{"id":5779,"date":"2007-10-09T00:10:23","date_gmt":"2007-10-08T22:10:23","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=5779"},"modified":"2007-10-09T02:47:57","modified_gmt":"2007-10-09T00:47:57","slug":"landkreis-fulda-kooperiert-mit-mediana-unternehmensgruppe","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=5779","title":{"rendered":"Landkreis Fulda kooperiert mit Mediana-Unternehmensgruppe"},"content":{"rendered":"<p><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/071008_mediana.jpg\" title=\"071008_mediana.jpg\"><img decoding=\"async\" align=\"left\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/071008_mediana.thumbnail.jpg\" hspace=\"5\" alt=\"071008_mediana.jpg\" \/><\/a><strong>Sch\u00f6nes aus H\u00fcnfeld.<\/strong> Soziale Dienstleistungen sind nach Aussage von Landrat Bernd Woide ein interessanter Zukunftsmarkt, in dem sich neue Besch\u00e4ftigungschancen er\u00f6ffneten. Insbesondere der Pflegebereich werde angesichts der demografischen Entwicklung weiter an Bedeutung gewinnen. Auf der anderen Seite fehlten niedrigschwellige bezahlbare Angebote. Dem trage der Landkreis Fulda im Rahmen seiner arbeitsmarktpolitischen Aktivit\u00e4ten mit gezielten Qualifizierungsma\u00dfnahmen Rechnung, die an einen wachsenden Bedarf in der Region angelehnt seien. <!--more--><\/p>\n<p>Seit dem 1. Januar 2005 nimmt der Landkreis Fulda die Aufgaben der Grundsicherung f\u00fcr Arbeitssuchende wahr. Das hei\u00dft, er ist in alleiniger Verantwortung f\u00fcr die Betreuung und Vermittlung von erwerbsf\u00e4higen Hilfeempf\u00e4ngern zust\u00e4ndig, die Arbeitslosengeld II beziehen. Die Zust\u00e4ndigkeit f\u00fcr die Empf\u00e4nger von Arbeitslosengeld I liegt bei der Agentur f\u00fcr Arbeit. Im Kreisgebiet gibt es zur Zeit knapp 8.000 Bezieher von Arbeitslosengeld II. Insgesamt umfasst der vom Landkreis betreute Personenkreis rund 12.000 Betroffene in 5.700 Bedarfsgemeinschaften.<\/p>\n<p><strong>An Erfordernissen des Arbeitsmarkts ausgerichtet<\/strong><br \/>\nDurch ein B\u00fcndel von Ma\u00dfnahmen sollen die erwerbsf\u00e4higen Hilfeempf\u00e4nger in den Arbeitsmarkt integriert werden, um sie von staatlichen Transferleistungen unabh\u00e4ngig zu machen. Dabei geht es insbesondere um die Beseitigung von Hemmnissen, die einer Vermittlung und Besch\u00e4ftigung in Wege stehen. Dies k\u00f6nnen unzureichende Sprachkenntnisse, aber auch fehlende Kinderbetreuungseinrichtungen sein. Die Planung von entsprechenden Qualifizierungsma\u00dfnahmen erfolgt \u201enicht vom Rei\u00dfbrett aus\u201c, sondern an den Erfordernissen der Berufswelt ausgerichtet.<\/p>\n<p>Bei der Qualifizierung und Vermittlung von Langzeitarbeitslosen arbeitet der Landkreis Fulda eng mit den regionalen Akteuren zusammen. Hierzu z\u00e4hlt die Mediana-Unternehmensgruppe, die station\u00e4re und ambulante Altenhilfeeinrichtungen in Fulda und H\u00fcnfeld betreibt. Zum einen werden in der Mediana-Akademie Arbeitskr\u00e4fte f\u00fcr einfache Pflege- und Betreuungsdienste sowie hauswirtschaftliche T\u00e4tigkeiten ausgebildet. Zum anderen bietet sich den Absolventen in den Einrichtungen der Unternehmensgruppe die Chance, eine Anschlussbesch\u00e4ftigung zu finden.<\/p>\n<p><strong>Bilanz der Zusammenarbeit mit Mediana gezogen<\/strong><br \/>\nAm vergangenen Freitag besuchte Landrat Bernd Woide das H\u00fcnfelder Seniana, um sich vor Ort \u00fcber den bisherigen Verlauf der Kooperation zu informieren und eine erste Bilanz zu ziehen. In seiner Begleitung befanden sich der Fachbereichsleiter der Kreisverwaltung f\u00fcr Arbeit und Soziales, J\u00fcrgen Stock, sowie Christoph Noll, der beim Arbeitgeberservice des Landkreises f\u00fcr den Altkreis H\u00fcnfeld zust\u00e4ndig ist. Im Seniana wurden sie vom Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer der Mediana-Unternehmensgruppe, Dr. Stefan Arend, sowie Residenzleiter Hans-Karl Diederich begr\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p>Die Seniorenresidenz Seniana wurde vor zw\u00f6lf Jahren er\u00f6ffnet und beherbergt heute am Standort des ehemaligen H\u00fcnfelder Krankenhauses 140 Bewohner, die in unterschiedlichem Umfang Betreuung und Pflege w\u00fcnschen beziehungsweise ben\u00f6tigen. Die \u00fcber 100 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind in den Bereichen station\u00e4re Pflege, heimverbundenes betreutes Wohnen und h\u00e4usliche Pflege t\u00e4tig. Bei der Ausbildung und Qualifizierung der Besch\u00e4ftigten arbeitet das Seniana seit 2005 mit dem Fachbereich f\u00fcr Arbeit und Soziales der Kreisverwaltung zusammen.<\/p>\n<p><strong>Einfache Dienste im Betreuungs- und Pflegebereich<\/strong><br \/>\nBislang haben mehrere Kurse mit zirka 60 Teilnehmern stattgefunden, von denen elf \u00fcberwiegend bei der Mediana-Unternehmensgruppe untergekommen sind. Insgesamt wurden 20 Kursteilnehmer vermittelt. Voraussichtlich noch im Oktober wird wegen der steigenden Nachfrage nach Betreuungs- und Pflegekr\u00e4ften f\u00fcr einfachere T\u00e4tigkeiten auch in anderen H\u00e4usern ein weiterer Kurs starten. Die Qualifizierungsma\u00dfnahme l\u00e4uft zw\u00f6lf Wochen und umfasst 422 Unterrichtsstunden. Sie vermittelt weniger theoretische Inhalte, sondern ist stark praxisorientiert ausgerichtet.<\/p>\n<p>Die so ausgebildeten Arbeitskr\u00e4fte k\u00f6nnen f\u00fcr einfache Pflege- und Betreuungsaufgaben sowie f\u00fcr hauswirtschaftliche T\u00e4tigkeiten beispielsweise in der W\u00e4scherei oder bei der Essensversorgung eingesetzt werden. Aber auch eine Besch\u00e4ftigung als Alltagsbegleiter von Senioren im nicht-station\u00e4ren Bereich ist denkbar. Nach Auffassung von Landrat Bernd Woide m\u00fcsse bei den anstehenden Reform des Pflegegesetzes versucht werden, diese neu entstehenden Berufsfelder st\u00e4rker zu ber\u00fccksichtigen und f\u00fcr eine entsprechende Finanzausstattung zu sorgen.<\/p>\n<p><strong>Angesichts aktueller Trends gut ausgestellt<\/strong><br \/>\nLandrat Woide dankte der Mediana-Unternehmensgruppe, dass sie eine \u201eVorreiterrolle\u201c einnehme, was die Schaffung von wohnortnahen Besch\u00e4ftigungsm\u00f6glichkeiten gerade f\u00fcr alleinerziehende Frauen angehe, die h\u00e4ufig auf Teilzeitarbeit angewiesen seien. Gesch\u00e4ftsf\u00fchrer Dr. Arend lobte die \u201eausgezeichnete\u201c Zusammenarbeit mit den Kreisbeh\u00f6rden. H\u00e4ufig komme man durch unkonventionelle Schritte dem Ziel einer berufliche Eingliederung n\u00e4her. Angesichts der aktuellen Trends im sozialen Dienstleistungsbereich sieht er sein Unternehmen \u201egut aufgestellt\u201c.<\/p>\n<p>Fachbereichsleiter J\u00fcrgen Stock f\u00fchrte aus, dass es um die bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie sowie gezielte Angebote f\u00fcr Frauen gehe, die wieder ins Erwerbsleben zur\u00fcckkehren wollten. Dies gelte insbesondere f\u00fcr die \u00fcber 1.100 Alleinerziehenden im Leistungsbezug, die gleichzeitig die Betreuung ihrer Kinder organisieren m\u00fcssten. Hier k\u00f6nnten individuelle Arbeitszeitregelungen eine Hilfe darstellen, berichtete Residenzleiter Diederich. Auch sei es im Seniana m\u00f6glich, Kinder mitzubringen. \u201eSie sind f\u00fcr \u00e4ltere Menschen ein belebendes Element.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Sch\u00f6nes aus H\u00fcnfeld. 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