{"id":65635,"date":"2010-07-30T02:39:01","date_gmt":"2010-07-30T00:39:01","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=65635"},"modified":"2010-07-30T07:39:11","modified_gmt":"2010-07-30T05:39:11","slug":"verbindung-von-naturschutz-landwirtschaft-und-tourismus-als-erfolgsmodell-fuer-die-rhoen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=65635","title":{"rendered":"Verbindung von Naturschutz, Landwirtschaft und Tourismus als Erfolgsmodell f\u00fcr die Rh\u00f6n"},"content":{"rendered":"<p><strong>Eckarts.<\/strong> Internationalen Besuch erhielt dieser Tage die gro\u00dffl\u00e4chige Auenweide an der Sinn am Ortseingang von Eckarts, auf der seit einiger Zeit Rinder der Rasse Fr\u00e4nkisches Gelbvieh grasen. Teilnehmer aus Bulgarien, Rum\u00e4nien, Ungarn, der Slowakei, Estland, Finnland, Belgien, \u00d6sterreich und Deutschland informierten sich hier nicht nur \u00fcber die extensive Gr\u00fcnlandnutzung unter naturschutzfachlichen Aspekten, sondern auch \u00fcber die Vermarktung der Tiere in der heimischen Gastronomie.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/100727_Eckarts1.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-65637\" title=\"100727_Eckarts1\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/100727_Eckarts1-265x150.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"150\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/100727_Eckarts1-265x150.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/100727_Eckarts1.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/100727_Eckarts2.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-65638\" title=\"100727_Eckarts2\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/100727_Eckarts2-265x151.jpg\" alt=\"\" width=\"265\" height=\"151\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/100727_Eckarts2-265x151.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/07\/100727_Eckarts2.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><!--more-->Das Projekt, das die Entwicklung einer naturschutzorientierten Gr\u00fcnlandnutzung in Mittel- und Osteuropa und den Aufbau einer internationalen Kooperation zum Ziel hat, nennt sich \u201eTrinet\u201c und wird von der Deutschen Bundesstiftung Umwelt gef\u00f6rdert. Zum internationalen Workshop im Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n hatte Prof. Dr. Eckhard Jedicke vom Verein Rh\u00f6n Natur e.V. eingeladen, der schon zahlreiche Projekte in der Rh\u00f6n betreute, darunter auch das Gr\u00fcnlandprojekt im Biosph\u00e4renreservat f\u00fcr die Regionale Arbeitsgemeinschaft Rh\u00f6n, das eine extensive, ganzj\u00e4hrige und gro\u00dffl\u00e4chige Beweidung naturschutzrelevanter Fl\u00e4chen zum Ziel hat.<\/p>\n<p>\u201eMit diesem internationalen Projekt wollen wir Erfahrungen austauschen, die in Bezug auf die Gr\u00fcnlandbewirtschaftung in verschiedenen europ\u00e4ischen L\u00e4ndern gesammelt werden\u201c, sagt Jedicke. \u201eWir wollen herausfinden, welche Gr\u00fcnlandtypen man wie beweiden muss, um den besten Effekt zu haben, und nat\u00fcrlich geht es auch um den \u00f6konomischen Nutzen f\u00fcr den Landwirt\u201c, erg\u00e4nzt er. Im Mittelpunkt stehe die Offenhaltung der Landschaft und damit verbunden eine m\u00f6glichst hohe Artenvielfalt. \u201eUnser Ziel in der Rh\u00f6n ist es, durch die gezielte Beweidung von Gr\u00fcnlandfl\u00e4chen eine Nutzung zu schaffen, die eine sch\u00f6ne Landschaft produziert, in der es eine artenreiche Pflanzen- und Tierwelt gibt, aber die auch den Menschen ein Auskommen garantiert. In der Rh\u00f6n m\u00fcssen wir Naturschutz, Landwirtschaft und Tourismus miteinander verbinden, denn das ist das Erfolgsmodell f\u00fcr diese Region.\u201c Diese Kooperation besitze Vorbildcharakter auch auf europ\u00e4ischer Ebene.<\/p>\n<p>Das Projekt \u201eTrinet\u201c startete im Januar 2009 im Burgenland in \u00d6sterreich. Danach folgten auf nationaler Ebene Workshops, vor allem mit aktiven Landwirten. \u201eJetzt gibt es den Auftrag an die Projektpartner, in ihren L\u00e4ndern neue Konzepte f\u00fcr die Gr\u00fcnlandbeweidung zu entwickeln. Der finanzielle Aspekt steht bei unserem Projekt nicht im Vordergrund; der Wissensaustausch zwischen den beteiligten L\u00e4ndern ist der wesentliche Faktor\u201c, erkl\u00e4rt Jedicke. Die Probleme seien in allen L\u00e4ndern \u00e4hnlich: Gro\u00dfe Fl\u00e4chen fallen brach, weil sich die Landwirtschaft immer mehr zur\u00fcckziehe. Dadurch nehme die Verbuschung auf diesen Fl\u00e4chen zu. In den osteurop\u00e4ischen L\u00e4ndern gebe es eine sehr starke Landflucht; die Jugend wandere in die St\u00e4dte ab. \u201eEs besteht die Notwendigkeit, vor allem vor dem Hintergrund der europ\u00e4ischen Richtlinie Natura 2000, diese Fl\u00e4chen zu bewirtschaften \u2013 ebenso aber auch zur Schaffung von Einkommensm\u00f6glichkeiten f\u00fcr die Bev\u00f6lkerung. Und das Maul des Viehs ist nun einmal die beste Pflege. Deshalb ist es auch ein Anliegen des Projekts, den Landwirten Alternativen aufzuzeigen, wie sie gezielt h\u00f6herpreisige Produkte beispielsweise in der regionalen Gastronomie vermarkten k\u00f6nnen\u201c, sagt Jedicke.<\/p>\n<p>So sahen sich die Teilnehmer des internationalen Workshops nicht nur verschiedene Gr\u00fcnlandfl\u00e4chen in der N\u00e4he von W\u00fcstensachsen, Eckarts und Bischofsheim-Frankenheim an, sondern bekamen von Brigitte Vorndran vom Gasthof Dickas in Bischofsheim auch einen Einblick in die Praxis, wie die Zusammenarbeit zwischen Produzenten und Gastronomen im Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n funktioniert. Dies erl\u00e4uterte sie am regionalen Konzept ihres Gasthofs, der neben Rh\u00f6nschaf auch Ziege und seit einiger Zeit Fleisch vom Gelben Frankenvieh anbietet. Au\u00dferdem berichtete Michael Geier, Leiter der Bayerischen Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n, den G\u00e4sten \u00fcber die Bem\u00fchungen der Dachmarke Rh\u00f6n, regionale Netzwerke aufzubauen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Eckarts. Internationalen Besuch erhielt dieser Tage die gro\u00dffl\u00e4chige Auenweide an der Sinn am Ortseingang von Eckarts, auf der seit einiger Zeit Rinder der Rasse Fr\u00e4nkisches Gelbvieh grasen. 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