{"id":61687,"date":"2010-06-14T02:55:45","date_gmt":"2010-06-14T00:55:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=61687"},"modified":"2010-06-14T08:55:54","modified_gmt":"2010-06-14T06:55:54","slug":"verein-natur-und-lebensraum-rhoen-e-v-ist-traeger-und-foerderverein-fuer-den-hessischen-teil-des-biosphaerenreservats-rhoen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=61687","title":{"rendered":"Verein Natur- und Lebensraum Rh\u00f6n e.V. ist Tr\u00e4ger- und F\u00f6rderverein f\u00fcr den hessischen Teil des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/100609_Rhoen.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-61688\" title=\"100609_Rhoen\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/100609_Rhoen-265x176.jpg\" alt=\"100609_Rhoen\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/100609_Rhoen-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/100609_Rhoen.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Rh\u00f6n. <\/strong>Als 1991 die Rh\u00f6n mit ihren drei Landesteilen Bayern, Hessen und Th\u00fcringen von der UNESCO zum Biosph\u00e4renreservat ausgerufen wurde, l\u00f6ste diese Entscheidung nicht nur Freude aus. \u201eVielmehr gab es auch Bef\u00fcrchtungen, dass es pl\u00f6tzlich zu starken Einschr\u00e4nkungen kommen k\u00f6nnte\u201c, sagt Dr. Hubert Beier. Er ist Vorsitzender des Vereins Natur- und Lebensraum Rh\u00f6n, der sich unmittelbar nach der Ernennung der Rh\u00f6n zum Biosph\u00e4renreservat gr\u00fcndete, um alle Akteure der Region und die Bev\u00f6lkerung mit in die Entscheidungsprozesse einzubeziehen.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eEs gab von Anfang an ein sehr starkes Interesse von vielen, in unserem Verein mitzuarbeiten. Einige wollten den Naturschutz voranbringen; die Kommunen f\u00fcrchteten beispielsweise, keine Bebauungspl\u00e4ne mehr ausweisen zu k\u00f6nnen, und auch die Landwirte waren zum Teil verunsichert\u201c, beschreibt Dr. Beier die damalige Situation.<\/p>\n<p>Als das Rahmenkonzept f\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n mit seinen drei Zonen Pflege-, Entwicklungs- und Kernzone erarbeitet wurde, brachten sich gleich verschiedene Arbeitsgruppen des Vereins mit ihren Ideen ein. \u201eUns ging es darum, die Bev\u00f6lkerung der Region in die Entwicklung des Biosph\u00e4renreservats einzugliedern, au\u00dferdem um Verst\u00e4ndnis f\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat zu werben und Kompromisse mit allen Beteiligten zu erarbeiten\u201c, betont der Vorsitzende.<\/p>\n<p>Bis heute hat sich die Mitgliederstruktur im Verein Natur- und Lebensraum Rh\u00f6n nicht ge\u00e4ndert. Das Land Hessen und die beiden Landkreise Fulda und Hersfeld-Rothenburg geh\u00f6ren genauso dazu wie die St\u00e4dte und Gemeinden, die Organisationen des Naturschutzes, berufliche und berufsst\u00e4ndische Organisationen und Unternehmen sowie sonstige Gruppen, Initiativen, Vereine, Stiftungen und Privatpersonen.<\/p>\n<p>\u201eIn den ersten Jahren ging es bei uns haupts\u00e4chlich darum, was wir im Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n \u00fcberhaupt wollen. Da gab es beispielsweise heftige Diskussionen zwischen dem Naturschutz und den Landnutzern und mit der Oberen Naturschutzbeh\u00f6rde beim Regierungspr\u00e4sidium Kassel. Dann hat sich unsere T\u00e4tigkeit hin zur Organisation einer Regionalentwicklung ge\u00e4ndert\u201c, blickt Dr. Beier zur\u00fcck.<\/p>\n<p>Der Verein Natur- und Lebensraum Rh\u00f6n sei die erste Regionale Entwicklungsgruppe in Hessen gewesen; heute gebe es \u00fcber 20 solcher anerkannten Regionalforen. In erster Linie k\u00fcmmerten sich die Mitglieder um die Erstellung von Konzepten und versuchten, die Bev\u00f6lkerung f\u00fcr interessante Projekte zu begeistern.<\/p>\n<p>Auch die Beantragung von F\u00f6rdermitteln im Rahmen der europ\u00e4ischen Gemeinschaftsinitiativen Leader I und Leader II sowie gegenw\u00e4rtig f\u00fcr ELER kam hinzu. 2008 erstellte der Verein das Regionale Entwicklungskonzept f\u00fcr die hessische Rh\u00f6n; eines der j\u00fcngeren Projekte war die Erarbeitung eines Vorschlags f\u00fcr die Ausweisung von Kernzonen f\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n, der vor einigen Wochen an das zust\u00e4ndige Ministerium \u00fcbergeben werden konnte.<\/p>\n<p>In den einzelnen Fachforen des Vereins geht es um Themen wie den Ausbildungsverbund Rh\u00f6ner Lebensmittel, um die Zukunft der medizinischen Versorgung im l\u00e4ndlichen Raum, um den Bereich alternative Energieerzeugung und um die Entwicklung eines l\u00e4nder\u00fcbergreifenden Tourismus. \u201eEine wichtige Zielsetzung ist es, wieder verst\u00e4rkt private Projekte zu f\u00f6rdern. Wir haben immer im Blick, dass es um Arbeitspl\u00e4tze in der Region geht. Die gegenw\u00e4rtige F\u00f6rderperiode ELER l\u00e4sst die F\u00f6rderung im Privatbereich auch zu\u201c, erl\u00e4utert Dr. Beier.<\/p>\n<p>Ein Projekt, das ebenfalls aus der Initiative des Vereins heraus entstand, war das Gr\u00fcnlandprojekt f\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n, bei dem es um eine gro\u00dffl\u00e4chige, ganzj\u00e4hrige und extensive Beweidung ging. Seit kurzem ist Rieke Trittin aus Gersfeld als landwirtschaftliche Beraterin f\u00fcr das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n eingestellt. Auch daran beteiligt sich der Verein Natur- und Lebensraum Rh\u00f6n finanziell.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Rh\u00f6n. 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