{"id":66260,"date":"2010-08-06T01:52:27","date_gmt":"2010-08-05T23:52:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=66260"},"modified":"2010-08-05T19:52:46","modified_gmt":"2010-08-05T17:52:46","slug":"eine-frohnatur-aus-weyhers-pfarrer-oskar-seufert-wird-80","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=66260","title":{"rendered":"Eine Frohnatur aus Weyhers \u2013 Pfarrer Oskar Seufert wird 80"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100805_PfarrerSeufert.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-66265\" title=\"100805_PfarrerSeufert\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100805_PfarrerSeufert-265x397.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"397\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100805_PfarrerSeufert-265x397.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100805_PfarrerSeufert.jpg 399w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Eichenzell.<\/strong> Seinen 80. Geburtstag kann am 6. August Geistlicher Rat Pfarrer i. R. Oskar Seufert feiern. Der langj\u00e4hrige Pfarrer und Dechant von Johannesberg, der nicht nur bei seinen fr\u00fcheren Ministranten als engagierter Seelsorger, unerm\u00fcdlicher Organisator und Frohnatur in bester Erinnerung geblieben ist, stammt aus Weyhers in der Rh\u00f6n und lebt heute in Rothemann. Der Jubilar wuchs als j\u00fcngstes von sechs Geschwistern auf, von denen zwei im Kindesalter starben und zwei im Zweiten Weltkrieg ums Leben kamen; lediglich die Schwester \u00fcberlebte noch. Als Sp\u00e4tberufener trat Seufert im Fr\u00fchjahr 1956 ins Fuldaer Priesterseminar ein. Besonders gerne erinnert er sich an die vielen Theologentage \u2013 damals besuchten die Seminaristen die Gemeinden im Bistum \u2013 , insbesondere die \u201eBunten Abende\u201c, bei denen er Heinz Erhardt imitierte. Nach Ende seiner philosophisch-theologischen Studien, die ihn auch nach M\u00fcnchen gef\u00fchrt hatten, wurde er am 14. April 1962 im Fuldaer Dom durch Bischof Adolf Bolte zum Priester geweiht. Die Primiz feierte er neun Tage sp\u00e4ter in seiner Heimatpfarrkirche St. Bonifatius \u2013 die erst im Juli 2005 mit der Primiz des heutigen Bischofssekret\u00e4rs Dirk G\u00e4rtner wieder eine solche Feier erleben sollte.<!--more--><\/p>\n<p>Auf die Priesterweihe folgten f\u00fcnf Kaplansjahre in Hattenhof mit den Filialen Kerzell und Rothemann, in denen Pfarrer Seufert heute noch als Ruhest\u00e4ndler aushilft. Im April 1967 kam er als Kaplan nach St. Jakobus H\u00fcnfeld mit seiner Filiale Sargenzell. Am 1. M\u00e4rz 1969 wurde der Jubilar Pfarrer der Pfarrei St. Johannes d. T\u00e4ufer zu Johannesberg, wo er bis zu seinem Eintritt in den Ruhestand im September 1997 \u00fcber 28 Jahre als eifriger Seelsorger wirkte und als Religionslehrer in der Grundschule t\u00e4tig war. Dabei kam ihm nicht zuletzt auch seine Erfahrung in der kirchlichen Jugend- und Verbandsarbeit zugute.<\/p>\n<p>Als einer der ersten im Bistum gestaltete er seine Pfarrbriefe mit Hilfe des Offsetdrucks und sandte Sternsinger aus. Pfarrer Seufert entfaltete eine intensive Baut\u00e4tigkeit, so in Pfarrheim und Pfarrhaus und dann in der Pfarrkirche selbst, die 1976\/77 eine Fu\u00dfbodenheizung erhielt. Da man auf Fundamente von Vorg\u00e4ngerkirchen und Gr\u00e4ber fr\u00fcherer Pr\u00f6pste von Johannesberg stie\u00df, fanden monatelang Grabungen statt. Der Chorraum bekamt einen neuen Zelebrationsaltar, erbaut aus den Fundamentbasen einer Vorg\u00e4ngerkirche. In den 80er Jahren folgte schlie\u00dflich die Au\u00dfenrenovierung der Pfarrkirche St. Johannes d. T\u00e4ufer. 1995\/96 schlie\u00dflich konnte die unweit der Kirche befindliche alte Schule aus der Zeit um 1750 zu einem ger\u00e4umigen Pfarrzentrum umgebaut werden, das den Namen \u201eJohanneshaus\u201c tr\u00e4gt.<\/p>\n<p>Im Dezember 1986 wurde Pfarrer Seufert in Anerkennung seiner Verdienste von Erzbischof Dr. Johannes Dyba zum Geistlichen Rat ernannt. Das Vertrauen seiner Mitbr\u00fcder berief ihn 1987 zum Dechanten des Dekanates Johannesberg, nachdem er bereits seit 1978 das Amt des stellvertretenden Dechanten wahrgenommen hatte. Zwei weitere Male ernannte ihn Erzbischof Dyba zum Dechanten von Johannesberg. Besonders gerne erinnert sich Pfarrer Seufert an ein \u201eseelsorglich frohmachendes und unverge\u00dfliches Ereignis\u201c im Herbst 1991: damals fand n\u00e4mlich im gesamten Dekanat Johannesberg eine gro\u00dfe Gemeindemission mit Oblaten- und Pallottinerpatres statt. In Johannesberg hatte diese Mission eine ungeheure Resonanz \u2013 \u00fcber 900 Kassetten mit den aus Anla\u00df der Mission gehaltenen Predigten der Oblatenpatres Theo Gildehaus und Klaus Wand wurden von den Gl\u00e4ubigen bestellt.<\/p>\n<p>Am 31. August 1997 wurde Pfarrer Seufert, der Erzbischof Dyba aus gesundheitlichen Gr\u00fcnden um Versetzung in den Ruhestand gebeten hatte, feierlich von seiner Pfarrei verabschiedet. Zugleich wurde sein Nachfolger Pfarrer Michael Oswald ins Amt eingef\u00fchrt. Zus\u00e4tzlich zu seiner Aushilfe in Rothemann und Umland hat der Jubilar \u00fcber Jahre auch in K\u00fcnzell bei Pfarrer Willi Schmitt gerne ausgeholfen. Auch vertrat er die Ruhestandsgeistlichen im Priesterrat der Di\u00f6zese. Von Februar 1999 bis Juli 2010 war Pfarrer Seufert Geistlicher Beirat f\u00fcr den Kreuzbund e. V. der Di\u00f6zese Fulda, eine Selbsthilfe- und Helfergemeinschaft f\u00fcr Suchtkranke und deren Angeh\u00f6rige. (bpf)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Eichenzell. Seinen 80. Geburtstag kann am 6. August Geistlicher Rat Pfarrer i. R. Oskar Seufert feiern. Der langj\u00e4hrige Pfarrer und Dechant von Johannesberg, der nicht nur bei seinen fr\u00fcheren Ministranten als engagierter Seelsorger, unerm\u00fcdlicher Organisator und Frohnatur in bester Erinnerung geblieben ist, stammt aus Weyhers in der Rh\u00f6n und lebt heute in Rothemann. 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