infozentrum des Naturparks auf dem Hoherodskopf.&#8221;<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100813_Stadt.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-66830\" title=\"100813_Stadt\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100813_Stadt-265x353.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"353\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100813_Stadt-265x353.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100813_Stadt.jpg 399w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100813_Oberwald.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-66831\" title=\"100813_Oberwald\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100813_Oberwald-265x353.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"353\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100813_Oberwald-265x353.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100813_Oberwald.jpg 399w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><\/p>\n<p>F\u00fcr erstrebenswert h\u00e4lt man eine B\u00fcndelung von Interessen, z. B. bei Messeauftritten und einem kollektiven Veranstaltungskalender. Das k\u00f6nnte Ressourcen sparen und die Region insgesamt voranbringen. Auch das Einbeziehen von Vereinen und Dorfgemeinschaften, die &#8220;Manpower&#8221; mitbringen, wird als vorteilhaft erachtet. Bislang besteht die Mehrzahl der Vogelparkbesucher aus Einheimischen, dazu kommen viele aus der Umgebung von Frankfurt, Hanau und Fulda. Eigene Besucherbefragungen ergaben, dass die meisten der Stammkunden durch Mundpropaganda hinzugewonnen werden.<\/p>\n<p>Die Inhaberin des Landgasthofs Kupferschmiede in Schotten-Rainrod, Gudrun Straub, best\u00e4tigt die Beliebtheit von Zweit- oder Kurzurlauben im Vogelsberg. Doch trotz vieler Wandergruppen ist in der sommerlichen Hauptferienzeit ihr Dreisterne-Gasthof nicht ausgebucht. &#8220;Die Leute sind wahrscheinlich etwas sparsamer geworden&#8221;, glaubt sie. &#8220;Zudem ist der echte Tourismus in der Region bei den Einheimischen noch nicht richtig angekommen, obwohl unser Destinationsangebot inzwischen l\u00e4ngst vielf\u00e4ltiger geworden ist. Denn man braucht alle Menschen in der Region daf\u00fcr. Es k\u00f6nnen nicht nur Gastronomen und Touristiker das Gef\u00fchl &#8216;Urlaubsregion&#8217; nach au\u00dfen tragen.&#8221;<\/p>\n<p>Von den einheimischen Touristikern erhofft sich die Gastwirtin das Entwickeln neuer Strategien, Strukturen und weiterer interessanter Ideen, die zentral angeboten werden k\u00f6nnten. &#8220;Da unser Familienbetrieb 6,5 Tage durchgehend ge\u00f6ffnet ist, kann ich mir dar\u00fcber nicht auch noch Gedanken machen.&#8221; Im Vogelsberg ist es generell noch nicht gut m\u00f6glich, ausschlie\u00dflich von Einnahmen aus dem Tourismus zu leben. Das belegt u. a. Thomas Fritz, Sohn eines Landwirtes und Speditionsangestellter, der nebenberuflich eine moderne Fuhrhalterei in Ulrichstein-Rebgeshain betreibt. Seine Vogelsberger Familie empfindet die steigende Tendenz im Tourismus als sehr positiv. Sie ist mit der Erwartung verbunden, durch Umwandlung der landwirtschaftlichen Fl\u00e4che zu Zwecken der Erholung, Geld verdienen zu k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>Als Einheimische fahren Thomas Fritz und seine Frau Tina zum Bummeln und Einkaufen nicht &#8220;hinunter&#8221; in Richtung Schotten, sondern von ihrem Wohnort aus eher nach Lauterbach und Fulda. Ihrer Meinung nach ist auch dort der Tourismus nicht sp\u00fcrbar vorhanden, geschweige denn auf den D\u00f6rfern: &#8220;Uns fehlen wirkungsvolle regions\u00fcbergreifende Medien, die die Angebote allgemein bekannter machen k\u00f6nnten.&#8221; Der Jahresbericht, den Ralph Koster, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Gesellschaft f\u00fcr Tourismus und Stadtmarketing in Schotten (GTS), f\u00fcr 2009 k\u00fcrzlich vorlegte, best\u00e4tigt viele der Eindr\u00fccke. Seit der Gr\u00fcndung der GTS steigen die \u00dcbernachtungszahlen und der Umsatz kontinuierlich.<\/p>\n<p>Zum Schlagwort &#8220;Qualit\u00e4tstourismus&#8221; will Schotten in Zukunft mit einem guten Preis-Leistungsverh\u00e4ltnis punkten. &#8220;Wir m\u00fcssen weg von den Billigangeboten&#8221;, ist Koster \u00fcberzeugt. &#8220;Es wird investiert in die Umsetzung einer zentralen Buchbarkeit, bessere M\u00f6glichkeiten zur G\u00e4stebetreuung sowie die st\u00e4ndige Erreichbarkeit f\u00fcr unsere G\u00e4ste. In der Stadt selbst werden in den n\u00e4chsten Jahren verschiedene F\u00f6rderma\u00dfnahmen die Attraktivit\u00e4t erh\u00f6hen.&#8221;<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelsberg. Bis vor wenigen Jahrzehnten war das hessische Mittelgebirge in der Hauptsache landwirtschaftlich gepr\u00e4gt und wurde nicht unter den g\u00e4ngigen deutschen Urlaubszielen gef\u00fchrt. Das soll nun ge\u00e4ndert werden. 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