{"id":61042,"date":"2010-06-04T03:12:22","date_gmt":"2010-06-04T01:12:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=61042"},"modified":"2010-06-04T07:12:33","modified_gmt":"2010-06-04T05:12:33","slug":"haselmaus-soll-auch-in-der-rhoen-eine-heimat-finden-pflanzaktion-im-klostergarten-von-zella","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=61042","title":{"rendered":"Haselmaus soll auch in der Rh\u00f6n eine Heimat finden &#8211; Pflanzaktion im Klostergarten von Zella"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/100601_Baumpflanzen.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-61043\" title=\"100601_Baumpflanzen\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/100601_Baumpflanzen-265x196.jpg\" alt=\"100601_Baumpflanzen\" width=\"265\" height=\"196\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/100601_Baumpflanzen-265x196.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/06\/100601_Baumpflanzen.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Zella. <\/strong>Im Klostergarten von Zella k\u00f6nnte vielleicht schon bald die seltene Haselmaus ideale Lebensbedingungen vorfinden. Zumindest haben die Mitarbeiter der Th\u00fcringer Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n, die Gemeinde Zella, Sch\u00fclerinnen des Th\u00fcringer Rh\u00f6ngymnasiums in Kaltensundheim und der Augenoptiker Fielmann als Sponsor alles daf\u00fcr getan. Gemeinsam pflanzten sie verschiedene B\u00e4ume und Str\u00e4ucher, um einen Biotopverbund zu schaffen, den die Haselmaus bevorzugt.<!--more--><\/p>\n<p>Das Projekt \u201eNussjagd in Th\u00fcringen\u201c soll nun auch in Zella, dem Sitz der Th\u00fcringer Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n, im wahrsten Sinne des Wortes Fr\u00fcchte tragen. \u201eEs geht darum, geeignete Biotope zu schaffen, um zu versuchen, die Haselmaus dort heimisch werden zu lassen. Ganz wichtig dabei ist der Biotopverbund. Die Haselmaus bewegt sich im Ge\u00e4st von B\u00e4umen und Str\u00e4uchern fort\u201c, erl\u00e4utert Bernd Baumann, Biologielehrer am Th\u00fcringer Rh\u00f6ngymnasium in Kaltensundheim. Bereits seit einiger Zeit besch\u00e4ftigen sich hier die Sch\u00fclerinnen der 9. Klasse Carolin Lotz aus Dermbach, Anne-Kathrin Hugk aus Lindenau, Lena Garkisch aus Oberalba und Josefin Hande aus Unterweid im Rahmen einer Belegarbeit mit der Haselmaus. Inzwischen haben sie viel Wissenswertes \u00fcber das seltene Tier zusammengetragen.<\/p>\n<p>Im Rahmen des Projekts \u201eNussjagd in Th\u00fcringen\u201c, das vom Naturschutzbund (NABU) Th\u00fcringen und vom Naturkundemuseum in Altenburg begleitet wird, werden an ausgew\u00e4hlten Standorten verschiedene Str\u00e4ucher und B\u00e4ume gepflanzt, die allesamt von der Haselmaus bevorzugt werden. \u201eDas sind beispielsweise Haselnuss, Heckenrose, Wildapfel, Wildbirne, Wei\u00dfdorn, Schwarzdorn, Eberesche und Vogelbeere\u201c, erkl\u00e4rt Rolf Friedrich, Mitarbeiter der Th\u00fcringer Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n.<\/p>\n<p>Als Sponsor f\u00fcr 20 Pflanzpakete im Wert von 2 000 Euro konnte der Augenoptiker Fielmann gewonnen werden. Daher legte im Klostergarten von Zella auch die Niederlassungsleiterin von Fielmann in Meiningen, Andrea Baster, beim Pflanzen mit Hand an. \u201eFielmann engagiert sich bundesweit bereits seit vielen Jahren f\u00fcr die Natur und Umwelt. F\u00fcr jeden Mitarbeiter wird beispielsweise ein Baum gepflanzt\u201c, meint sie. F\u00fcr den Klostergarten in Zella stelle das Unternehmen zwei Pakete mit insgesamt 60 Pflanzen zur Verf\u00fcgung.<\/p>\n<p>\u201eDer Standort in Zella ist wichtig, weil wir einerseits bereits g\u00fcnstige Voraussetzungen f\u00fcr die Haselmaus finden und weil wir hier eine wirksame \u00d6ffentlichkeitsarbeit mit verschiedenen Partnern leisten k\u00f6nnen. Wir wollen Musterbiotope schaffen, um unseren G\u00e4sten und Bewohnern zu zeigen, was sie selbst tun k\u00f6nnen, um der Haselmaus geeignete Lebensr\u00e4ume zu bieten\u201c, betont der Leiter der Th\u00fcringer Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n, Karl-Friedrich Abe.<\/p>\n<p>\u201eOb wir Erfolg mit unseren Bem\u00fchungen haben, wissen wir nat\u00fcrlich nicht\u201c, erg\u00e4nzt er. G\u00fcnstig k\u00f6nnten sich jedoch die bereits vorhandene Streuobstwiese und einige Wei\u00dfdornstr\u00e4ucher auswirken. \u201eSelbst, wenn die Haselmaus nicht hierher kommt, besteht die Chance, ein Biotop f\u00fcr den Siebenschl\u00e4fer aufzubauen\u201c, meint Rolf Friedrich. \u201eDas w\u00e4re dann ebenfalls ein gro\u00dfer Schritt beim Schutz seltener Arten.\u201c<\/p>\n<p>Wenn die Str\u00e4ucher und B\u00e4ume einige Zeit stehen, werden spezielle K\u00e4sten f\u00fcr die Haselmaus aufgeh\u00e4ngt, k\u00fcndigt Bernd Baumann an. Anhand aufgesammelter Haseln\u00fcsse sollen dann die Fra\u00dfspuren an ihnen bestimmt werden, um so einen R\u00fcckschluss auf die Existenz der Haselmaus ziehen zu k\u00f6nnen. Das Th\u00fcringer Rh\u00f6ngymnasium, hebt er hervor, werde die Pflege und Kontrolle des Biotops im Klostergarten von Zella \u00fcbernehmen. Ein zweites Biotop werde am S\u00fcdhang der Hohen Geba angelegt.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Zella. Im Klostergarten von Zella k\u00f6nnte vielleicht schon bald die seltene Haselmaus ideale Lebensbedingungen vorfinden. Zumindest haben die Mitarbeiter der Th\u00fcringer Verwaltungsstelle des Biosph\u00e4renreservats Rh\u00f6n, die Gemeinde Zella, Sch\u00fclerinnen des Th\u00fcringer Rh\u00f6ngymnasiums in Kaltensundheim und der Augenoptiker Fielmann als Sponsor alles daf\u00fcr getan. 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