{"id":66811,"date":"2010-08-14T01:57:49","date_gmt":"2010-08-13T23:57:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=66811"},"modified":"2010-08-14T08:57:59","modified_gmt":"2010-08-14T06:57:59","slug":"land-hessen-will-defizit-bei-kernzonen-bis-ende-2011-beseitigen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=66811","title":{"rendered":"Land Hessen will Defizit bei Kernzonen bis Ende 2011 beseitigen"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100813_Kernzone.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-66812\" title=\"100813_Kernzone\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100813_Kernzone-265x199.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"199\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100813_Kernzone-265x199.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100813_Kernzone.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Hilders. <\/strong>Das Land Hessen wird noch in diesem Jahr damit beginnen, neue Kernzonen im hessischen Teil des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n auszuweisen. Bis Ende 2011 sollen dann die jetzt noch fehlenden 390 Hektar komplett sein. Das sagte Hessens Umweltministerin Silke Lautenschl\u00e4ger, als sie auf der Auersburg bei Hilders das Kernzonenkonzept f\u00fcr Hessen offiziell vorstellte. Hessen w\u00fcrde damit das nationale Kriterium der UNESCO erf\u00fcllen, das f\u00fcr deutsche Biosph\u00e4renreservate zwingend einen Anteil von drei Prozent Kernzone an der Gesamtfl\u00e4che vorschreibt. In Th\u00fcringen fehlen noch rund 800 Hektar Kernzone; in Bayern sind es aufgrund der geplanten erheblichen Erweiterung des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n sogar 3 500 Hektar. Bis zum Jahr 2013, wenn das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n vom deutschen Nationalkomitee f\u00fcr das Programm der UNESCO \u201eDer Mensch und die Biosph\u00e4re\u201c erneut \u00fcberpr\u00fcft wird, m\u00fcssen auch diese noch fehlenden Kernzonen ausgewiesen sein. \u201eWir in Hessen haben noch 50 Hektar Staatswald als Reserve vorgesehen, so dass wir die drei Prozent sogar \u00fcberbieten k\u00f6nnen\u201c, k\u00fcndigte Silke Lautenschl\u00e4ger an.<!--more--><\/p>\n<p>Das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n habe insgesamt eine Fl\u00e4che von 186 206 Hektar. 34,8 Prozent davon entfielen auf Hessen. \u201eWir als Land Hessen sind gemeinsam mit der Region gefordert, dieses Biosph\u00e4renreservat zu erhalten, weiter f\u00fcr den Tourismus zu werben, aber auch klar zu machen, dass eine solche Landschaft auch ganz naturbelassene Zonen braucht\u201c, sagte die Ministerin. Ihren ausdr\u00fccklichen Dank richtete sie an den Verein Natur- und Lebensraum Rh\u00f6n als Tr\u00e4ger- und F\u00f6rderverein f\u00fcr den hessischen Teil des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n. Der Verein hatte vor einigen Monaten ein Konzept f\u00fcr die Ausweitung von Kernzonen erarbeitet und dies mit allen beteiligten Akteuren der Region abgestimmt. \u201eOhne dieses Konzept w\u00e4ren wir nicht so weit gekommen\u201c, meinte Lautenschl\u00e4ger.<\/p>\n<p>Bis Ende dieses Jahres, erkl\u00e4rte sie, sollen diejenigen Fl\u00e4chen, die sich im Eigentum von Hessen-Forst befinden, in Kernzonen umgewandelt werden. Bis Ende 2011 sollen dann auch die restlichen in diesem Konzept vorgesehenen beziehungsweise noch zu verhandelnden Waldgebiete \u2013 einschlie\u00dflich der vorgesehenen Kommunal- und Privatw\u00e4lder \u2013 zu Kernzonen werden. F\u00fcr den Tausch beziehungsweise Ankauf von Fl\u00e4chen stelle das Land Hessen \u00fcber zwei Millionen Euro zur Verf\u00fcgung. \u201eTh\u00fcringen und Bayern befinden sich auf dem gleichen Weg, so dass ich \u00fcberzeugt davon bin, dass wir im Jahr 2013 die \u00dcberpr\u00fcfung des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n schaffen und vielleicht sogar als bestes Biosph\u00e4renreservat in ganz Deutschland abschneiden\u201c, sagte die Ministerin. Die Ausweisung von Kernzonen, betonte sie, k\u00f6nne nur in einem Abstimmungsprozess mit der Region und nicht vom gr\u00fcnen Tisch von Wiesbaden aus gelingen.<\/p>\n<p>In den letzten Jahren sei sehr viel \u201ein Moll\u201c diskutiert worden, was die m\u00f6gliche Aberkennung des Titels UNESCO-Biosph\u00e4renreservat f\u00fcr die Rh\u00f6n betrifft, wenn das nationale Kriterium von drei Prozent Kernzone nicht bis 2013 aufgebracht werden k\u00f6nne, erinnerte Fuldas Landrat Bernd Woide. Jetzt sei ein Konzept gelungen, weil dieses nicht von oben verordnet wurde, sondern an dem viele Partner aus der Region beteiligt waren. Seinen ausdr\u00fccklichen Dank richtete Woide an den Leiter der Hessischen Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n, Otto Evers, an den Sachgebietsleiter Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n beim Landkreis Fulda Martin Kremer sowie an den Sprecher des Forums Naturschutz &amp; Kulturlandschaft beim Verein Natur- und Lebensraum Rh\u00f6n, Joachim Schleicher, mit seinen ehrenamtlichen Mitstreitern. Sie h\u00e4tten sehr viele Gespr\u00e4che mit allen Beteiligten gef\u00fchrt, um das Kernzonenkonzept mit regionaler Akzeptanz zu untermauern.<\/p>\n<p>Foto: Carsten Kallenbach<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Hilders. Das Land Hessen wird noch in diesem Jahr damit beginnen, neue Kernzonen im hessischen Teil des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n auszuweisen. 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