{"id":61048,"date":"2010-06-02T02:42:27","date_gmt":"2010-06-02T00:42:27","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=61048"},"modified":"2010-06-01T20:42:53","modified_gmt":"2010-06-01T18:42:53","slug":"quellen-aktionstag-am-auersberg-bei-hilders","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=61048","title":{"rendered":"Quellen-Aktionstag am Auersberg bei Hilders"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/100601_Quellenaktionstag.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-61049\" title=\"100601_Quellenaktionstag\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/100601_Quellenaktionstag-265x198.jpg\" alt=\"100601_Quellenaktionstag\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/100601_Quellenaktionstag-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/100601_Quellenaktionstag.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Hilders. <\/strong>Was kreucht und fleucht eigentlich in unseren Rh\u00f6ner Quellen \u2013 und warum ist der Erhalt von Quellen so wichtig? Diese und andere Fragen beantworteten den M\u00e4dchen und Jungen der Klasse 7 Rb der Mittelpunktschule Hilders jetzt beim Quellen-Aktionstag die Vertreter von Hessen-Forst, des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n, des Landesverbands f\u00fcr H\u00f6hlen- und Karstforschung Hessen und des Vereins Rh\u00f6nNatur e.V. Der Quellen-Aktionstag fand im Rahmen des \u201eJahrs der Biodiversit\u00e4t\u201c statt, zu dem die Vereinten Nationen das Jahr 2010 ausgerufen haben. Bewusst hatten die Veranstalter den Auersberg bei Hilders daf\u00fcr ausgew\u00e4hlt. \u201eHier gibt es sch\u00e4tzungsweise 250 bis 300 Quellen; 202 davon haben wir bisher untersucht\u201c, meinte Stefan Zaenker vom Landesverband f\u00fcr H\u00f6hlen- und Karstforschung Hessen.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eJedes Jahr schrumpfen die W\u00e4lder weltweit um rund 13 Millionen Hektar. Das ist ein Drittel der Fl\u00e4che von Deutschland. Viele Arten gehen so verloren\u201c, sagte Frank Scheler, Landesbetriebsleitung Hessen-Forst. In Deutschland habe vor vielen Jahren ein Umdenken eingesetzt. \u201eBei uns werden die W\u00e4lder immer naturnaher. Wir gehen weg vom Fichtenforst. In Hessen besteht die H\u00e4lfte der Waldfl\u00e4che inzwischen aus Laubb\u00e4umen\u201c, sagte Scheler. Das Durchschnittsalter der Buche betrage in Hessen 99 Jahre.<\/p>\n<p>\u201eDer Wald ist in Deutschland der artenreichste Lebensraum. Arten, die es nicht mehr gab, kehren inzwischen zur\u00fcck, beispielsweise die Wildkatze, der Luchs oder der Wolf\u201c, nannte Scheler Beispiele. Es gebe auch wieder viele Flederm\u00e4use in den W\u00e4ldern, und mit 80 Brutpaaren habe der Schwarzstorch in Hessen seine h\u00f6chste Brutdichte in ganz Deutschland. \u201eWir von Hessen-Forst wollen, dass diese Entwicklungen so bleiben. Deshalb hat seit diesem Jahr jedes Forstamt eine Artenpatenschaft \u00fcbernommen\u201c, erkl\u00e4rte Scheler. Im Einzugsbereich des Forstamts Hofbieber betreffe dies die Mopsfledermaus und die Quellen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/100601_Instrumente.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-61050\" title=\"100601_Instrumente\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/100601_Instrumente-265x198.jpg\" alt=\"100601_Instrumente\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/100601_Instrumente-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/100601_Instrumente.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a> <a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/100601_Tiere.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-thumbnail wp-image-61051\" title=\"100601_Tiere\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/100601_Tiere-265x198.jpg\" alt=\"100601_Tiere\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/100601_Tiere-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/100601_Tiere.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><\/p>\n<p>In den W\u00e4ldern der Rh\u00f6n wie am Auersberg bei Hilders gebe es viele nat\u00fcrliche Quellen und B\u00e4che, erl\u00e4uterte der Leiter des Forstamts Hofbieber, Adalbert Fischer. Quellen seien zugleich die gef\u00e4hrdetsten Lebensr\u00e4ume. \u201eWir wollen daher versuchen, dass wir nicht mit Traktoren durch Quellgebiete fahren, dass wir keine Kahlschl\u00e4ge anlegen und dass wir keine Nadelb\u00e4ume im Einzugsbereich einer Quelle haben, weil sich dadurch die Zusammensetzung des Wassers \u00e4ndert\u201c, sagte Fischer. Das Forstamt habe in der Rh\u00f6n speziell die Patenschaft f\u00fcr die Rh\u00f6nquellschnecke \u00fcbernommen, denn diese Art gebe es nur in der Rh\u00f6n und in einzelnen Bereichen des Vogelsberges.<\/p>\n<p>\u201eWir freuen uns dar\u00fcber, dass sich Fl\u00e4chenbewirtschafter und Fl\u00e4chenverwalter dem Quellenerhalt verschrieben haben\u201c, hob der Leiter der Hessischen Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n, Otto Evers, hervor. \u201eWachstum ist nur dort m\u00f6glich, wo gesundes Wasser vorhanden ist. Das ist \u00e4hnlich wie das Blut in unseren Adern\u201c, meinte er.<\/p>\n<p>Das Wasser im Boden sei einer der besonderen Lebensr\u00e4ume. \u201eDas Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n hat vor etlichen Jahren schon erkannt, dass diese Lebensr\u00e4ume sehr wichtig sind und hat deshalb eine gro\u00df angelegte Quellenkartierung in Auftrag gegeben.\u201c Das Beste, was man dem Lebensraum Quelle angedeihen lassen k\u00f6nne, sei, ihn in Ruhe zu lassen. Das Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n unterst\u00fctze daher auch finanziell die Renaturierung von Quellen.<\/p>\n<p>\u201eQuellen sind Schnittstellen zwischen dem unterirdischen und dem oberirdischen Lebensraum\u201c, sagte Zaenker. Anhand von Bildern stellte er die Bewohner Rh\u00f6ner Quellen vor, darunter die Rh\u00f6nquellschnecke, der H\u00f6hlenflohkrebs oder die Bachschwinde. Auch der Alpenstrudelwurm, der Vielaugenstrudelwurm und Wassermilben sind hier anzutreffen. Im Anschluss an die Theorie konnten sich alle selbst davon \u00fcberzeugen, wie viel Leben eine Rh\u00f6ner Quelle zu bieten hat.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Hilders. Was kreucht und fleucht eigentlich in unseren Rh\u00f6ner Quellen \u2013 und warum ist der Erhalt von Quellen so wichtig? 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