{"id":61138,"date":"2010-06-06T08:35:43","date_gmt":"2010-06-06T06:35:43","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=61138"},"modified":"2010-06-07T08:36:13","modified_gmt":"2010-06-07T06:36:13","slug":"konjunkturaufschwung-in-hessen-stabilisiert-sich","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=61138","title":{"rendered":"Konjunkturaufschwung in Hessen stabilisiert sich"},"content":{"rendered":"<p><strong>Frankfurt. <\/strong>Auf der Konjunkturleiter ist es im Fr\u00fchsommer 2010 f\u00fcr die hessische Wirtschaft weiter nach oben gegangen. \u201eDie konjunkturelle Erholung in Hessen verfestigt sich&#8221;, sagte Dr. Mathias M\u00fcller, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft hessischer Industrie- und Handelskammern, bei der Vorstellung der Ergebnisse der IHK-Fr\u00fchjahrsumfrage. Nach der aktuellen Umfrage der hessischen IHKs unter 8.500 Mitgliedsunternehmen steigt die Stimmung der hessischen Unternehmen weiter an.<!--more--><\/p>\n<p>Der Gesch\u00e4ftsklimaindex, der die psychologisch wichtige Grenze zwischen positiver und negativer Gesamtstimmung darstellt, ist um knapp elf Punkte auf rund 112 Z\u00e4hler angestiegen. Ebenfalls verbessert hat sich die Bewertung der Unternehmen hinsichtlich ihrer aktuellen Lage. Rund 83 Prozent sch\u00e4tzen ihre derzeitige Situation als \u201egut\u201c oder zumindest \u201ebefriedigend\u201c ein. Vor einem Jahr waren dies lediglich knapp 62 Prozent. Mit dieser Entwicklung gehen steigende Erwartungen der Unternehmer einher. Erstmals seit Beginn der Krise blicken wieder deutlich mehr Unternehmen optimistisch auf die kommenden Monate. So gehen rund 30 Prozent von besseren Gesch\u00e4ften im Jahresverlauf aus. Lediglich 17 Prozent der Unternehmer bewerten ihre Gesch\u00e4ftsaussichten pessimistisch.<\/p>\n<p>Durchweg positiver ist auch die branchenspezifische Stimmung der Unternehmer. So erh\u00f6hte sich das Gesch\u00e4ftsklima der in Hessen stark vertretenen Dienstleister um rund 6 Punkte auf 117 Z\u00e4hler. Etwa 28 Prozent beurteilen ihre momentane Gesch\u00e4ftslage als \u201egut\u201c. Vor einem Jahr waren dies lediglich knapp 17 Prozent. Von einer besseren Entwicklung der Gesch\u00e4fte in den kommenden Monaten gehen rund 29 Prozent aus. Insbesondere bei den Wirtschafts- und Unternehmensberatungen ist die Stimmung stark angestiegen. Mit gro\u00dfer Dynamik entwickelt sich auch weiterhin der Bereich der Vermittlung und \u00dcberlassung von Arbeitskr\u00e4ften. Hier liegt der Klimaindex mit etwa 154 Punkten besonders hoch. Auch die personenbezogenen Dienstleister beispielsweise im Bereich Kunst, Unterhaltung und Erholung sind erneut positiver gestimmt als in der Vorumfrage.<\/p>\n<p>Deutlich weniger dynamisch hellt sich die Stimmung in einigen binnenorientierten Branchen, wie dem Einzelhandel und dem Gastgewerbe auf. Hier sorgt zwar der private Konsum von G\u00fctern und Dienstleistungen in Deutschland dank der robusten Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt weiterhin f\u00fcr Stabilit\u00e4t. Gleichwohl erwarten die Unternehmen der konsumorientierten Branchen in den kommenden Monaten keine Ausrei\u00dfer nach oben.<\/p>\n<p>Besonders z\u00fcgig hellt sich die Stimmung bei den hiesigen Industrieunternehmen auf: Die Auftragseing\u00e4nge sind in Hessen kr\u00e4ftig angestiegen, auch wenn die Unternehmen aktuell noch nicht voll ausgelastet sind. Der Gesch\u00e4ftsklimaindikator steigt um gut 17 Punkte auf einen Stand von rund 113 Z\u00e4hlern. Im Vergleich zur Vorumfrage beurteilt die Branche sowohl ihre aktuelle Lage als auch ihre Gesch\u00e4ftsentwicklungen im Jahresverlauf erneut positiver. Deutlich verbessert hat sich in diesem Zusammenhang auch die Gesch\u00e4ftslage der f\u00fcr Hessen besonders wichtigen Industriebranchen wie der chemischen und der pharmazeutischen Industrie. Von diesen Entwicklungen profitiert auch die Verkehrswirtschaft, weil wieder mehr G\u00fcter transportiert werden m\u00fcssen.<\/p>\n<p>Starke Impulse gehen vom Export aus. Hier profitieren sowohl Hessen als auch Deutschland vom weltweiten Aufschwung. Rund 37 Prozent der Unternehmen aus der Exportwirtschaft erwarten f\u00fcr den weiteren Jahresverlauf steigende Ausfuhrzahlen. Lediglich rund neun Prozent rechnen mit einem R\u00fcckgang der Exporte. Im vergangenen Jahr waren dies noch fast 48 Prozent. Auch die Investitionsbereitschaft der Unternehmen kehrt wieder zur\u00fcck. Gerade die Industrie, die von der Krise mit am h\u00e4rtesten getroffen wurde, will im Jahresverlauf wieder vermehrt investieren.<\/p>\n<p>Der hessische Arbeitsmarkt hat sich in den Krisenmonaten robust gezeigt. Ungeachtet der schw\u00e4cheren Produktion wollen die hessischen Unternehmen ihren Personalbestand sogar wieder leicht ausweiten. \u201eAufgrund des bevorstehenden Fachkr\u00e4ftemangels haben Unternehmen ihre Mitarbeiter im Unternehmen gehalten \u2013 und das trotz geringer Auslastung und hoher Kosten in der Wirtschafts- und Finanzkrise\u201c, sagte Dr. Hubertus Hille, Konjunkturexperte der Arbeitsgemeinschaft hessischer IHKs. Wie der k\u00fcrzlich von der IHK vorgestellte Fachkr\u00e4ftemonitor f\u00fcr Hessen zeigt, werden der hessischen Wirtschaft bis 2015 147.000 Fachkr\u00e4fte fehlen. Von diesem Mangel werden vor allem die unternehmensnahen Dienstleister betroffen sein.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Frankfurt. 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