{"id":65008,"date":"2010-07-19T01:32:48","date_gmt":"2010-07-18T23:32:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=65008"},"modified":"2010-07-19T08:35:19","modified_gmt":"2010-07-19T06:35:19","slug":"deutsche-palliativstiftung-palliativversorgung-statt-toetung-auf-verlangen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=65008","title":{"rendered":"Deutsche PalliativStiftung: &#8220;Palliativversorgung statt T\u00f6tung auf Verlangen!&#8221;"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda.<\/strong> T\u00f6ten als \u201eSterbehilfe\u201c wird durch gute Palliativversorgung \u00fcberfl\u00fcssig! F\u00fcr die Verbreitung dieses Wissens k\u00e4mpft die Deutsche PalliativStiftung. Palliativversorgung sei Hilfe im Sterbeprozess, sie lindert Beschwerden und steht Verzweifelten bei. Dabei verl\u00e4ngert sie das Leben, statt es zu verk\u00fcrzen.\u00c2\u00a0 Laut aktuellem Spiegel-Artikel k\u00f6nne es sich jeder dritte deutsche Arzt vorstellen, einem Patienten beim Suizid zu helfen, f\u00fcr jeden Vierten k\u00e4me sogar aktive Sterbehilfe in Frage. <!--more--><\/p>\n<p><strong>Wunsch zur Lebensverk\u00fcrzung oft aus der Verzweiflung<\/strong><\/p>\n<p>Menschen, die mit Schwerstkranken eng umgehen, werden zu Beginn dieser Behandlungen immer wieder mit der Bitte konfrontiert, ihnen aktiv \u201ebeim Sterben zu helfen\u201c. Aus der Praxis wissen erfahrene und gut eingespielte Palliative Care Teams, dass der Wunsch zur Lebensverk\u00fcrzung oft aus der Verzweiflung und dem Nicht-Wissen um die M\u00f6glichkeiten der Palliativversorgung gestellt werde.\u00c2\u00a0 Andreas M\u00fcller, Palliativ- und Kinderkrankenpfleger in Dresden, Stiftungsratsvorsitzender der Deutschen PalliativStiftung: \u201eIch habe viele Jahre Erfahrung in der Begleitung schwerstkranker Kinder und Erwachsener. Dabei habe ich lernen d\u00fcrfen, dass wir alle k\u00f6rperlichen Symptome lindern k\u00f6nnen. Wir k\u00f6nnen nicht alles Leid der Welt beseitigen, aber wir k\u00f6nnen den Patienten und Ihren Familien beistehen.&#8221;<\/p>\n<p>Das Unwort vom \u201esozialvertr\u00e4glichen Fr\u00fchableben\u201c komme wieder in die Diskussion. Pfarrer Matthias Schmid, Leiter der Klinikseelsorge in Gie\u00dfen und Stellvertretender Vorsitzender der Stiftung: \u201eSterbende sind Schwache, die unserer Hilfe bed\u00fcrfen. Der Wert unserer Gesellschaft misst sich daran, wie wir mit unseren Schwachen umgehen\u201c.<\/p>\n<p>Wenn es dazu kommt, dass sich immer mehr Laien und Fachleute, auch \u00c4rzte f\u00fcr eine aktive T\u00f6tung aussprechen, dann k\u00f6nne es daran liegen, dass palliatives Denken, Wissen und K\u00f6nnen noch lange nicht die dringend notwendige Verbreitung gefunden haben. \u201eJeder Mensch soll die Unterst\u00fctzung finden, die er in der hospizlich-palliative Versorgung ben\u00f6tigt\u201c, so Christina Plath, Krankengymnastin aus G\u00f6ttingen, stellvertretender Sitftungsvorstand.<\/p>\n<p>Und Thomas Sitte, Palliativmediziner aus Fulda und Vorstandsvorsitzender erg\u00e4nzt: \u201eEs gibt furchtbare und f\u00fcr alle Beteiligten extrem belastende Verl\u00e4ufe. Wenn der Patient es w\u00fcnscht, kann man eine sogenannte \u201ePalliative Sedierung\u201c zur Symptomkontrolle machen.&#8221; Diese Behandlung habe medizinisch und juristisch mit \u201eSterbehilfe\u201c nichts gemeinsam. Die Rechtslage sei eindeutig.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. T\u00f6ten als \u201eSterbehilfe\u201c wird durch gute Palliativversorgung \u00fcberfl\u00fcssig! F\u00fcr die Verbreitung dieses Wissens k\u00e4mpft die Deutsche PalliativStiftung. Palliativversorgung sei Hilfe im Sterbeprozess, sie lindert Beschwerden und steht Verzweifelten bei. 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