{"id":60599,"date":"2010-05-28T04:49:04","date_gmt":"2010-05-28T02:49:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=60599"},"modified":"2010-05-28T07:49:53","modified_gmt":"2010-05-28T05:49:53","slug":"lifebridge-klinikum-fulda-verfuegt-als-erstes-hessisches-krankenhaus-ueber-neues-mobiles-herz-lungen-unterstuetzungssystem","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=60599","title":{"rendered":"\u201eLifebridge\u201c &#8211; Klinikum Fulda verf\u00fcgt als erstes hessisches Krankenhaus \u00fcber neues mobiles Herz-Lungen-Unterst\u00fctzungssystem"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100527_Klinikum.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-60600\" title=\"100527_Klinikum\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100527_Klinikum-265x160.jpg\" alt=\"100527_Klinikum\" width=\"265\" height=\"160\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100527_Klinikum-265x160.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100527_Klinikum.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda.<\/strong> Einhellig ist die Meinung der Mediziner \u00fcber \u201eLifebridge\u201c, das erste tragbare kompakte Herz-Lungen- Unterst\u00fctzungssystem. Sie sind begeistert vom gerade mal 61 Zentimeter breiten und 45 Zentimeter hohen Ger\u00e4t, das die \u00dcberlebenschancen von Notfallpatienten mit Herzinfarkt oder Lungenembolie deutlich erh\u00f6ht. Das Klinikum Fulda ist das erste Krankenhaus in Hessen, das k\u00fcnftig diese innovative Technik \u201emade in Germany\u201c einsetzt. Die Erfolgsstory von \u201eLifebridge\u201c hat \u00fcbrigens von der Domstadt aus ihren Anfang genommen.<!--more--><\/p>\n<p>In Fulda begann die \u201eLifebridge Medizintechnik AG\u201c, die heute in Bayern zu Hause ist, mit der Entwicklung des einfach zu bedienenden nur 18 Kilo schweren \u201eNotfallhelfers\u201c. Michael Huf, \u201eLifebridge\u201c Vertriebsdirektor und Mitentwickler des Ger\u00e4ts, freut sich, dass die Entwicklung aus seinem Haus das weltweit erste Ger\u00e4t seiner Art ist, das die CE Zulassung und sogar die der amerikanischen Gesundheitsbeh\u00f6rde FDA erhalten hat. Damit sei \u201eh\u00f6chstoffiziell best\u00e4tigt worden, welch hohem sicherheitstechnischen und patientenrelevanten Anforderungen das System entspricht.\u201c<\/p>\n<p><strong>Deutsche Innovation<\/strong><\/p>\n<p>Klinikum Vorstand Harald Jeguschke lobte die Idee als eine \u201edeutsche Innovation, die ihren Sprung in die USA macht.\u201c Rund 60.000 Euro kostet die Neuanschaffung das Haus der Maximalversorgung. Eine zukunftsorientierte, vor allem dem Wohl und dem Leben betroffener Patienten dienende Investition, wie Jeguschke betont.\u00c2\u00a0 In Zukunft werden drei bis vier solcher Systeme f\u00fcr die vom Klinikum betreute Region ben\u00f6tigt.<\/p>\n<p>Die Idee des neuen Systems entstand, nachdem ein 38-j\u00e4hriger Freund Hufs an einem Infarkt verstorben war. \u201eWir haben \u00fcberlegt, eine Maschine zu erfinden, die im Notfall helfen kann, einfach zu bedienen und sicher ist\u201c, erl\u00e4utert der Vertriebsdirektor. Das System sei nicht allein den Gedanken eines Ingenieurs entsprungen, vielmehr gemeinsam mit Anwendern entwickelt worden. 7 deutsche Kliniken werden in K\u00fcrze etwa 20 \u201eLifebridge\u201c-Systeme einsetzen. Weltweit sollen laut Huf bald 60 bis 70 Ger\u00e4te im Einsatz sein.<\/p>\n<p>Privatdozent Dr. Achim Hellinger, Medizinischer Direktor des Klinikums Fulda, sieht in der neuen Herz- Lungen-Maschine einen \u201eweiteren Mosaikstein in der Optimierung der Behandlung von Patienten, die mit akuter Kreislaufschw\u00e4che ins Klinikum kommen.\u201c<\/p>\n<p><strong>Miniaturisieren<\/strong><\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100527_Klinikum2.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-60601\" title=\"100527_Klinikum2\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100527_Klinikum2-265x350.jpg\" alt=\"100527_Klinikum2\" width=\"265\" height=\"350\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100527_Klinikum2-265x350.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100527_Klinikum2.jpg 399w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>\u201eLifebridge\u201c werde zur Herz-Kreislaufunterst\u00fctzung eingesetzt. Lungenembolien oder chronische Zust\u00e4nde wie Herzmuskelschw\u00e4che seien \u201eSituationen, die schnelles Handeln erfordern\u201c, erl\u00e4uterte Professor Dr. Volker Sch\u00e4chinger, Direktor der Medizinischen Klinik I. Herz-Lungen-Maschinen k\u00f6nnten die eingeschr\u00e4nkte Herzleistung \u00fcberbr\u00fccken. Die im OP eingesetzten Ger\u00e4te seien jedoch zu gro\u00df und nicht einsetzbar in Transportmitteln. Im Gegensatz, so Sch\u00e4chinger, sei die neue miniaturisierte Herz-Lungen-Maschine innerhalb von nur 7-10 Minuten einsetzbar.<\/p>\n<p>Seine Funktionen sind au\u00dferdem leicht erlernbar. Eingesetzt werden soll diese im Wesentlichen bei Patienten mit sehr gro\u00dfem Herzinfarkt, deren \u00dcberlebenschance oft nur 10 bis 20 Prozent betrage. Das Ger\u00e4t helfe die schwierigste Phase zu \u00fcberbr\u00fccken, dann, wenn die Kreislaufleistung nach unten geht. Das Klinikum Fulda habe sich f\u00fcr die Anschaffung entschieden, weil es ein Haus der Maximalversorgung ist, das bis zu 500.000 Patienten versorgt. J\u00e4hrlich erfolgen laut Professor Sch\u00e4chinger 2.000<\/p>\n<p>Herzkatheter-Behandlungen. Bei ca. 40 Patienten pro Jahr k\u00f6nnte das System lebensrettend sein. Hierzu geh\u00f6ren auch Patienten, die \u00fcber den Rettungsdienst in die Zentrale Notaufnahme gebracht werden. Deshalb besteht beim Einsatz von \u201eLifebridge\u201c auch eine enge Kooperation mit dem Notaufnahme-Team, welches von Prof. Dr. Andr\u00e9 Gries geleitet wird.<\/p>\n<p>Der Einsatz der \u201eLifebridge\u201c in der Zentralen Notaufnahme erscheint aus Sicht von Prof. Dr. Andr\u00e9 Gries, Direktor der Zentralen Notaufnahme am Klinikum, sinnvoll. Bei j\u00e4hrlich rund 45.000 Patientenkontakten werden hier an der Nahtstelle zwischen pr\u00e4klinischer und klinischer Versorgung die Patienten aufgenommen, erstversorgt und der notwendigen Diagnostik oder Intervention zugef\u00fchrt. Der fr\u00fche Einsatz der \u201eLifebridge\u201c bei entsprechender Indikation bereits im Schockraum der Notaufnahme kann daher die Prognose bei Patienten mit Lungenembolie oder kardiogenem Schock verbessern.<\/p>\n<p><strong>Ideengeber Lindberg<\/strong><\/p>\n<p>\u201eIch bin begeistert von der Maschine\u201c, betonte auch der Direktor der Klinik f\u00fcr Herz- und Thoraxchirurgie, Privatdozent Dr. Hilmar D\u00f6rge.\u00c2\u00a0 Ideengeber der Herz-Lungen-Maschine war urspr\u00fcnglich Charles Lindberg, der einen lungenkranken Bruder hatte. 1953 wurde die erste Maschine in der Praxis eingesetzt. Das, so D\u00f6rge, war der Beginn der Herzchirurgie. Die Herz-Lungen-Maschine habe die gewaltige Entwicklung in der Herzchirurgie ausgel\u00f6st.<\/p>\n<p>Die Weiterentwicklung, aber nicht der Ersatz bisheriger Systeme, sei \u201eLifebridge.\u201c Das Bedienen der Maschine im OP sei eine komplexe Angelegenheit. Das \u201eLifebridge\u201c-System erledige vieles automatisch.\u00c2\u00a0 Die Anwendung sei viel einfacher geworden. \u201eEs war und ist deshalb h\u00f6chste Zeit f\u00fcr diese Maschine\u201c, wie D\u00f6rge unterstrich. Vorteilhaft sei auch, dass das Ger\u00e4t im Hubschrauber transportiert werden k\u00f6nne.\u00c2\u00a0 Damit k\u00f6nnten Patienten sofort am Leben erhalten werden.<\/p>\n<p><strong>Weitere Miniaturisierung gew\u00fcnscht<\/strong><\/p>\n<p><strong> <\/strong><\/p>\n<p>Das Ger\u00e4t werde zun\u00e4chst intern im Klinikum eingesetzt, erl\u00e4uterte Professor Dr. Clemens-Alexander Greim, Direktor der Klinik f\u00fcr An\u00e4sthesiologie, Intensiv- und Notfallmedizin. Die Besonderheit, dass das \u201eLifebridge\u201c-System direkt zum Patienten gebracht werden k\u00f6nne, sei f\u00fcr Notfallmediziner von besonderem Interesse. F\u00fcr die Zukunft w\u00fcnscht sich der Mediziner eine \u201eweitere Miniaturisierung.\u201c Wesentlich f\u00fcr die Notfallversorgung ist: Das Ger\u00e4t kann f\u00fcr Transportzwecke netzunabh\u00e4ngig betrieben werden und kann daf\u00fcr bis zu 2,5 Stunden auf Batteriebetrieb umgeschaltet werden.<\/p>\n<p>Denkbar sei, dass ein Arzt des Klinikums Fulda das Ger\u00e4t auch vor Ort einsetzt und den Patienten kreislaufstabilisiert, wenn er etwa in\u00c2\u00a0\u00c2\u00a0 einem Einkaufszentrum kollabiert.\u00c2\u00a0 Das, so r\u00e4umte Greim ein, sei im Moment jedoch \u201enoch ein wenig vision\u00e4r.\u201c Realit\u00e4t sei jedoch, dass das Ger\u00e4t im Gegensatz zu konventionellen Herz-Lungen-Maschinen ohne einen Kardiotechniker einsetzbar sei und daher auch f\u00fcr die pr\u00e4klinische Notfallmedizin interessante Optionen biete. (mb)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. 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