{"id":61968,"date":"2010-06-15T03:48:59","date_gmt":"2010-06-15T01:48:59","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=61968"},"modified":"2010-06-15T06:49:18","modified_gmt":"2010-06-15T04:49:18","slug":"rehwildstrecke-bleibt-konstant","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=61968","title":{"rendered":"Rehwildstrecke bleibt konstant"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda.<\/strong> Nach Auswertung aller Reviermeldungen f\u00fcr das vergangene Jagdjahr bilanziert Manfred Wiegel von der unteren Jagdbeh\u00f6rde des Landkreises Fulda beim Rehwild eine punktgenaue \u00dcbereinstimmung mit dem Vorjahresergebnis. Von 4.756 zum Abschuss freigegebenen St\u00fccken kamen 4.613 zur Strecke. In dieser Zahl sind auch 770 St\u00fcck Fallwild enthalten, die \u00fcberwiegend im Stra\u00dfenverkehr get\u00f6tet wurden und meist nicht mehr verwertet werden konnten.<!--more--><\/p>\n<p>Die gemeldete Jagdstrecke im Rotwildgebiet \u201eGieseler Forst\u201c betrug 138 St\u00fcck Rotwild, wovon drei St\u00fcck durch Verkehrsunf\u00e4lle get\u00f6tet wurden. Damit wurde das festgesetzte Soll einschlie\u00dflich der festgesetzten \u00dcberschreitungsm\u00f6glichkeit zu rund 110 Prozent erf\u00fcllt. 64 m\u00e4nnlichen St\u00fccken stehen 74 weibliche St\u00fccke gegen\u00fcber, so dass von einem durchaus ausgewogenen Geschlechterverh\u00e4ltnis ausgegangen werden kann.<\/p>\n<p>Die \u201eRekordstrecke\u201c beim Schwarzwild aus dem vergangenen Jahr von \u00fcber 3.500 Wildschweinen konnte hingegen nicht ann\u00e4hernd erreicht werden. Als Hauptgrund nennt Wiegel die Vollmast im vergangenen Herbst. \u00dcppige Mengen an Eicheln und Bucheckern h\u00e4tten dem Schwarzwild ein Festessen beschert. Der reichlich gedeckte Waldboden erschwere allerdings die Bejagung und f\u00fchrte zu erh\u00f6hten Fortpflanzungsraten. Als Ergebnis einer erschwerten Jagdaus\u00fcbung stehen 1.402 St\u00fccke zu Buche, wobei auch hier 60 St\u00fcck Fallwild zu beklagen sind. Eine intensive Wildschweinjagd sei weiterhin erforderlich, um einerseits Wildsch\u00e4den auf landwirtschaftlichen Fl\u00e4chen m\u00f6glichst einzud\u00e4mmen und das nach wie vor bestehende Schweinepest-Risiko zu reduzieren.<\/p>\n<p>Manfred Wiegel appelliert deshalb an die J\u00e4gerschaft, \u201esich nicht auf der Rekordstrecke der letzten Saison auszuruhen. Bejagungsl\u00fccken k\u00f6nnen wir uns nicht leisten\u201c. Frischlinge und nicht f\u00fchrende \u00dcberl\u00e4ufer sollten einen Gro\u00dfteil der Strecke ausmachen, da diese zu gro\u00dfen Teilen f\u00fcr das Anwachsen der Best\u00e4nde verantwortlich und zudem f\u00fcr die Schweinepest besonders anf\u00e4llig seien. Dazu beitragen solle eine Entlastung bei den Kosten der Trichinenuntersuchung. Nach einer Entscheidung des Hessischen Fachministeriums werden f\u00fcr die Untersuchung bei Schwarzwild unter 20 Kilogramm K\u00f6rpergewicht seit Ende des vergangenen Jahres keine Geb\u00fchren mehr erhoben.<\/p>\n<p>Wie beim Schwarzwild gibt es auch bei den \u00fcbrigen Wildarten keine Abschusspl\u00e4ne. Die wesentlichen Strecken beziffert die untere Jagdbeh\u00f6rde mit 716 Hasen, 2.597 F\u00fcchsen, 90 Steinmardern, 206 Dachsen, 314 Waschb\u00e4ren, 310 Ringeltauben, 1.194 Rabenkr\u00e4hen und 512 Elstern, wobei diese Zahlen auch den Fallwildanteil enthalten. Au\u00dfer einem insgesamt leichten R\u00fcckgang der Streckenergebnisse gegen\u00fcber dem Vorjahr gibt es keine markanten Ver\u00e4nderungen. Als erfreulich bezeichnet Wiegel die Tatsache, dass sich die durch Reh- und Schwarzwild verursachten Verkehrsunf\u00e4lle leicht r\u00fcckl\u00e4ufig entwickelt haben.<\/p>\n<p>In diesem Zusammenhang warnt die untere Jagdbeh\u00f6rde vor steigenden Gefahren von Wildunf\u00e4llen in der bevorstehenden Brunftzeit des Rehwildes ab Mitte Juli. Vor allem in Waldgebieten und im l\u00e4ndlichen Bereich sollten die Autofahrer bis Mitte August auch tags\u00fcber besondere Vorsicht walten lassen. Die \u201eFlitterwochen der Rehe\u201c erreichen in den Hundstagen meist ihren H\u00f6hepunkt. Wer in einen Wildunfall verwickelt werde, habe dies unverz\u00fcglich dem Jagdaus\u00fcbungsberechtigten beziehungsweise der n\u00e4chsten Polizei- oder Forstdienststelle anzuzeigen. Der Jagdp\u00e4chter, der im Einzelfall auch bei der unteren Jagdbeh\u00f6rde (0661\/6006-592) erfragt werden k\u00f6nne, sowie die zust\u00e4ndige Forst- oder Polizeidienststelle stellten auch die erforderliche Bescheinigung f\u00fcr die Kaskoversicherung aus.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Nach Auswertung aller Reviermeldungen f\u00fcr das vergangene Jagdjahr bilanziert Manfred Wiegel von der unteren Jagdbeh\u00f6rde des Landkreises Fulda beim Rehwild eine punktgenaue \u00dcbereinstimmung mit dem Vorjahresergebnis. Von 4.756 zum Abschuss freigegebenen St\u00fccken kamen 4.613 zur Strecke. 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