{"id":6199,"date":"2007-11-02T00:30:15","date_gmt":"2007-11-01T23:30:15","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=6199"},"modified":"2007-11-01T23:58:19","modified_gmt":"2007-11-01T22:58:19","slug":"der-schwarze-apollo-ein-echter-rhoener","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=6199","title":{"rendered":"Der \u201eSchwarze Apollo\u201c &#8211; ein echter Rh\u00f6ner"},"content":{"rendered":"<p><strong><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/11\/071101_apollo027.jpg\" title=\"071101_apollo027.jpg\"><img decoding=\"async\" align=\"left\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/11\/071101_apollo027.thumbnail.jpg\" hspace=\"5\" alt=\"071101_apollo027.jpg\" \/><\/a>Sch\u00f6nes aus der Rh\u00f6n.<\/strong> Die j\u00fcngsten Untersuchungen zur Umsetzung der Flora-Fauna-Habitatsrichtlinie (FFH-Richtlinie) der Europ\u00e4ischen Union haben im hessischen Teil des Biosph\u00e4renreservates Rh\u00f6n\u00c2\u00a0drei Fundorte des Schwarzen Apollos, eines\u00c2\u00a0f\u00fcnf Zentimeter\u00c2\u00a0gro\u00dfen Schmetterlings, ergeben.<!--more--><br \/>\nIn einem Statusbericht vor Fachleuten aus ganz Hessen gingen die beiden Insektenkundler Alexander Wenzel und Andreas Lange auf die Situation dieser seltenen Schmetterlingsart ein. Sie hatten im Fr\u00fchjahr dieses und des letzten Jahres intensiv nach dieser Art gesucht und noch\u00c2\u00a0drei Stellen mit jeweils bis zu 20 Schmetterlingen in der Hessischen Rh\u00f6n gefunden. Diese 3 Vorkommen sind die einzigen in ganz Hessen.<\/p>\n<p>Die Flugzeit dieses Schmetterlings ist von Mitte Mai bis Mitte Juni. In dieser Zeit legen die Weibchen die Eier an Grashalmen und d\u00fcnnen St\u00e4ngel in Bodenn\u00e4he ab. Pro Weibchen werden bis zu 60 Eier produziert. Aus dem Ei schl\u00fcpft dann im n\u00e4chsten Fr\u00fchjahr die Raupe, die bevorzugt auf der schon fr\u00fch bl\u00fchenden Lerchenspornpflanze an Laubwalds\u00e4umen frisst.<\/p>\n<p>In dieser Zeit haben die Waldb\u00e4ume noch nicht ihre Bl\u00e4tter ausgebildet, und die Sonne kann noch gut den Waldboden erreichen. Die Raupen brauchen zu ihrer Entwicklung den Lerchensporn als Futterpflanze und ausreichend Besonnung.<br \/>\nAus der schwarzen Raupe entwickelt sich in 25 \u2013 30 Tagen der Schmetterling. Er ern\u00e4hrt sich von Nektar der vielf\u00e4ltigen Bl\u00fcten der Bergm\u00e4hwiesen in Waldrandn\u00e4he.<\/p>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung von Claus Neckermann, Vegetationskundler und Rh\u00f6nkenner, ist diese Vielfalt nur in unged\u00fcngten und sp\u00e4t gem\u00e4hten Goldhaferwiesen in H\u00f6henlagen \u00fcber 630m \u00fc. NN gegeben. Die Fachleute gehen davon aus, dass sich die 3 verbliebenen Vorkommen untereinander austauschen und auch mit den Best\u00e4nden der Bayerischen Rh\u00f6n vernetzt sind. Um den Fortbestand dieser seltenen Schmetterlingsart zu gew\u00e4hrleisten, sollten weitere geeignete Lebensr\u00e4ume entwickelt werden.<\/p>\n<p>Ewald Sauer, Mitarbeiter des Landkreises Fulda, Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n, meinte: \u201eDie Rh\u00f6n tr\u00e4gt eine hohe Verantwortung f\u00fcr die Erhaltung dieses extrem bedrohten \u2013 aber wundersch\u00f6nen Schmetterlings\u201c.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Sch\u00f6nes aus der Rh\u00f6n. 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