{"id":65978,"date":"2010-08-03T04:44:51","date_gmt":"2010-08-03T02:44:51","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=65978"},"modified":"2010-08-02T18:45:15","modified_gmt":"2010-08-02T16:45:15","slug":"ausserbetriebliche-ausbildung-bietet-schwervermittelbaren-jugendlichen-chance-auf-berufsabschluss","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=65978","title":{"rendered":"Au\u00dferbetriebliche Ausbildung bietet schwervermittelbaren Jugendlichen Chance auf Berufsabschluss"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100802_Ausbildung.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-65979\" title=\"100802_Ausbildung\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100802_Ausbildung-265x175.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"175\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100802_Ausbildung-265x175.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/08\/100802_Ausbildung.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda. <\/strong>Nicht alle Jugendlichen finden auf dem allgemeinen Ausbildungsmarkt einen Ausbildungsplatz. Probleme, die dies verhindern, k\u00f6nnen im schulischen, famili\u00e4ren oder sozialen Bereich liegen. Beispiele sind ein fehlender oder schwacher Schulabschluss, die mangelnde Unterst\u00fctzung durch das soziale Umfeld, eigene Kinder, die betreut werden m\u00fcssen, oder auch psychische Auff\u00e4lligkeiten. F\u00fcr solche Jugendlichen bietet die Berufsausbildung in au\u00dferbetrieblichen Einrichtungen (BaE) die M\u00f6glichkeit, einen beruflichen Abschluss zu erwerben, wodurch wiederum die Chancen auf dem Arbeitsmarkt steigen. <!--more--><\/p>\n<p>Die au\u00dferbetriebliche Berufsausbildung ist kein neues F\u00f6rderinstrument und wird sowohl von der Arbeitsagentur als auch dem Amt f\u00fcr Arbeit und Soziales des Landkreises Fulda angeboten. Beim Amt f\u00fcr Arbeit und Soziales ist Anke Wehner als Koordinatorin f\u00fcr das Programm zust\u00e4ndig. Ihr stehen Daniel Stickel und Tatjana Lotz als Ma\u00dfnahmebetreuer zur Seite. Die Durchf\u00fchrung erfolgt entweder in integrativer Form, so zum Beispiel bei Gr\u00fcmel und beim Educationcenter BBZ, oder als kooperative Ausbildung. Dabei arbeitet der Landkreis mit dem Bildungswerk der Hessischen Wirtschaft und dem Bildungszentrum des Hessischen Handels zusammen, die sich f\u00fcr den fachpraktischen Teil Kooperationsbetriebe suchen.<\/p>\n<p>Die Ausbildungsberufe und deren Inhalte sind bei der au\u00dferbetrieblichen die gleichen wie bei der betrieblichen Ausbildung. So kann man bei Gr\u00fcmel unter anderem Tischler, G\u00e4rtner, Koch, Hauswirtschafterin und Elektriker lernen. Die Tr\u00e4ger der kooperativen Ausbildung bieten gemeinsam mit Partnern wie Tegut, Rewe oder Obi au\u00dferbetriebliche Ausbildungen im Einzelhandel, im Kfz- und Metallhandwerk, in der Lager-Logistik sowie im medizinischen Bereich an. Der entscheidende Unterschied zur betrieblichen Ausbildung besteht darin, dass die Teilnehmer an au\u00dferbetrieblichen Ausbildungslehrg\u00e4ngen neben dem regul\u00e4ren Besuch der Berufsschule St\u00fctzunterricht und eine sozialp\u00e4dagogische Begleitung erhalten.<\/p>\n<p>Mit Hilfe der sozialp\u00e4dagogischen Begleitung sollen die Probleme der Jugendlichen aufgearbeitet werden, wie beispielsweise \u00dcberschuldung oder Schwierigkeiten bei der Alltagsbew\u00e4ltigung. Die Ma\u00dfnahme dauert in der Regel drei Jahren. Vom Amt f\u00fcr Arbeit und Soziales wird j\u00e4hrlich ein neuer Ausbildungslehrgang f\u00fcr Jugendliche eingerichtet, die Arbeitslosengeld II beziehen. Bei der au\u00dferbetrieblichen Berufsausbildung handelt es sich um eine personalintensive Hilfeform. Im Verlauf von drei Jahren fallen pro Person durchschnittlich Kosten von 35.000 Euro an, die aus Bundesmitteln finanziert werden. Darin sind Ausbildungsverg\u00fctung, Sozialversicherungsbeitr\u00e4ge und Regiekosten des Ma\u00dfnahmetr\u00e4gers enthalten.<\/p>\n<p>Das Programm wird gut von den Jugendlichen angenommen, da es oftmals die letzte M\u00f6glichkeit darstellt, doch noch zu einem beruflichen Abschluss zu kommen. Nachdem die Fallmanager geeignete Kandidaten vorschlagen haben, entscheidet das Team um Anke Wehner gemeinsam mit den Bildungstr\u00e4gern \u00fcber eine Teilnahme, wobei sehr stark auf Auswahlkriterien wie Motivation und Durchhalteverm\u00f6gen Wert gelegt wird. Wenn es Schwierigkeiten w\u00e4hrend der Ausbildung gibt, k\u00f6nnen diese die \u00fcblichen arbeitsrechtlichen Konsequenzen zur Folge haben. Bevor es jedoch zu Abmahnungen oder der vorzeitigen Beendigung eines Ausbildungsverh\u00e4ltnisses kommt, schaltet sich das Amt f\u00fcr Arbeit und Soziales ein.<\/p>\n<p>\u201eSo schnell geben wir niemanden auf. Wir versuchen aktiv auf die Jugendlichen zuzugehen und unsere Hilfe anzubieten\u201c, erkl\u00e4ren Anke Wehner und Daniel Stickel \u00fcbereinstimmend. Oft manchen sie dabei die Beobachtung, dass sich die Auszubildenden im Verlauf von drei Jahren in ihrer Pers\u00f6nlichkeit weiterentwickeln und erkennen, worum es f\u00fcr sie geht. So haben im vergangenen Jahr von urspr\u00fcnglich 26 Teilnehmern 19 einen Berufsabschluss erreicht, was nach Einsch\u00e4tzung der Verantwortlichen angesichts der schwierigen individuellen Ausgangslagen einer guten Erfolgsquote entspricht.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Nicht alle Jugendlichen finden auf dem allgemeinen Ausbildungsmarkt einen Ausbildungsplatz. Probleme, die dies verhindern, k\u00f6nnen im schulischen, famili\u00e4ren oder sozialen Bereich liegen. 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