{"id":6083,"date":"2007-10-29T00:50:09","date_gmt":"2007-10-28T23:50:09","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=6083"},"modified":"2007-10-29T00:50:19","modified_gmt":"2007-10-28T23:50:19","slug":"artenhilfsprogramm-laeuft-erfolgreich-erneut-edelkrebse-von-freiwilligen-helfern-ausgesetzt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=6083","title":{"rendered":"Artenhilfsprogramm l\u00e4uft erfolgreich &#8211; Erneut Edelkrebse von freiwilligen Helfern ausgesetzt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Sch\u00f6nes aus der\u00c2\u00a0Rh\u00f6n.<\/strong> Seit dem Jahr 2000 l\u00e4uft ein Projekt zur Wiederbesiedlung der Rh\u00f6ner B\u00e4che mit dem Deutschen Edelkrebs. Im Rahmen dieses Projektes, das von der Oberen Fischereibeh\u00f6rde gemeinsam mit dem Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n betrieben wird, wurden jetzt wieder Besatzma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt. Dabei konnten 5.000 knapp einj\u00e4hrige Jungkrebse in zehn Bachl\u00e4ufen mit Unterst\u00fctzung ehrenamtlicher Krebswarte ausgesetzt werden.<!--more--><\/p>\n<p>Alte Berichte belegen, dass der Deutsche Edelkrebs in der Rh\u00f6n durchaus h\u00e4ufig war. Der gepanzerte Allesfresser wurde nach dem Zweiten Weltkrieg zum Beispiel im Igelbach oder auch in der N\u00fcst gefangen. Gew\u00e4sserverschmutzungen und Besatzma\u00dfnahmen mit amerikanischen Krebsen setzten allerdings den heimischen Edelkrebspopulationen schwer zu. Besonders problematisch ist, dass amerikanische Krebsarten wie der Signalkrebs oder der Kamberkrebs h\u00e4ufig Tr\u00e4ger einer Pilzkrankheit, der so genannten Krebspest, sind. Gegen diesen Pilzbefall hat der \u201eEurop\u00e4er\u201c keine Resistenzen ausgebildet, so dass derartige Besatzma\u00dfnahmen oftmals zum vollst\u00e4ndigen Erl\u00f6schen der alten Edelkrebspopulationen gef\u00fchrt haben.<\/p>\n<p>Seit dem Jahr 2000 arbeiten Angelvereine, Obere Fischereibeh\u00f6rde, Fischzuchtbetriebe und Biosph\u00e4renreservat Hand in Hand, um den Deutschen Edelkrebs wieder heimisch zu machen. Zu diesem Zweck wurden inzwischen nahezu alle Bachl\u00e4ufe in der Rh\u00f6n auf ihre Eignung als Lebensraum f\u00fcr den Krebs untersucht. Seit 2004 werden j\u00e4hrlich Edelkrebse in geeigneten Bachabschnitten ausgebracht.<\/p>\n<p>So haben sich inzwischen wieder am D\u00f6llbach, am Dammersbach, im Brandbach oder auch in der Weid kleine Populationen bilden k\u00f6nnen. Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von dem Diplom-Biologen Christoph D\u00fcmpelmann aus Marburg. Ihm zur Seite stehen f\u00fcnfzehn ehrenamtliche Krebswarte, die von ihm geschult wurden und das Projekt vor Ort betreuen.<\/p>\n<p>Martin Kremer, Sachgebietsleiter Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n beim Landkreis Fulda, ist davon \u00fcberzeugt, dass mit dem Krebsprojekt ein erfolgreiches Artenhilfsprogramm gestartet worden sei. \u201eWenngleich aufgrund der schwierigen Witterung in diesem Jahr die Ergebnisse des Monitorings eher bescheiden waren, gehen wir doch davon aus, dass inzwischen kleinr\u00e4umig reproduktionsf\u00e4hige Best\u00e4nde aufgebaut werden konnten.\u201c<\/p>\n<p>Der Deutsche Edelkrebs ist als Rote-Liste-Art streng gesch\u00fctzt und darf nicht befischt werden. Anders verh\u00e4lt es sich mit dem Amerikanischen Signalkrebs. Hier w\u00fcrde sich Kremer w\u00fcnschen, dass dieser Krebs, der leider in relativ dichten Best\u00e4nden in der Fulda, L\u00fctter, Haune und der Ulster zu finden ist, h\u00e4ufiger in den Kochtopf wandert.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Sch\u00f6nes aus der\u00c2\u00a0Rh\u00f6n. Seit dem Jahr 2000 l\u00e4uft ein Projekt zur Wiederbesiedlung der Rh\u00f6ner B\u00e4che mit dem Deutschen Edelkrebs. Im Rahmen dieses Projektes, das von der Oberen Fischereibeh\u00f6rde gemeinsam mit dem Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n betrieben wird, wurden jetzt wieder Besatzma\u00dfnahmen durchgef\u00fchrt. 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