{"id":61770,"date":"2010-06-11T02:22:27","date_gmt":"2010-06-11T00:22:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=61770"},"modified":"2010-06-11T06:22:38","modified_gmt":"2010-06-11T04:22:38","slug":"vier-dekane-zu-gast-bei-landrat-marx","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=61770","title":{"rendered":"Vier Dekane zu Gast bei Landrat Marx"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/100610_DekanateFamBundnis.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-61771\" title=\"100610_DekanateFamBundnis\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/100610_DekanateFamBundnis-265x143.jpg\" alt=\"100610_DekanateFamBundnis\" width=\"265\" height=\"143\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/100610_DekanateFamBundnis-265x143.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/100610_DekanateFamBundnis.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Vogelsbergkreis. <\/strong>\u201eDemografie ist ein wichtiges Thema auch f\u00fcr die Kirchen\u201c, sagte der Alsfelder Dekan Dr. J\u00fcrgen Sauer in einem Gespr\u00e4ch mit Landrat Rudolf Marx. Diese Einsch\u00e4tzung wurde nachdr\u00fccklich von Sauers Lauterbacher und Schottener evangelischen Kollegen Dekan Stefan Klaffehn und Dekan Wolfgang Keller sowie vom katholischen Dekan Jerzy Dmytruk aus Alsfeld unterst\u00fctzt. Die vier hochrangigen Kirchenvertreter waren einer Einladung des Landrats ins Kreishaus gefolgt, um M\u00f6glichkeiten noch engerer Kooperation in den Feldern Familienfreundlichkeit und Demografieentwicklung auszuloten. Klarer Konsens: erforderliche Anpassungsprozesse d\u00fcrfen unverzichtbare Infrastruktur nicht zerst\u00f6ren \u2013 sonst hat die Region keine Chance.<!--more--><\/p>\n<p>Die Gespr\u00e4chspartner \u2013 unter ihnen auch Werner K\u00f6hler, Leiter des Amtes f\u00fcr soziale Sicherung, Hans Dieter Herget, Sprecher des B\u00fcndnisses f\u00fcr Familie und der Nachbarschaftshilfe Schotten, und Margit Wagner, Sprecherin der Projektgruppe Demografie in der Kreisverwaltung \u2013 waren sich einig: es gibt viele gute Ankn\u00fcpfungspunkte, die im Interesse der hier lebenden Menschen verst\u00e4rkt werden k\u00f6nnten. So sehen die Dekane gute M\u00f6glichkeiten, sich noch st\u00e4rker ins B\u00fcndnis f\u00fcr Familie einzubringen. Denn beispielsweise die Themen \u00c4lterwerden und Vereinsamung m\u00fcssten st\u00e4rker in den Blick genommen werden.<\/p>\n<p>Landrat Marx lie\u00df keinen Zweifel: \u201eWir m\u00fcssen uns der Herausforderung stellen\u201c. Hans Dieter Herget erg\u00e4nzte, der demografische Prozess sei unumkehrbar \u2013 sehr wohl aber gestaltbar. Er nannte Beispiele aus dem B\u00fcrgernetzwerk 2020 und aus \u201eseinem\u201c Verein der Nachbarschaftshilfe. Besuchsdienste seien zunehmend neben den Pflegediensten wichtig, betonte Dekan Dr. Sauer. Regionalentwicklungs-Expertin Margit Wagner berichtete vom erstmals veranstalteten Strategiekongress in Romrod.<\/p>\n<p>Dort sei erkennbar geworden, dass Kreis und Kommunen an einem Strang ziehen m\u00fcssen und dies auch wollen. Es gehe um das Auffinden von Sparpotenzialen \u2013 allerdings, ohne unverzichtbare Strukturen zu zerschlagen. Wagner sagte, die Kirche sei bereits jetzt ein \u201ewertvoller Partner\u201c, zum Beispiel in der Dorferneuerung, wenn es um Synergie bringende Kooperationsformen und gemeinsame Nutzungskonzepte von Gemeinschaftsh\u00e4usern gehe.<\/p>\n<p>Das Denken in Netzwerken \u2013 auch unter Einschluss der Kirchen \u2013 ist von hohem Wert, waren sich die Gespr\u00e4chspartner einig. Auf diese Weise k\u00f6nnten Standards gesichert werden. Und nat\u00fcrlich m\u00fcsse der l\u00e4ndliche Raum gegen\u00fcber den Metropolen deutlich selbstbewusster auftreten. Herget f\u00fcgte an: \u201eWir haben hier die beste Luft, beste Wohnverh\u00e4ltnisse und die niedrigste Kriminalit\u00e4tsrate.\u201c Wenn die Rahmenbedingungen \u2013 nat\u00fcrlich auch die Infrastruktur mit Kinderbetreuung und Schulen \u2013 in Ordnung seien, dann wachse auch die Bereitschaft von jungen Paaren, Kinder haben zu wollen. F\u00fcr den Landrat ist klar: es gibt deutlich mehr Gr\u00fcnde, sich im Vogelsberg niederzulassen als von hier wegzuziehen.<\/p>\n<p>Dekan Stefan Klaffehn hob ein wichtiges Potenzial des l\u00e4ndlichen Raumes hervor: \u201eNachbarschaft und Nachbarschaftshilfe ist hier viel eher m\u00f6glich als im Ballungsraum.\u201c Ehrenamtliches Engagement k\u00f6nne gar nicht genug gew\u00fcrdigt werden, f\u00fcgte Dekan Jerzy Dmytruk an. Landrat Marx w\u00fcnscht sich insgesamt ein \u201ewahrnehmbares Klima der Familienfreundlichkeit\u201c. Dazu geh\u00f6re beispielsweise auch, dass man den L\u00e4rm ausgelassen spielender Kinder nicht als st\u00f6rend, sondern als lebensbereichernd empfinde. \u201eEgoismus passt nicht in unsere Kultur\u201c, betonte Marx und verwies auf die Tatsache, dass nirgendwo sonst so viel Menschen in Vereinen t\u00e4tig seien.<\/p>\n<p>F\u00fcr Dr. Sauer ist die verst\u00e4rkte Kommunikation zwischen den Generationen ein guter Weg, unsere Region zu gestalten und lebenswert zu erhalten. Dekan Wolfgang Keller nannte das wichtigste Konzept: \u201eMiteinander reden!\u201c Sozialamtsleiter K\u00f6hler pl\u00e4dierte daf\u00fcr, die Kleinr\u00e4umigkeit als Chance zu nutzen. \u00dcberst\u00fclpen von m\u00f6glichen L\u00f6sungen sei weder hilfreich noch n\u00f6tig.<\/p>\n<p>Wer Interesse an der Mitarbeit im B\u00fcndnis f\u00fcr Familie hat, kann sich an die Koordinatorin in der Kreisverwaltung wenden: sandra.obenhack@vogelsbergkreis.de, Telefon 06641\/977-3404.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelsbergkreis. \u201eDemografie ist ein wichtiges Thema auch f\u00fcr die Kirchen\u201c, sagte der Alsfelder Dekan Dr. J\u00fcrgen Sauer in einem Gespr\u00e4ch mit Landrat Rudolf Marx. Diese Einsch\u00e4tzung wurde nachdr\u00fccklich von Sauers Lauterbacher und Schottener evangelischen Kollegen Dekan Stefan Klaffehn und Dekan Wolfgang Keller sowie vom katholischen Dekan Jerzy Dmytruk aus Alsfeld unterst\u00fctzt. 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