{"id":59562,"date":"2010-05-14T02:56:36","date_gmt":"2010-05-14T00:56:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=59562"},"modified":"2010-05-14T07:57:23","modified_gmt":"2010-05-14T05:57:23","slug":"erhoehte-fallzahlen-beim-sozialpsychiatrischen-dienst","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=59562","title":{"rendered":"Erh\u00f6hte Fallzahlen beim Sozialpsychiatrischen Dienst"},"content":{"rendered":"<p>Fulda. Im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der vom Sozialpsychiatrischen Dienst des Kreisgesundheitsamtes erfassten Personen gegen\u00fcber 2008 deutlich erh\u00f6ht. In 2.634 Beratungskontakten (+24%) wurden 422 Personen (+26%) betreut. Dies geht aus der von Sozialp\u00e4dagogin Bernadette-Maria M\u00fchlen ausgearbeiteten Jahresstatistik hervor. Dr. Heike Reygers vom Fachbereich Gesundheit des Landkreises Fulda f\u00fchrt den Anstieg neben einer allgemein zu beobachtenden Zunahme von psychischen Erkrankungen insbesondere auf die verst\u00e4rkte Einbindung des Sozialpsychiatrischen Dienstes bei Fragen der beruflichen Eingliederung zur\u00fcck.<!--more--><\/p>\n<p>Der Sozialpsychiatrische Dienst k\u00fcmmert sich um Menschen, die aufgrund psychischer Erkrankung, Behinderung und\/oder Suchtmittelabh\u00e4ngigkeit nicht in der Lage sind, ihren Alltag alleine zu bew\u00e4ltigen. Das Schwergewicht der T\u00e4tigkeit liegt auf der Vermittlung von Hilfen mit dem Ziel, den Betroffenen ein weitgehend selbstbestimmtes Leben zu erm\u00f6glichen. Dabei nimmt die Krisenintervention einen besonderen Stellenwert ein. Eine weitere Aufgabe ist die Beratung und Betreuung der Angeh\u00f6rigen und Personen aus dem sozialen Umfeld. Auch wirkt der Sozialpsychiatrische Dienst seit Mitte des Jahres 2006 im Auftrag des Amtes f\u00fcr Arbeit und Soziales bei der Kl\u00e4rung des Hilfebedarfs von erwerbsf\u00e4higen Hilfebed\u00fcrftigen mit.<\/p>\n<p>Wie in den vergangenen Jahren betrug der Anteil der Neuanmeldungen beim Sozialpsychiatrischen Dienst 81 Prozent, 17 Prozent der erfassten Personen waren schon bekannt. An der Spitze lagen Menschen mit psychischer Erkrankung (47%), vor Menschen mit Suchtmittelmissbrauch\/-abh\u00e4ngigkeit (13%) sowie Menschen mit psychischer Erkrankung und Suchtmittelabh\u00e4ngigkeit (12%). Die M\u00e4nner (55%) hatten gegen\u00fcber den Frauen (45%) ein leichtes \u00dcbergewicht. Die st\u00e4rkste Altergruppe bildeten die 35- bis 44-j\u00e4hrigen (25%), gefolgt von den 46- bis 54-j\u00e4hrigen (24%) sowie den 25- bis 34-j\u00e4hrigen (23%). Die h\u00e4ufigsten Kontaktanl\u00e4sse waren berufliche Eingliederung (53%) und Probleme bei der Krankheitsbew\u00e4ltigung (27%).<\/p>\n<p>Nach Aussage des Ersten Kreisbeigeordneten Dr. Heiko Wingenfeld belegten die Zahlen den gesellschaftlichen Wandel, der sich nicht nur in einer vermehrten Anf\u00e4lligkeit f\u00fcr psychische Erkrankungen durch die einschl\u00e4gigen Stressfaktoren zeige. Man m\u00fcsse nur an berufliche \u00dcberlastung oder famili\u00e4re Konflikte denken. Auch w\u00fcrden psychische Erkrankungen heute viel weniger als fr\u00fcher tabuisiert, wodurch die grunds\u00e4tzliche Offenheit f\u00fcr Beratung und Therapie steige. Das wiederum f\u00fchre zu einer st\u00e4rkeren Inanspruchnahme der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Sozialpsychiatrischen Dienstes, die sich dieser Herausforderung gemeinsam mit den \u00fcbrigen Tr\u00e4gern im Sinne einer ganzheitlichen gemeindenahen Versorgung stellten.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Im vergangenen Jahr hat sich die Zahl der vom Sozialpsychiatrischen Dienst des Kreisgesundheitsamtes erfassten Personen gegen\u00fcber 2008 deutlich erh\u00f6ht. In 2.634 Beratungskontakten (+24%) wurden 422 Personen (+26%) betreut. Dies geht aus der von Sozialp\u00e4dagogin Bernadette-Maria M\u00fchlen ausgearbeiteten Jahresstatistik hervor. 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