{"id":65456,"date":"2010-08-02T01:43:37","date_gmt":"2010-08-01T23:43:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=65456"},"modified":"2010-08-01T08:43:53","modified_gmt":"2010-08-01T06:43:53","slug":"kirchliche-beratungsstellennotwendige-lebensperspektiven-fuer-frauen-und-familien","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=65456","title":{"rendered":"Kirchliche Beratungsstellen:\u201eNotwendige Lebensperspektiven f\u00fcr Frauen und Familien\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda\/Hanau\/Kassel\/Marburg<\/strong> (bpf). 3.046 Frauen und ihre Familien wurden im Jahr 2009 durch die Beraterinnen der Schwangerenberatung des Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in der Di\u00f6zese Fulda in \u00fcber 6.000 Einzelberatungen zu psychosozialen und finanziellen Notlagen unterst\u00fctzt und begleitet. Die f\u00fcnf katholischen Schwangerenberatungsstellen des SkF im Bistum bieten laut Elisabeth Werthm\u00fcller, Di\u00f6zesanreferentin des SkF, schon w\u00e4hrend einer Schwangerschaft und nach der Geburt eines Kindes in existentiellen Notlagen sowie belastenden Alltagsschwierigkeiten einer Frau oder Familie Hilfe und Begleitung an und setzen sich damit ganz wesentlich f\u00fcr den Schutz des ungeborenen Lebens ein. Wenn Eltern \u00fcberfordert und Kinder in Gefahr seien, k\u00e4men Hilfen oft zu sp\u00e4t. Der Sozialdienst setze auf pr\u00e4ventive Ma\u00dfnahmen und sei auch in akuten Notlagen f\u00fcr die Frauen da. \u201eDer SkF bietet notwendige, d. h. not-wendende, Lebensperspektiven f\u00fcr Frauen und Familien\u201c, hebt sie hervor. Zudem hat der SkF im Jahr 2009 durch pr\u00e4ventive, niedrigschwellige Ma\u00dfnahmen wie den \u201eSchnupperkurs mit Baby\u201c und allgemeine sexualp\u00e4dagogische Pr\u00e4ventionsarbeit in Schulen Notlagen vorbeugen k\u00f6nnen.<!--more--><\/p>\n<p>Der Auftrag der Kirche an den SkF, im Alltag den Schutz des Lebens konkret zu unterst\u00fctzen, ist neben dem gesetzlichen Auftrag f\u00fcr die Schwangerenberatung die Grundlage der Arbeit der Schwangerenberatungsstellen des Sozialdienstes katholischer Frauen. Der SkF betreibt des weiteren ein Frauenhaus, eine Adoptionsvermittlungsstelle und eine psychosoziale Kontakt- und Beratungsstelle und hat drei Babyklappen errichtet. Schwangeren Frauen in Not wird intensive Begleitung angeboten. \u201eZiel ist es, die Elter-Kind-Beziehung von Beginn an zu st\u00e4rken und so die Eltern zu entlasten, damit den Kindern ein guter Start ins Leben erm\u00f6glicht wird\u201c, betont Werthm\u00fcller. In Kassel beispielsweise werde besonders mit gewaltbereiten Familien gearbeitet. In Fulda und Umgebung gebe es das Projekt \u201eBabi \u2013 Begleitung am Beginn\u201c in Kooperation mit Stadt und Landkreis und mit der Unterst\u00fctzung durch Hebammen. Ferienspiele f\u00fcr benachteiligte Kinder sind Inhalt eines Projekts in Bad Soden-Salm\u00fcnster. Zu den Hilfsma\u00dfnahmen des SkF in Hanau, Kassel und Marburg geh\u00f6ren ferner die anonyme Beratung (Tel. 0180\/3320640), Kochkurse f\u00fcr M\u00fctter mit wenig Geld, Second-Hand-Angebote und Sprechstunden vor Ort.<\/p>\n<p>Mit 56,3 Prozent ist im Jahr 2009 der \u00fcberwiegende Anteil der beratenen Frauen im Alter zwischen 20 und 29 Jahren gewesen; nahezu jede vierzehnte Frau war noch keine 19 Jahre alt. 23,4 Prozent der 2009 betreuten Frauen waren katholisch, 32,2 Prozent evangelisch und 25,3 Prozent moslemisch. Der Anteil der deutschen Nationalit\u00e4t betrug 63,1 Prozent. Verheiratet waren 46,2 und ledig 39,5 Prozent. Dem Selbstverst\u00e4ndnis des SkF entsprechend, werden Frauen bzw. Familien auf Wunsch l\u00e4ngerfristig und umfassend beraten, um Problemb\u00fcndel mit den Familien, soweit m\u00f6glich, zu l\u00f6sen. Vielen hoch belasteten Ratsuchenden sei durch Zuh\u00f6ren, Hilfestellungen bei Beh\u00f6rdeng\u00e4ngen, Information und Entlastung durch Ehrenamtliche geholfen worden. 34,8 Prozent aller konkreten Hilfen waren hierbei Sachleistungen.<\/p>\n<p>In besonders hohem Ma\u00df sind finanzielle und wirtschaftliche Schwierigkeiten auch im Jahr 2009 Gr\u00fcnde zur Kontaktaufnahme gewesen. In kausalem Zusammenhang dazu steht die hohe Zahl der Nutzerinnen, die keine Schul- bzw. Berufsausbildung haben (41,5 Prozent). 749 Familien konnten in konkreten Notlagen unb\u00fcrokratisch und zielorientiert durch den Bisch\u00f6flichen Hilfsfonds \u201eM\u00fctter in Not\u201c unterst\u00fctzt werden. Des weiteren wurden f\u00fcr 1.512 Schwangere Hilfen aus der \u201eBundesstiftung f\u00fcr Mutter und Kind\u201c beantragt. Die Hilfen brachten Erleichterung durch die Anschaffung von Erstausstattungen und die Wohnungseinrichtung, Mietkautionen und Schwangerenbekleidung.<\/p>\n<p>Die mit Hilfe von Bischof Heinz Josef Algermissen im November 2007 gegr\u00fcndete \u201eStiftung Sozialdienst katholischer Frauen\u201c wurde inzwischen durch f\u00fcnf Unterstiftungen der Ortsvereine bereichert. Ziel der Stiftungen ist es, dauerhafte Hilfe f\u00fcr Menschen in Not auf der Basis christlicher Werteorientierung zu sichern, auf Notlagen im direkten Umfeld zu reagieren, Kontinuit\u00e4t und Weiterentwicklung der Angebote des SkF langfristig zu gew\u00e4hrleisten und schnelle Reaktionen auf ver\u00e4nderten Bedarf der Menschen in sozialen Notlagen zu erm\u00f6glichen. \u201eDie Stiftung soll vor allem Menschen helfen, die trotz eines umfangreichen staatlichen Sozialsystems durch das soziale Netz fallen\u201c, unterstreicht Elisabeth Werthm\u00fcller und verweist auf die Homepage der Stiftung: www.stiftung-skf.bistum-fulda.de.<\/p>\n<p>In enger Zusammenarbeit mit dem Bistum und dem SkF Fulda wurde im vergangenen Herbst die \u201eFachstelle Ehrenamt\u201c eingerichtet, um die T\u00e4tigkeit der Ehrenamtlichen zu koordinieren. Die ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die auf Wunsch in Familien oder bei Alleinerziehenden Hilfe und Unterst\u00fctzung in allt\u00e4gliche Aufgaben oder bei der Betreuung von Kindern etc. leisten, entlasteten mit ihrem Engagement \u00fcberforderte M\u00fctter bzw. Eltern. 150 Ehrenamtliche sind in dieser Weise im Bistum Fulda im Jahr 2009 f\u00fcr Familien und Alleinerziehende im Einsatz gewesen. Sie werden geschult und individuell auf ihre Eins\u00e4tze vorbereitet. Dazu kommen f\u00fcnf ehrenamtliche Vorstandsteams sowie \u00fcber 60 hauptberufliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, davon allein 20 in der Schwangerenberatung.<\/p>\n<p><strong>Kontakte Sozialdienst katholischer Frauen im Bistum Fulda<\/strong>:<\/p>\n<p>SkF Fulda, Rittergasse 4, 36037 Fulda<br \/>\nTel. 0661\/839434, E-Mail: info@skf-fulda.de<\/p>\n<p>SkF Bad Soden Salm\u00fcnster, Bad Sodener Str. 52, 63628 Bad Soden Salm\u00fcnster<br \/>\nTel. 06056\/5402, E-Mail: info@skf-bad-soden-salmuenster.de<\/p>\n<p>SkF Hanau, Friedrichstr. 12, 63450 Hanau<br \/>\nTel. 06181\/364500, E-Mail: info@skf-hanau.de<\/p>\n<p>SkF Kassel, Die Freiheit 2, 34117 Kassel<br \/>\nTel. 0561\/7004236, E-Mail: skf-kassel@t-online.de<\/p>\n<p>SkF Marburg, Friedrichsplatz 3, 35037 Marburg<br \/>\nTel. 06421\/14480, E-Mail: skf-marburg@arcor.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda\/Hanau\/Kassel\/Marburg (bpf). 3.046 Frauen und ihre Familien wurden im Jahr 2009 durch die Beraterinnen der Schwangerenberatung des Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) in der Di\u00f6zese Fulda in \u00fcber 6.000 Einzelberatungen zu psychosozialen und finanziellen Notlagen unterst\u00fctzt und begleitet. 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