{"id":58741,"date":"2010-05-03T03:23:19","date_gmt":"2010-05-03T01:23:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/?p=58741"},"modified":"2010-05-03T07:23:39","modified_gmt":"2010-05-03T05:23:39","slug":"sicher-und-selbstaendig-im-alter-zu-hause-wohnen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=58741","title":{"rendered":"Sicher und selbst\u00e4ndig im Alter zu Hause wohnen"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/100430_Lauterbach.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-58742\" title=\"100430_Lauterbach\" src=\"http:\/\/www.fuldaer-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/100430_Lauterbach-265x198.jpg\" alt=\"100430_Lauterbach\" width=\"265\" height=\"198\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/100430_Lauterbach-265x198.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/100430_Lauterbach.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Lauterbach.<\/strong> Das B\u00fcrgernetzwerk Vogelsberg 2020 \/ Arbeitskreis Neue Wohnformen regt die Gr\u00fcndung eines Dienstleistungsprojektes \u201eAlles aus einer Hand\u201c an. In der letzten Sitzung des Arbeitskreises mit \u00f6rtlichen Vertretern von sozialen Diensten stellten Heidrun Schlumbohm und Michael Duschka anhand des Projekts SIMBA des Sozialdienstes Germering vor, wie durch ein koordiniertes Angebot von Dienstleistungen auf den Einzelfall zugeschnitten Unterst\u00fctzung f\u00fcr alleinstehende \u00e4ltere Mitb\u00fcrger organisiert werden kann.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eAllein lebende Menschen laufen Gefahr, sich zu \u00fcberfordern oder zu vernachl\u00e4ssigen, wenn die Kr\u00e4fte nachlassen. Davor sch\u00fctzt eine zuverl\u00e4ssige Betreuung mit regelm\u00e4\u00dfigen Hausbesuchen.\u201c\u00c2\u00a0 (zitiert aus SIMBA-Projekt) Voraussetzung um trotz vorhandener Schw\u00e4chen oder einer Krankheit eine eigenst\u00e4ndige Lebensf\u00fchrung zu erm\u00f6glichen istein sicheres Wohnen zu Hause. Dies ist m\u00f6glich, sofern die Wohnung daf\u00fcr geeignet ist oder entsprechend angepasst wurde (Wohnraumberatung durch DRK oder VdK mit dem Ziel der Wohnraumanpassung).<\/p>\n<p>Jetzt setzt das Projekt \u00c2\u00a0\u201eAlles aus einer Hand\u201c ein. Es sieht vor, dass erforderliche Service- und Betreuungsleistungen nicht bei einzelnen Diensten angefordert werden m\u00fcssen, sondern die Koordination von Hilfeleistungen in einer Hand liegt. Die Betreuten haben festen Ansprechpartner.<\/p>\n<p>Dazu wird ein Betreuungsvertrag abgeschlossen, der regelm\u00e4\u00dfige Hausbesuche durch geschulte Betreuer vorsieht (aufsuchende Hilfeleistungsangebote). Diese Hausbesuche schaffen die M\u00f6glichkeit, die richtigen Ma\u00dfnahmen zu organisieren. Denn die Entscheidung, Hilfe von sich aus anzufordern, ist f\u00fcr die meisten sehr schwierig. Die Leistungsangebote des Betreuungsvertrages bestehen aus Grundleistungen\u00c2\u00a0 und \u00c2\u00a0Wahlleistungen.<\/p>\n<p><strong>Grundleistungen sind:<\/strong><\/p>\n<p>Beratung, Informationen \u00fcber aktuelle Angebote, Vermittlung von Hilfsdiensten, regelm\u00e4\u00dfige Kontaktbesuche, \u00c2\u00a0Anschluss an ein 24 Stunden Notrufsystem, Organisation von Freizeitangeboten, Hilfe bei Beh\u00f6rdenangelegenheiten, monatliche Treffen f\u00fcr eine monatliche pauschale Grundgeb\u00fchr.<\/p>\n<p><strong>Wahlleistungen sind:<\/strong><\/p>\n<p>Hauswirtschaftliche Hilfen, Einkaufsdienste, Fahrdienste, Hausmeisterdienste, Essen auf R\u00e4dern, Besuchs- und Begleitdienste, ambulante Pflege. Dabei wird auf die bereits bestehenden Einrichtungen wie z.B. Seniorenhilfe Maar, DRK, Diakonie pp. zur\u00fcckgegriffen. Es erfolgt ein gesonderte Abrechnung in der Regel \u00fcber die Pflegekasse.<\/p>\n<p>Ein Optionsvertrag mit eingeschr\u00e4nkten Grundleistungen kann f\u00fcr diejenigen, die erst sp\u00e4ter einen Betreuungsvertrag w\u00fcnschen aber die jederzeitige Aufnahme garantiert wissen wollen, in Frage kommen. Umgekehrt ist dies auch jederzeit m\u00f6glich: d.h. vom Betreuungsvertrag zur\u00fcck zum Optionsvertrag wechseln, wenn z.B. nach einer Erkrankung ein selbst\u00e4ndiges Leben wieder m\u00f6glich ist.<\/p>\n<p>Unser Ziel ist es, unter Einbeziehung aller \u00f6rtlichen sozialen Dienste und ehrenamtlichen Einrichtungen im Vogelsbergkreis ein Projekt ins Leben zu rufen, bei dem insbesondere \u00e4ltere und hilfsbed\u00fcrftige Menschen durch Abschluss eines Betreuungsvertrages mit einem Ansprechpartner in der eigenen Wohnung trotz Hilfsbed\u00fcrftigkeit eigenst\u00e4ndig leben k\u00f6nnen. Die Leistungen k\u00f6nnen flexibel den sich \u00e4ndernden Bed\u00fcrfnissen angepasst werden. Diese Sicherheit dient nicht nur den Betroffenen, sondern auch den Angeh\u00f6rigen.<\/p>\n<p>Das Projekt \u201eAlles aus einer Hand\u201c kann als Gesch\u00e4ftsidee die Gr\u00fcndung eines selbst\u00e4ndigen Dienstleistungsunternehmens erfordern, es kann aber auch an einen vorhandenen Sozialdienst oder sonstiger Einrichtung oder Amt angegliedert werden. Eine finanzielle F\u00f6rderung durch die Landesregierung ist denkbar.<\/p>\n<p>Die Teilnehmer des Arbeitskreises waren sich einig, dass diese Idee einem gr\u00f6\u00dferen Personenkreis vorgestellt werden sollte. Insbesondere erscheint es sinnvoll, alle in Frage kommenden sozialen, kirchlichen, kommunalen und freiwilligen Dienste an einen Tisch zu holen, um \u00fcber die Einrichtung solch einer Koordinationsstelle zu sprechen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Lauterbach. 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