{"id":60095,"date":"2010-05-21T02:03:37","date_gmt":"2010-05-21T00:03:37","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=60095"},"modified":"2010-05-20T18:03:53","modified_gmt":"2010-05-20T16:03:53","slug":"orgelmatinee-im-fuldaer-dom-mit-benedikt-bonelli","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=60095","title":{"rendered":"Orgelmatinee im Fuldaer Dom mit Benedikt Bonelli"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100520_Bonelli.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-60096\" title=\"100520_Bonelli\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100520_Bonelli-265x367.jpg\" alt=\"100520_Bonelli\" width=\"265\" height=\"367\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100520_Bonelli-265x367.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100520_Bonelli.jpg 399w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda. <\/strong>Den Abschluss der Mai-Matineen gibt am 29. Mai, 12.05 Uhr, Benedikt Bonelli aus Kempten. Glanzpunkt des Programmes ist neben dem virtuosen \u201ePr\u00e4ludium und Fuge D-Dur\u201c mit abenteuerlichen Pedalfiguren das fantasievolle Werk von Sigfrid Karg-Elert, eine Hommage an H\u00e4ndel, in der man erlebt, \u201ewas ein Organist alles mit einer Orgel machen kann\u201c. Der Kostenbeitrag f\u00fcr die Orgelmatineen betr\u00e4gt 3,50 \u00e2\u201a\u00ac (erm\u00e4\u00dfigt 2,50 \u00e2\u201a\u00ac).<!--more--><\/p>\n<p><strong>Benedikt Bonelli<\/strong>, 1971 in Coesfeld\/Westfalen geboren, studierte Orgel an den Musikhochschulen in Wien und Salzburg bei Peter Planyavsky und Heribert Metzger. Abschluss mit Auszeichnung. Meisterkurse bei Harald Vogel, Fernando Tagliavini, Petr Eben, Guy Bovet und Michael Radulescu. Bonelli war zweifacher Stipendiat des Landes Nordrhein- Westfalen f\u00fcr die Altenberger Orgelakademie. Dar\u00fcber hinaus studierte er katholische Kirchenmusik. Zu seinen pr\u00e4genden Lehrern z\u00e4hlen Erwin Ortner (Dirigieren) und Wolfgang Sauseng (Komposition). Studien in Cembalo bei Liselotte Br\u00e4ndle und Christian Rieger. Er \u00fcbt eine rege Konzertt\u00e4tigkeit aus. Einladungen erhielt er u. a. zu den Festivals Musikwochen Millstatt, Wiener Orgelkonzerte, Internationale Orgelkonzerte Dom zu Erfurt sowie an die Domkirchen zu Bamberg und M\u00fcnster, an den Altenberger Dom und das Brucknerstift St. Florian. Produktionen f\u00fcr Radio Stephansdom und Mitwirkung als Organist und Dirigent bei Rundfunkgottesdiensten f\u00fcr ORF und WDR. Von 1999 bis 2003 Kapellmeister der Karlskirche Wien, sowie Leiter der dortigen Geistlichen Abendmusiken. Von 2003 bis 2009 Kantor der Pfarrei St. Martinus und Ludgerus in Sendenhorst. Seit Herbst 2009 ist Benedikt Bonelli Chordirektor und Organist an der Basilika St. Lorenz in Kempten (Allg\u00e4u).<!--more--><\/p>\n<p><strong>Zu den Werken:<\/strong> Als Johann Sebastian Bach das Pr\u00e4ludium und Fuge D\u2013Dur komponierte, war er erst ca. 23 Jahre alt; ein Alter voll Tatendrang und dem Bedu\u00cc\u02c6rfnis dem Gegenu\u00cc\u02c6ber etwas beweisen zu wollen. Und so klingt das Werk auch: ungestu\u00cc\u02c6me L\u00e4ufe und Akkordbrechungen, dramatische Akkordballungen &#8211; zur Schau gestellte Virtuosit\u00e4t, das auch noch in der \u201eAngebertonart\u201c D \u2013 Dur. Diesen Mitteln gab Bach aber eine Ordnung.<\/p>\n<p>Die toccatenhaften Eckteile des Pr\u00e4ludiums umschlie\u00dfen einen Mittelteil (\u201ealla breve\u201c), der liedhaft gestaltet ist und durch dialogartige Manualwechsel aufgelockert ist. Die Fuge besticht durch ihre treibende rhythmische Kraft, das Thema wird zerlegt, umgestellt und verku\u00cc\u02c6rzt, bevor der toccatenhafte Schluss den Bogen zum Pr\u00e4ludium spannt. Peter Kolman stammt aus Bratislava.<\/p>\n<p>Als Verfechter der Neuen Musik wurde er von den kommunistischen Machthabern der damaligen Tschechoslowakischen Republik argw\u00f6hnisch beobachtet, schlie\u00dflich im Jahr 1972 aus politischen Gru\u00cc\u02c6nden aus dem Slowakischen Komponistenverband ausgeschlossen, verbunden mit Auffu\u00cc\u02c6hrungs- und Publikationsverbot. Seit 1977 lebt er in der N\u00e4he von Wien. Er schreibt: \u201cLaudatio ist auf dem Kontrast von zwei Grundelementen aufgebaut: einerseits eine Art Rezitativ, an einigen Stellen sich wiederholend, andererseits einer Folge von 5- oder 6-stimmigen Akkorden, bei denen eine allm\u00e4hliche Hinaufbewegung durch chromatische Ver\u00e4nderung jeweils eines Akkordtones stattfindet; dabei ver\u00e4ndert sich jeweils der Akkordinhalt (die Intervallrelationen)\u201c.<\/p>\n<p><strong>Sigfrid Karg: <\/strong>Elert schuf ein gro\u00dfes Orgeloeuvre, dessen Bedeutung erst nach und nach wieder erkannt wird. Sein Werk ist reich an Stilen (neben deutsch\u2013romantischen Einflu\u00cc\u02c6ssen sind auch Einflu\u00cc\u02c6sse Debussys, Skrjabins und amerikanischer Komponisten erkennbar). In der Homage to Handel fu\u00cc\u02c6hrt der exzentrische Karg\u2013Elert phantasievoll vor, was man mit einem kurzen ostinaten Thema so alles machen kann, und der Organist kann zeigen, was man alles mit einer Orgel machen kann.<\/p>\n<p><strong>Programm:<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>J. S. Bach Pr\u00e4ludium und Fuge D-Dur (1685 &#8211; 1750) BWV 532<\/li>\n<li>Peter Kolman Laudatio (* 1937)<\/li>\n<li>Sigfrid Karg\u2013Elert Homage to Handel(1877 \u2013 1933) op. 75<\/li>\n<\/ul>\n<p>Weitere Informationen zu den Orgelkonzerten im Fuldaer Dom finden Sie  unter <a href=\"http:\/\/www.orgelmusik.bistum-fulda.de\" target=\"_blank\">www.orgelmusik.bistum-fulda.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Den Abschluss der Mai-Matineen gibt am 29. Mai, 12.05 Uhr, Benedikt Bonelli aus Kempten. 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