{"id":57782,"date":"2010-04-23T02:38:54","date_gmt":"2010-04-23T00:38:54","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=57782"},"modified":"2010-04-22T20:39:07","modified_gmt":"2010-04-22T18:39:07","slug":"zum-vorstellungsgespraech-ins-klassenzimmer-zahlreiche-projekte-fuer-bessere-job-chancen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=57782","title":{"rendered":"Zum Vorstellungsgespr\u00e4ch ins Klassenzimmer &#8211; Zahlreiche Projekte f\u00fcr bessere Job-Chancen"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/100421_Schule.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-57783\" title=\"100421_Schule\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/100421_Schule-265x176.jpg\" alt=\"100421_Schule\" width=\"265\" height=\"176\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/100421_Schule-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/100421_Schule.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Eichenzell. <\/strong>Komische oder zum Schmunzeln anmutende E-Mail-Adressen? Die M\u00e4dchen und Jungen im EDV-Raum der Eichenzeller Von-Galen-Schule wissen ganz genau, wovon Eva-Maria Deisenroth von der Personalentwicklung der Fuldaer R+S Solutions Holding redet. Wer sich \u00fcber das Internet um eine Lehrstelle bewirbt, sollte schon bei der Wahl der E-Mail-Adresse darauf achten, beim m\u00f6glichen neuen Arbeitgeber einen seri\u00f6sen und m\u00f6glichst guten Eindruck zu hinterlassen. Hierzu erhalten die Sch\u00fcler an diesem Nachmittag genauso wichtige Tipps wie zum perfekten Bewerbungsfoto oder zu den stilistischen Besonderheiten eines Anschreibens. Als um 15.25 Uhr die Doppelstunde zu Ende geht, sind die Jugendlichen wieder ein St\u00fcckchen besser auf ihr sp\u00e4teres Berufsleben vorbereitet.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eBewerbungs-AG\u201c nennt die Haupt- und Realschule ihr Pilotprojekt, das die derzeit 41 Freiwilligen an sechs bis sieben Nachmittagen f\u00fcr ihre Zeit nach der Schule fit machen soll. Ob Vorstellungsgespr\u00e4ch, Einstellungstest, Telefontraining oder Online-Bewerbung \u2013 jeder Themenkomplex hat auf der umfangreichen Agenda seinen Platz. Das Besondere: Die Referenten sind keine Lehrer, sondern absolute Praxis-Profis. Sie stammen aus Betrieben der Region, mit denen die Von-Galen-Schule schon l\u00e4nger intensiv im Bereich der Sch\u00fcler-Praktika zusammenarbeitet.<\/p>\n<p>Berufsvorbereitende Ma\u00dfnahmen haben hier eine lange Tradition. Bereits seit zw\u00f6lf Jahren gibt es eine w\u00f6chentliche Sprechstunde der Agentur f\u00fcr Arbeit, das Projekt \u201eVon-Galen-Schule trifft Wirtschaft\u201c hat sich ebenfalls erfolgreich etabliert. \u201eMit diesen Ma\u00dfnahmen wollen wir ein Gleis ins Berufsleben legen\u201c, betont Claudia L\u00fcderitz, die als Arbeitscoach an der Eichenzeller Schule t\u00e4tig ist. Sie spricht vom so genannten \u201eKlebeeffekt\u201c, der durchaus erw\u00fcnscht sei. Ein Sch\u00fcler, der sich w\u00e4hrend seines Praktikums profilieren k\u00f6nne, werde m\u00f6glicherweise vom Betrieb sp\u00e4ter als Auszubildender \u00fcbernommen.<\/p>\n<p>Eine \u201eenge Verzahnung mit der regionalen Wirtschaft\u201c hebt auch Schulleiterin Christine B\u00fcttner hervor. Bestes Beispiel hierf\u00fcr sind die Halbjahrespraktika der Hauptsch\u00fcler, die sechs Monate lang einmal in der Woche deutlich mehr als nur in ihren Wunschberuf hineinschnuppern d\u00fcrfen. Durch das Zusammenlegen von Arbeitslehre und dem Wahlpflichtunterricht sei es m\u00f6glich, die Langzeitpraktika ohne Unterrichtsk\u00fcrzungen zu realisieren, so B\u00fcttner.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzliche enge Ber\u00fchrungen zwischen Schule und potenziellen Arbeitgebern erm\u00f6glichen die im vergangenen Jahr gegr\u00fcndeten Lernpatenschaften, der regelm\u00e4\u00dfige \u201eTag des Handwerks\u201c oder die \u201eWoche der Berufserkundung\u201c. Dabei haben die Unternehmen aus dem Landkreis die Chance, ihre Firmen und ihre Ausbildungsberufe vorzustellen. \u201eDas ist f\u00fcr beide Seiten eine gewinnbringende Situation\u201c, so Arbeitscoach Claudia L\u00fcderitz. F\u00fcr die Sch\u00fcler, die mit dem Berufsleben konfrontiert w\u00fcrden, und f\u00fcr den Betrieb, der sich Nachwuchskr\u00e4fte ganz genau anschauen k\u00f6nne. Auf diesem Weg h\u00e4tten auch Kandidaten mit schlechteren Zeugnissen eine realistische Chance.<\/p>\n<p>Die ersten Erfahrungen mit der neuen Bewerbungs-AG beurteilt L\u00fcderitz \u201esehr positiv\u201c. Die Sch\u00fcler k\u00e4men aus eigenem Interesse und seien dementsprechend auch aufmerksam und intensiv bei der Sache. Die Tatsache, dass betriebliche Ausbilder und keine Lehrer vor der Klasse st\u00fcnden, mache die Sache deutlich authentischer. Schulleiterin Christine B\u00fcttner hegt die Vision, das Projekt in Zukunft nicht nur auf freiwilliger Basis anzubieten, sondern zum Pflichtprogramm auszubauen. \u201eSch\u00f6n w\u00e4re es, noch mehr Praxis in den Unterricht einzubauen\u201c, f\u00fcgt sie an, wohlwissend, dass dies eine Gratwanderung darstellt. Schlie\u00dflich soll der Regelunterricht unter den berufsbildenden Ma\u00dfnahmen nicht leiden.<\/p>\n<p>Der r\u00f6mische Philosoph Seneca wusste es schon vor knapp zwei Jahrtausenden: \u201eNon vitae, sed scholae discimus\u201c \u2013 \u201eNicht f\u00fcr das Leben, sondern f\u00fcr die <a title=\"Schule\" href=\"http:\/\/de.wikipedia.org\/wiki\/Schule\">Schule<\/a> lernen wir\u201c. Die Von-Galen-Schule in Eichenzell hat das eindrucksvoll verstanden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Eichenzell. Komische oder zum Schmunzeln anmutende E-Mail-Adressen? 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