{"id":62711,"date":"2010-06-23T03:40:07","date_gmt":"2010-06-23T01:40:07","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=62711"},"modified":"2010-06-23T07:08:05","modified_gmt":"2010-06-23T05:08:05","slug":"gewalt-gegen-pflegebeduerftige-fachtagung-an-der-hochschule-fulda","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=62711","title":{"rendered":"Gewalt gegen Pflegebed\u00fcrftige &#8211; Fachtagung an der Hochschule Fulda"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda. <\/strong>Es k\u00f6nnen \u00dcberlastung und Hilflosigkeit sein, die dazu f\u00fchren, dass pflegende Angeh\u00f6rige oder professionelle Pflegekr\u00e4fte gegen\u00fcber Pflegebed\u00fcrftigen gewaltt\u00e4tig werden. Nicht immer ist mit problematischen Verhaltensweisen die Absicht verbunden, die pflegebed\u00fcrftige Person zu sch\u00e4digen und zum Teil ist ein solches Verhalten sehr von der Situation abh\u00e4ngig. Gewalt kann aber auch Ergebnis einer langen Geschichte gewaltgepr\u00e4gter famili\u00e4rer Beziehungen sein. Je schwerer die Pflegebed\u00fcrftigkeit ist und je aggressiver sich die pflegebed\u00fcrftige Person verh\u00e4lt, beispielsweise aufgrund demenzieller Ver\u00e4nderungen, umso h\u00f6her die Risiken. Fast jeder zweite pflegende Angeh\u00f6rige hat in den vergangenen zw\u00f6lf Monaten mindestens einmal eine Form psychischer Gewalt ausge\u00fcbt, fast jeder f\u00fcnfte k\u00f6rperliche Gewalt. Mindestens jede dritte Pflegekraft zeigte in diesem Zeitraum mindestens eine Form problematischen Verhaltens. Nur sehr selten werden solche F\u00e4lle von Gewalt polizeilich erfasst. Wie Gewalt gegen Pflegebed\u00fcrftige erkannt und vermieden werden kann, das diskutieren Expertinnen und Experten auf einer Tagung, die von der Arbeitsgruppe \u201eGesundheitsschutz bei interpersoneller Gewalt\u201c am Fachbereich Pflege und Gesundheit der Hochschule gemeinsam mit der Hessischen Heimaufsicht durchgef\u00fchrt wird. <!--more--><\/p>\n<p><strong>T<\/strong><strong>agung an der Hochschule Fulda mit der Hessischen Heimaufsicht am 24. Juni 2010<\/strong><\/p>\n<p>Zu Gast sind unter anderen Prof. Dr. Andrea Berzlanovich von der Medizinischen Universit\u00e4t Wien, Prof. Dr. Thomas G\u00f6rgen von der Deutschen Hochschule der Polizei in M\u00fcnster und Axel Bauer, Vormundschaftsrichter am Amtsgericht Frankfurt am Main. Prof. Dr. G\u00f6rgen hat in mehreren Forschungsprojekten das Ausma\u00df von Gewalt gegen \u00e4ltere und pflegebed\u00fcrftige Menschen erforscht. Die Rechtsmedizinerin Prof. Dr. Berzlanovich ist unter anderem aufgrund ihrer Untersuchungen von Todesf\u00e4llen durch nicht sachgem\u00e4\u00dfe Fixierungen Pflegebed\u00fcrftiger in M\u00fcnchen bekannt geworden. \u201eWir sind sehr froh, dass es uns mit Unterst\u00fctzung der Hessischen Heimaufsicht gelungen ist, namhafte Expertinnen und Experten nach Fulda zu holen\u201c, erkl\u00e4rt Prof. Dr. Beate Bl\u00e4ttner, Sprecherin der Arbeitsgruppe Gesundheitsschutz bei interpersoneller Gewalt. \u201eWir erwarten etwa 160 Teilnehmende, \u00fcberwiegend Pflegekr\u00e4fte aus der ambulanten und station\u00e4ren Versorgung Pflegebed\u00fcrftiger in Ost- und Nordhessen, aber auch ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer. Das zeigt, wie sehr sich Pflegende darum bem\u00fchen, problematisches Verhalten zu erkennen und zu verhindern.\u201c<\/p>\n<p>Ein Thema der Tagung wird auch die Frage sein, was die Schutzambulanz Fulda, ein Modellprojekt des Landkreises mit dem Hessischen Ministerium f\u00fcr Arbeit, Familie und Gesundheit, in solchen F\u00e4llen tun kann. Neben der Schulung und Unterst\u00fctzung der Gesundheitsversorgung in Sachen Gewaltpr\u00e4vention ist es die wichtigste Aufgabe der Schutzambulanz Gewaltbetroffene kostenfrei und unter Einhaltung der Schweigepflicht zu beraten, an andere Hilfesysteme weiterzuvermitteln und auf Wunsch k\u00f6rperliche Folgen von Gewalt gerichtsverwertbar zu dokumentieren. Unter der Nummer 6006-1200 in Fulda ist die Schutzambulanz 24 Stunden t\u00e4glich erreichbar.<\/p>\n<p>In der Ausbildung von Gesundheits- und Krankenpflegekr\u00e4ften genauso wie in der von Altenpflegekr\u00e4ften wird das Thema Gewalt bisher nur ganz am Rande gestreift. Das wollen die Fuldaer Professorinnen k\u00fcnftig \u00e4ndern. \u201eWir beginnen damit in der Ausbildung der Studierenden des Studienganges Pflege\u201c erl\u00e4utert Prof. Dr. Henny Annette Grewe, die Leitung des Studiengangs. \u201eDie Studierenden werden derzeit \u00fcber Tagungen wie diese, \u00fcber die Beteiligung an entsprechenden Forschungsprojekten oder Abschluss-Arbeiten und \u00fcber Beispiele in Lehrveranstaltungen an das Thema herangef\u00fchrt. Das gilt nat\u00fcrlich auch f\u00fcr den Studiengang Pflegemanagement. Zus\u00e4tzlich planen wir die Einf\u00fchrung eines Wahlpflichtmoduls zum Thema. Aber auch in der Fort- und Weiterbildung wollen wir Akzente setzen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Es k\u00f6nnen \u00dcberlastung und Hilflosigkeit sein, die dazu f\u00fchren, dass pflegende Angeh\u00f6rige oder professionelle Pflegekr\u00e4fte gegen\u00fcber Pflegebed\u00fcrftigen gewaltt\u00e4tig werden. 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