{"id":64932,"date":"2010-07-17T03:33:52","date_gmt":"2010-07-17T01:33:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=64932"},"modified":"2010-07-17T08:34:07","modified_gmt":"2010-07-17T06:34:07","slug":"spezialisierte-ambulante-palliativversorgung-in-alsfeld-und-lauterbach","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=64932","title":{"rendered":"Spezialisierte ambulante Palliativversorgung in Alsfeld und Lauterbach"},"content":{"rendered":"<p><strong>Lauterbach. <\/strong>&#8220;Patienten mit schwerer Erkrankung ohne Heilungschance haben neben einer umfassenden Betreuung und Versorgung in ihrem vertrauten Lebensumfeld einen Anspruch auf spezialisierte ambulante Palliativversorgung&#8221;, erkl\u00e4rte Kreisseniorenbeauftragte Rosemarie M\u00fcller und freut sich \u00fcber die Fortschritte beim Ausbau des Palliativnetzes im Vogelsbergkreis. Mit dem Palliativ-Care-Team, das am Kreiskrankenhaus in Alsfeld eingerichtet worden sei und das eine 24-Stunden-Erreichbarkeit gew\u00e4hrleiste, werde die Versorgungssituation weiter verbessert.<!--more--><\/p>\n<p>Die Leiterin der Diakoniestation Lauterbach, Hanne Steuernagel, wies in der Handlungsfeldsitzung darauf hin, dass auch am Standort Lauterbach eine vergleichbare Versorgungsstruktur im Aufbau sei. Das Versorgungsgebiet im Altkreis Lauterbach erstrecke sich dann auf die St\u00e4dte Lauterbach und Schlitz, Teile von Herbstein und die Gro\u00dfgemeinde Wartenberg.<\/p>\n<p>Das Handlungsfeld Gesundheit und Pflege im Lokalen B\u00fcndnis f\u00fcr Familie befasst sich seit seiner Gr\u00fcndung in 2008 mit dem notwendigen Aufbau eines starken, fl\u00e4chendeckenden Palliativnetzes im Vogelsbergkreis. Im September 2008 hatte der Leiter der Sozialstation Alsfeld\/Romrod, Manfred Steuernagel, das Hospiz- und Palliativnetz Waldhessen vorgestellt. Die M\u00f6glichkeiten der Palliativversorgung in Lauterbach und Umgebung wurden von der Leiterin der Diakoniestation des Eichhofkrankenhauses Lauterbach, Hanne Steuernagel, aufgezeigt. Die bestehenden Versorgungsl\u00fccken im Landkreis zu schlie\u00dfen, wurde damals als gemeinsames Ziel formuliert und die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, Renate Meudt, gebeten, sich koordinierend einzuschalten.<\/p>\n<p>Zwei Jahre sp\u00e4ter k\u00f6nnen die Fachleute erste Erfolge verbuchen: Mit der Implementierung der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung an den Krankenh\u00e4usern Alsfeld und Lauterbach und der Einrichtung einer Koordinierungsstelle beim Kreiskrankenhaus in Alsfeld wird die Versorgungsstruktur optimiert.<\/p>\n<p>Unterst\u00fctzt von einer Power-Point-Pr\u00e4sentation stellte Palliativfacharzt Dr. Johannes Georg Elsing die spezialisierte ambulante Palliativversorgung am Krankenhausstandort Alsfeld vor, die etwa 10 Prozent der allgemeinen Palliativversorgung ausmacht. 90 Prozent der allgemeinen Palliativversorgung wird \u00fcber die Haus\u00e4rzte geleistet. Der multidisziplin\u00e4re Behandlungs- und Betreuungsansatz hat das Ziel, Leid zu lindern und eine m\u00f6glichst gute Lebensqualit\u00e4t bis zum Tod zu gew\u00e4hrleisten. Die Leistungen werden derzeit von einem Palliativ-Care-Team, bestehend aus 3 \u00c4rzten und 3 Pflegekr\u00e4ften, erbracht.<\/p>\n<p>Durch multiprofessionelle Strukturen soll die palliativmedizinische Versorgung von Patienten in somatischer, seelischer und sozialer Sicht gew\u00e4hrleistet werden. Das Versorgungsgebiet umfasst die St\u00e4dte Alsfeld, Kirtorf und Romrod und die Gemeinden Antrifttal und Schwalmtal. Die spezialisierte ambulante Palliativversorgung Alsfeld ist im Verbund mit dem Hospiz- und Palliativnetz Waldhessen organisiert und an die Palliativabteilung des Klinikums Bad Hersfeld angebunden.<\/p>\n<p>Die Leistungen der spezialisierten ambulanten Palliativversorgung k\u00f6nnen in Anspruch genommen werden von Palliativpatienten mit einer deutlich eingeschr\u00e4nkten Lebenserwartungszeit und erheblich belastenden Symptomen wie Schmerz und Atemnot. Sie muss vom betreuenden Arzt des Patienten verordnet werden. Zul\u00e4ssig ist auch die Verordnung durch einen Krankenhausarzt &#8211; allerdings l\u00e4ngstens f\u00fcr sieben Tage.<\/p>\n<p>Bei der Verordnung durch den Hausarzt gilt diese zeitliche Beschr\u00e4nkung nicht. F\u00fcr Kassenpatienten werden Kosten f\u00fcr die spezialisierte ambulante Palliativversorgung auf Antrag \u00fcbernommen. Ist einem Antrag stattgegeben, dann kann der Palliativarzt aus dem Palliativ-Care-Team notwendige spezifische Arzneien und Hilfsmittel verschreiben, was auch die Haus\u00e4rzte entlastet.<\/p>\n<p>Informationen \u00fcber die Koordinierungsstelle des Familienb\u00fcndnisses in der Kreisverwaltung: Telefon 06641\/977-3404, sandra.obenhack@vogelsbergkreis.de<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Lauterbach. &#8220;Patienten mit schwerer Erkrankung ohne Heilungschance haben neben einer umfassenden Betreuung und Versorgung in ihrem vertrauten Lebensumfeld einen Anspruch auf spezialisierte ambulante Palliativversorgung&#8221;, erkl\u00e4rte Kreisseniorenbeauftragte Rosemarie M\u00fcller und freut sich \u00fcber die Fortschritte beim Ausbau des Palliativnetzes im Vogelsbergkreis. 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