{"id":59085,"date":"2010-05-07T04:34:38","date_gmt":"2010-05-07T02:34:38","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=59085"},"modified":"2010-05-07T07:34:50","modified_gmt":"2010-05-07T05:34:50","slug":"orgelmatinee-im-fuldaer-dom-mit-axel-flierl-am-15-mai","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=59085","title":{"rendered":"Orgelmatinee im Fuldaer Dom mit Axel Flierl am 15. Mai"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100506_Flierl.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-59086\" title=\"100506_Flierl\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100506_Flierl-265x397.jpg\" alt=\"100506_Flierl\" width=\"265\" height=\"397\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100506_Flierl-265x397.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/100506_Flierl.jpg 399w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda. <\/strong>Axel Flierl, Basilikaorganist an der sehenswerten Kirche St. Peter und Paul in Dillingen an der Donau, wird am 15. Mai um 12.05 Uhr Viernes wohl popul\u00e4rste Symphonie Nr. 3 in fis-Moll vollst\u00e4ndig pr\u00e4sentieren. Das hochvirtuose Werk f\u00fchrt durch alle H\u00f6hen und Tiefen und Klangfarben der Orgelwelt. Der Kostenbeitrag f\u00fcr die Orgelmatineen betr\u00e4gt 3,50 \u00e2\u201a\u00ac (erm\u00e4\u00dfigt 2,50 \u00e2\u201a\u00ac).<\/p>\n<p><strong>Axel Flierl<\/strong> (*1976 in N\u00fcrnberg) studierte Katholische Kirchenmusik, Konzertfach Orgel bei Edgar Krapp sowie Konzertfach Orgelimprovisation bei Wolfgang H\u00f6rlin an der Hochschule f\u00fcr Musik und Theater in M\u00fcnchen. Anschlie\u00dfend absolvierte er 2004 &#8211; 2006 ein Aufbaustudium Orgel in Paris bei Thierry Escaich und Vincent Warnier an Saint-\u00c3\u2030tienne-du-Mont. Intensive Besch\u00e4ftigung mit der franz\u00f6sischen Orgelsymphonik des 19. und 20. Jahrhunderts, insbesondere mit dem gesamten Orgelwerk von Maurice Durufl\u00e9 (1902 &#8211; 1986).<\/p>\n<p>Er war Tr\u00e4ger renommierter Stipendien des Bayerischen Kultusministeriums, des Deutsch-Franz\u00f6sischen Kulturrates und der franz\u00f6sischen Regierung. Ausgedehnte Studienaufenthalte an der \u201eCit\u00e9 Internationale des Arts\u201c sowie der \u201eCit\u00e9 Internationale Universitaire\u201c in Paris. Im November 2006 wurde Axel Flierl als Basilikaorganist und Chordirektor an die Sandtner-Orgel der Basilika St. Peter und Paul zu Dillingen an der Donau berufen. Dort gr\u00fcndete er 2007 die internationalen Konzertzyklen der \u201eDillinger Basilikakonzerte\u201c, mit deren k\u00fcnstlerischer Leitung er seither betraut ist.<!--more--><\/p>\n<p>Au\u00dferdem ist er als Dekanatskantor in der Organistenausbildung der Di\u00f6zese Augsburg aktiv. Zahlreiche Konzertverpflichtungen f\u00fchrten ihn als Orgelsolist bisher an die Domkirchen von M\u00fcnchen, Passau, Fulda, Eichst\u00e4tt und Trier sowie durch mehrere europ\u00e4ische L\u00e4nder. Dar\u00fcber hinaus gab er mehrfach erfolgreiche Gastspiele bei Festivals im europ\u00e4ischen Ausland (Notre-Dame de Paris, Lausanne, Dijon, Narbonne, Meran etc.) und machte sich mit Rundfunk- und CD-Einspielungen (ifo, ambitus) sowie diversen Fach-Publikationen einen Namen.<\/p>\n<p><strong>Zu den Werken: <\/strong><\/p>\n<p>Louis Vierne Symphonie Nr. 3 fis-Moll op. 28 (1911) Louis Vierne, der beru\u00cc\u02c6hmte, nahezu blinde \u201eOrganiste titulaire\u201c der Kathedrale von Notre-Dame, Paris, schrieb sechs so genannte \u201eOrgelsymphonien\u201c. Dieses Genre hat seine Vorl\u00e4ufer bei C\u00e9sar Franck (\u201eGrande Pi\u00e8ce Symphonique\u201c) und wurde von Charles-Marie Widor zu einer typisch franz\u00f6sischen Instrumentalgattung ausgebaut, die sich heute fest im Standardrepertoire der Konzertorganisten etabliert hat.<\/p>\n<p>Dabei orientierten sich Widor wie Vierne an den vollkommen neuartigen, orchestralen M\u00f6glichkeiten, die der von dem bedeutenden Orgelbauer Aristide Cavaille-Coll im 19. Jh. in Frankreich erfundene Orgeltyp der \u201esymphonischen Orgel\u201c bot. Instrument, Komposition und der gleichsam mit einkomponierte Raum der gro\u00dfartigen franz\u00f6sischen Kathedralen gehen hier eine kongeniale Synthese ein.<\/p>\n<p>Die Dritte Symphonie in fis-Moll op. 28 entstand im Sommer 1911 und ist Viernes \u201eliebem Freund und Schu\u00cc\u02c6ler Marcel Dupr\u00e9\u201c gewidmet, der das Werk auch am 12. M\u00e4rz 1912 in der Pariser Salle Gaveau uraufgefu\u00cc\u02c6hrt hat. Ein dramatischer Kopfsatz (Allegro maestoso) in Form eines klassischen Sonatensatzes mit zwei Themen von gegens\u00e4tzlichem Charakter er\u00f6ffnet das Werk. Es folgt in starkem Kontrast die ausdrucksvolle Cantil\u00e8ne in a-Moll.<\/p>\n<p>Wie ein \u201eLied ohne Worte\u201c in A-B-A-Form entwickelt sich das einzige Thema in der Solo-Oboe in beru\u00cc\u02c6ckend kantabler, anmutiger Melodik. Es wird u\u00cc\u02c6ber begleitenden Akkorden durchgefu\u00cc\u02c6hrt und erh\u00e4lt, nach dem monologisierenden Mittelteil, eine durchlaufende Sechzehntelbewegung als Gegenstimme. Im Zentrum steht das Intermezzo, ein skurriles Scherzo von gespenstisch- spukhaftem Charakter, das in seinem elfenhafttanzenden Gestus bisweilen Erinnerungen an Ballettmusiken aus zeitgen\u00f6ssischen franz\u00f6sischen Opern hervorruft.<\/p>\n<p>Das Adagio in h-Moll, eine der tiefsten und sch\u00f6nsten Kompositionen Viernes, bei dem der von Vierne bewunderte Richard Wagner harmonisch und C\u00e9sar Franck melodisch Pate gestanden haben k\u00f6nnten, steht als retardierendes Moment vor dem virtuosen Schlusssatz. Ernste, fast du\u00cc\u02c6stere Gedanken werden hier in stark chromatisch angereicherter Harmonik formuliert, die sich erst ganz am Ende in lichtes H-Dur aufhellt.<\/p>\n<p>Die Symphonie schlie\u00dft mit einer archetypischen, virtuosen Toccata (Final), die wieder in Sonatensatzform zwei gegens\u00e4tzliche Themen exponiert. Dabei erzeugen durchlaufende Sechzehntelostinati ein spinnradartiges Sausen nach Art eines \u201ePerpetuum mobile\u201c. Nach einer meisterhaft angelegten Steigerung schlie\u00dft das monumentale Werk mit einer grandiosen Schlussapotheose des variierten ersten Themas in strahlendem Fis-Dur.<\/p>\n<p><strong>Orgelmatinee: <\/strong><\/p>\n<p>Samstag, 15. Mai 2010: 12.05 &#8211; 12.35 Uhr<br \/>\nLouis Vierne (1870 &#8211; 1937)<\/p>\n<p>Symphonie Nr. 3 fis-Moll op. 28 (1911)<br \/>\nI. Allegro ma\u00c3\u00abstoso<br \/>\nII. Cantil\u00e8ne Andantino moderato<br \/>\nIII. Intermezzo Allegretto non vivo<br \/>\nIV. Adagio. Quasi Largo<br \/>\nV.Final. Allegro<\/p>\n<p>An der Domorgel: Axel Flierl, Dillingen an der Donau<\/p>\n<p>Weitere Informationen zu den Orgelkonzerten im Fuldaer Dom finden Sie  unter <a href=\"http:\/\/www.orgelmusik.bistum-fulda.de\/\" target=\"_blank\">www.orgelmusik.bistum-fulda.de<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. 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