{"id":66806,"date":"2010-08-14T01:13:51","date_gmt":"2010-08-13T23:13:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=66806"},"modified":"2010-08-14T09:05:13","modified_gmt":"2010-08-14T07:05:13","slug":"archaeologie-erklaert-die-wurzeln-unserer-heutigen-kultur-staatsministerin-kuehne-hoermann-besichtigt-keltische-relikte-auf-der-milseburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=66806","title":{"rendered":"Staatsministerin K\u00fchne-H\u00f6rmann besichtigt keltische Relikte auf der Milseburg"},"content":{"rendered":"<p><strong>Wiesbaden \/ Hofbieber. <\/strong>\u201eDie keltische Kultur, die sich vor 2500 Jahren \u00fcber weite Teile S\u00fcd- und Westeuropas erstreckte, erscheint wegen ihrer Schriftlosigkeit bis heute r\u00e4tselhaft. Die Arch\u00e4ologie hilft, die Geheimnisse dieser Kultur zu l\u00fcften und leistet so einen Beitrag, die Wurzeln unserer heutigen Kultur zu erkl\u00e4ren.\u201c Das hat Staatsministerin Eva K\u00fchne-H\u00f6rmann bei einem Besuch der wichtigsten keltischen Ringwallanlage in der Rh\u00f6n hervorgehoben. Bei ihrer Sommerreise besichtigte sie die Reste der keltischen Siedlung auf der Milseburg und Grabungsfunde. Mit der Arch\u00e4ologie seien l\u00e4ngst auch Aspekte der Struktur- und Wirtschaftspolitik verbunden, f\u00fcgte sie hinzu: \u201eGemeinden und Kreise bedienen sich ihrer bei der Ausrichtung kultureller und touristischer Aktivit\u00e4ten.\u201c<!--more--><\/p>\n<p>Der Fuldaer Fr\u00fchgeschichtsforscher Joseph Vonderau (1863-1951) hatte schon zwischen 1900 und 1906 Siedlungsspuren nachgewiesen. Neben Lanzen- und Pfeilspitzen und anderen Gegenst\u00e4nden aus Eisen entdeckte er zahllose Keramikbruchst\u00fccke \u2013 Hinweise auf eine lang dauernde Besiedlung des Bergs Milseburg, auf dem auch ein 1.300 Meter langer Steinwall, drei Tore und mehrere kleine W\u00e4lle gefunden wurden. Bei Grabungen 2003 und 2004 ergab ein Schnitt durch den \u00e4u\u00dferen Wall die beeindruckende Mauerbreite von knapp vier Metern. Nach heutigem Kenntnisstand reicht die Besiedlung der Milseburg von der so genannten Urnenfelderzeit bis in die Sp\u00e4tlat\u00e8nezeit (13. bis 1. Jh. v. Chr.). Ein arch\u00e4ologischer, mit Informationstafeln versehener Wanderweg erschlie\u00dft das einzigartige Bodendenkmal; eine moderne Installation visualisiert die Monumentalit\u00e4t der Ringmauer.<\/p>\n<p>Neben der Milseburg gibt es in Hessen weitere imposante Gel\u00e4ndedenkm\u00e4ler keltischer Kultur, etwa die Wallanlagen am Altk\u00f6nig und das Heidetr\u00e4nk-Oppidum im Taunus oder den D\u00fcnsberg bei Gie\u00dfen. Am bedeutendsten keltischen Fundort, dem Glauberg in der Wetterau, entsteht zurzeit die \u201eKeltenwelt am Glauberg \u2013 Arch\u00e4ologischer Park, Museum, Forschungsinstitut\u201c. Dort, wo die lebensgro\u00dfe Statue des Keltenf\u00fcrsten und seine sensationellen Grabbeigaben gefunden wurden, wird vom Fr\u00fchjahr 2011 an die keltische Epoche in Hessen dokumentiert. \u201eMit dem Bau des Keltenmuseums kommt das Land der Verwirklichung des Konzepts eines auf mehrere Stationen in Hessen verteilten dezentralen arch\u00e4ologischen Landesmuseums einen gro\u00dfen Schritt n\u00e4her\u201c, sagte K\u00fchne-H\u00f6rmann.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Wiesbaden \/ Hofbieber. \u201eDie keltische Kultur, die sich vor 2500 Jahren \u00fcber weite Teile S\u00fcd- und Westeuropas erstreckte, erscheint wegen ihrer Schriftlosigkeit bis heute r\u00e4tselhaft. 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