{"id":65678,"date":"2010-07-28T03:55:43","date_gmt":"2010-07-28T01:55:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=65678"},"modified":"2010-07-28T07:56:10","modified_gmt":"2010-07-28T05:56:10","slug":"zurueck-aus-suedafrika-begeistert-von-einem-atemberaubenden-land","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=65678","title":{"rendered":"Zur\u00fcck aus S\u00fcdafrika: Begeistert von einem \u201eatemberaubenden Land\u201c"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/100727_AnnaLenaMay1.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-65680\" title=\"100727_AnnaLenaMay1\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/100727_AnnaLenaMay1-265x198.jpg\" alt=\"\" hspace=\"5\" width=\"265\" height=\"198\" align=\"left\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/100727_AnnaLenaMay1-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/100727_AnnaLenaMay1.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><strong>Sch\u00f6nau.<\/strong> Es war noch richtig kalt in der Rh\u00f6n, und auch die Fu\u00dfballweltmeisterschaft war noch Wochen entfernt, als Anna-Lena May aus Sch\u00f6nau an der Brend nach S\u00fcdafrika flog, um ein viermonatiges Praktikum im Partner-Biosph\u00e4renreservat \u201eKruger to Canyons\u201c zu absolvieren. Vor kurzem setzte der Flieger wieder in Frankfurt auf. \u201eBegeistert ist fast nicht der richtige Ausdruck; S\u00fcdafrika ist einfach ein atemberaubendes Land\u201c, sagt sie heute r\u00fcckblickend. <!--more--><\/p>\n<p>Schon seit ihrer fr\u00fchen Jugend wollte sich Anna-Lena in einem sozialen Projekt in Afrika engagieren. Jetzt konnte ihr Wunsch Wirklichkeit werden: Eine soziale Initiative nennt sich n\u00e4mlich \u201eHlokomela\u201c und wird von insgesamt 49 Farmen im Biosph\u00e4renreservat \u201eKruger to Canyons\u201c getragen, dem Partner-Biosph\u00e4renreservat des bayerischen Teils des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n. Hierbei geht es besonders um die Verbesserung der sozialen Bedingungen f\u00fcr die in der Saison bis zu 8 500 besch\u00e4ftigten Arbeiter und Arbeiterinnen. Unter anderem betreiben die Farmen ein Gesundheitszentrum. Krankheiten wie HIV (Aids) oder Tuberkulose sind Schwerpunkterkrankungen, die dort kostenfrei behandelt werden.<\/p>\n<p>Dar\u00fcber hinaus gibt es einen gro\u00dfen \u00d6ko-Kr\u00e4utergarten, der an eine Zitrusfarm angeschlossen ist. Arbeiter mit gesundheitlichen Problemen werden zum einen regelm\u00e4\u00dfig kostenfrei mit diesen (Heil-)Kr\u00e4utern und mit frischem Gem\u00fcse versorgt, zum anderen wird ein Teil der Ernte vermarktet, um wieder Geld in das Projekt investieren zu k\u00f6nnen. Hinzu kommen Bildungsprogramme f\u00fcr eine gesunde Ern\u00e4hrungs- und Lebensweise f\u00fcr die Arbeiter und Arbeiterinnen, die w\u00e4hrend der Saison oftmals viele Monate von ihren Familien entfernt auf den Farmen leben. Auch geht es um Anregungen zur sinnvollen Freizeitgestaltung, in erster Linie um gemeinsamen Sport und gesunde Bewegung. \u201eIn diesem komplexen agro-sozialen Projekt habe ich mitgearbeitet und immer wieder ganz besondere Begegnungen mit so netten und herzlichen Menschen erlebt\u201c, sagt Anna-Lena May.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/100727_AnnaLenaMay2.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-65681\" title=\"100727_AnnaLenaMay2\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/100727_AnnaLenaMay2-265x198.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/100727_AnnaLenaMay2-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/100727_AnnaLenaMay2.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/100727_AnnaLenaMay3.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-65682\" title=\"100727_AnnaLenaMay3\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/100727_AnnaLenaMay3-265x196.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"196\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/100727_AnnaLenaMay3-265x196.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/100727_AnnaLenaMay3.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Drei Monate hat sie gemeinsam mit den Arbeiterinnen und Arbeitern Kr\u00e4uter geschnitten und nach Bestellung abgepackt, die an die umliegenden  Restaurants, Superm\u00e4rkte und Lodges geliefert werden. Bei der t\u00e4glichen Arbeit im Garten wurde immer der Leitspruch der Partnerschaft gelebt: \u201eDoing together \u2013 Learning together\u201c, um voneinander zu lernen. Auch an der Herstellung so genannter \u201eDuftkr\u00e4uter-Tierchen\u201c, vergleichbar mit den bei uns bekannten Duftkissen, war die Sch\u00f6nauerin beteiligt. Au\u00dferdem war sie aktiv an einem weiteren Sozialprojekt in einem Township engagiert. \u201eDort gibt es ein Geb\u00e4ude, das einen Kindergarten und ein Aidsprojekt beherbergt. Wir haben dort gemeinsam einen Garten angelegt. Auch eine Bew\u00e4sserungsleitung gibt es jetzt \u2013 es war das erste Mal, dass ich versucht habe, zu l\u00f6ten \u2013 und es hat geklappt\u201c, erz\u00e4hlt Anna-Lena. Die Menschen im Township wissen jetzt auch, wie ein richtiger Kompost angelegt wird.<\/p>\n<p>\u201eDas Bestreben von Anna-Lena May, sich im Hlokomela-Projekt einzubringen, hat bestens geklappt. Ihre Kenntnisse aus der Landwirtschaft und aus dem Bio-Betrieb ihrer Familie haben ihr dabei geholfen\u201c, sagt die stellvertretende Leiterin der bayerischen Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n, Dr. Doris Pokorny, die sich von Anfang an f\u00fcr das Praktikum im Partner-Biosph\u00e4renreservat eingesetzt und auch wichtige Kontakte dorthin vermittelt hatte. Das Praktikum habe Anna-Lena May die nahezu einmalige M\u00f6glichkeit gegeben, in die Welt der Schwarzen und Wei\u00dfen gleicherma\u00dfen einzutauchen. Auch sei ihr Aufenthalt \u201eein Spagat zwischen Vier-Sterne-Lodge und Township\u201c gewesen, also eine Vielfalt an Erlebniswerten.<\/p>\n<p>\u201eDie Partnerschaft dient dem gegenseitigen, interkulturellen Lernen auf gleicher Augenh\u00f6he. F\u00fcr uns als Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservats war Anna-Lena eine Botschafterin der Rh\u00f6n. Gleichzeitig konnte sie sehr viel von den Menschen und ihrer Lebensweise und -einstellung in S\u00fcdafrika lernen\u201c, hebt Dr. Doris Pokorny hervor. Auch im s\u00fcdafrikanischen Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n sei man froh gewesen, dass dieses Praktikum zustande kam. \u201eWir planen deshalb, diesen begonnenen Austausch in Form von Praktika gegenseitig fortzuf\u00fchren.\u201c Pokorny wertet den Aufenthalt von Anna-Lena May als wichtigen Impuls f\u00fcr die Partnerschaft zwischen beiden befreundeten Biosph\u00e4renreservaten. Innerhalb des Gartenbauprojekts habe die junge Frau aus Sch\u00f6nau viele Abl\u00e4ufe optimieren k\u00f6nnen. Au\u00dferdem habe sie einen Empfehlungsbericht geschrieben, um weitere Verbesserungen beim Anbau der Kr\u00e4uter zu erzielen. Das reiche bis hin zum Anbau spezieller Kulturen, die zukunftsf\u00e4hig sind. Einen wesentlichen Schwerpunkt in ihren Empfehlungen habe sie auf die Ausweitung des \u00d6kolandbaus gelegt.<\/p>\n<p>Das Praktikum von Anna-Lena May bestand jedoch nicht nur aus Arbeit. \u201eIch hatte die Gelegenheit, die Weite des Landes und die Sch\u00f6nheit der Landschaft zu genie\u00dfen\u201c, schw\u00e4rmt sie. Unter anderem war sie auch am \u201eGods window\u201c, einem Berg, der eine herrliche Aussicht erlaubt und der aus dem Film \u201eDie G\u00f6tter m\u00fcssen verr\u00fcckt sein\u201c bekannt ist. Insgesamt vier Mal hielt sie sich im Kr\u00fcger-Nationalpark auf und konnte dort die atemberaubende Tiervielfalt hautnah erleben. Beeindruckend sei auch der Besuch eines Rehabilitationszentrums f\u00fcr Tiere gewesen, die Verletzungen durch Autounf\u00e4lle oder durch Wilderei haben und langsam wieder in die Natur zur\u00fcckgef\u00fchrt werden. \u201eEin echtes Erlebnis war das Nachhaltigkeitsfestival, bei dem es ein gro\u00dfes kulturelles Angebot und die ganze Bandbreite von Solaranlagen bis hin zum Biolandbau gab\u201c, berichtet Anna-Lena May.<\/p>\n<p>Einen hohen Stellenwert in S\u00fcdafrika gilt dem Sport, und hierbei insbesondere dem Fu\u00dfball. Die sportliche Bet\u00e4tigung in Form von Wettk\u00e4mpfen tr\u00e4gt in erster Linie zur sinnvollen Freizeitbesch\u00e4ftigung und damit zur Minimierung der Kriminalit\u00e4t bei. Mit Hilfe von Spendengeldern, die ihre deutschen Freunde zusammen getragen hatten, konnte Anna-Lena May zwei komplette Fu\u00dfballausr\u00fcstungen an ein Frauen- und ein M\u00e4nner-Team \u00fcbergeben. Auf ihnen steht \u201eDoing together \u2013 learning together\u201c, was wie bekannt das Motto der Partnerschaft zwischen beiden Biosph\u00e4renreservaten ist.<\/p>\n<p>Und auch noch eines begeisterte Anna-Lena May: \u201eDie Mitmenschlichkeit ist noch nicht verloren gegangen. Wenn es Missverst\u00e4ndnisse oder Probleme gibt, dann wird so lange dar\u00fcber gesprochen und Zeit genommen, bis sie ausger\u00e4umt sind.\u201c<\/p>\n<p>\u201eZum Abschluss dieser wundersch\u00f6nen erlebnisreichen Zeit m\u00f6chte ich mich noch einmal ganz herzlich f\u00fcr die Vermittlung bei Dr. Doris Pokorny und allen aktiven Menschen dieser Partnerschaft bedanken, ohne diese w\u00e4re das Ganze so nicht m\u00f6glich gewesen\u201c, hebt Anna-Lena May hervor.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Sch\u00f6nau. 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