{"id":5769,"date":"2007-10-08T00:24:20","date_gmt":"2007-10-07T22:24:20","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=5769"},"modified":"2007-10-08T10:45:50","modified_gmt":"2007-10-08T08:45:50","slug":"bischof-josef-clemens-aus-rom-predigte-zum-abschluss-des-kongresses-freude-am-glauben","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=5769","title":{"rendered":"Bischof Josef Clemens aus Rom predigte zum Abschlu\u00df des Kongresses \u201eFreude am Glauben\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong><a rel=\"lightbox[roadtrip]\" target=\"_blank\" href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/071007_kongress_1.jpg\" title=\"071007_kongress_1.jpg\"><img decoding=\"async\" align=\"left\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2007\/10\/071007_kongress_1.thumbnail.jpg\" hspace=\"5\" alt=\"071007_kongress_1.jpg\" \/><\/a>Sch\u00f6nes aus Fulda.<\/strong> Christen sollten in aller Ruhe und Gelassenheit darauf hinweisen, da\u00df \u201ewir in Europa auf einem \u00e2\u20ac\u0161Zivilisationsniveau\u00e2\u20ac\u2122 leben, das sich ohne den christlichen Glauben und seine pr\u00e4gende Kraft nicht h\u00e4tte bilden k\u00f6nnen.\u201c Dies unterstrich Bischof Dr. Josef Clemens, Sekret\u00e4r des P\u00e4pstlichen Rates f\u00fcr die Laien (Rom), am Sonntag im Fuldaer Dom.<!--more--><\/p>\n<p>In einem feierlichen Pontifikalamt zum Abschlu\u00df des diesj\u00e4hrigen Kongresses \u201eFreude am Glauben\u201c machte der Bischof deutlich: \u201eDer Glaube hat nichts zerst\u00f6rt, sondern das Beste aus dem Erbe Jerusalems, Athens und Roms zu einer fruchtbaren Synthese vereinigt.\u201c Tilge man gedanklich aus Europa alle Zeugnisse des christlichen Glaubens in der Kunst und Architektur, in der Musik und Literatur, dann blieben nur hohle W\u00fcsten von Konsumtempeln, geistlose Plattenbauten und zubetonierte Landschaften \u00fcbrig. Zu Beginn des Gottesdienstes hatte der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen den Gast aus Rom besonders begr\u00fc\u00dft.<\/p>\n<p>Bischof Clemens wies in seiner Predigt im \u00fcberf\u00fcllten Fuldaer Dom darauf hin, da\u00df viele sich ihres Glaubens zu sch\u00e4men schienen, da ihnen unaufh\u00f6rlich eingeredet werde, der christliche Glaube sei generell \u00fcberholt, er rei\u00dfe unn\u00f6tig Gr\u00e4ben auf, er sei gegen\u00fcber anderen Religionen intolerant und habe eine gewaltige Blutspur in der Geschichte hinterlassen.<\/p>\n<p>\u201eDaher sch\u00e4men sich einige eher des christlichen Glaubens und seiner ethischen Imperative als ihrer eigenen Lebenspraxis, selbst wenn sie sich weit von den Zielen einer \u00e2\u20ac\u0161humanen Wertordnung\u00e2\u20ac\u2122 entfernt haben.\u201c Sie verwiesen auf die Schuld anderer in Geschichte und Gegenwart und wollten das eigene Versagen \u201erelativieren\u201c bzw. entschuldigen, so der Bischof.<\/p>\n<p>Blicke man ohne Hochmut in die nichtchristliche Welt der heutigen Zeit, dann erkenne man, \u201ewas wir unserem Glauben in allen Lebensbereichen verdanken\u201c, fuhr Clemens fort. Es gebe absolut keinen Grund f\u00fcr Minderwertigkeitsgef\u00fchle oder gar Komplexe gegen\u00fcber den gro\u00dfen Weltreligionen oder Weltanschauungen, weder gegen\u00fcber ihren Inhalten und Zielen noch gegen\u00fcber ihrer gelebten Gegenwart oder ihrer Geschichte.<\/p>\n<p>Mit Bezug auf die Lesung aus dem Brief des Apostels Paulus an Timotheus hatte der Bischof zu Beginn betont, da\u00df die Ermahnungen zu lebendigem christlichen Glauben den Amtstr\u00e4gern wie den Laien gleicherma\u00dfen gelte, da ja allen die Gnade Gottes in den grundlegenden Sakramenten der Taufe und der Firmung und vor allem der Eucharistie geschenkt werde. \u201eGerade in unserer geschichtlichen Stunde mit all ihren ungeheuren Herausforderungen f\u00fcr den Glauben und besonders f\u00fcr die Glaubensweitergabe wird deutlich, da\u00df wir in einer Zeit der gemeinsamen Herausforderungen, der gemeinsamen Verantwortung und der gemeinsamen Bem\u00fchungen aller Glieder der Kirche leben!\u201c<\/p>\n<p>Bischof Clemens erinnerte daran, da\u00df man in Deutschland vielen Millionen getaufter und gefirmter Christen begegne, die m\u00fcde geworden seien und deren Glaube nahezu erloschen scheine. \u201eDennoch funkeln bei vielen glaubensm\u00fcde gewordenen Getauften glimmende Feuerstellen unter der obenliegenden \u00e2\u20ac\u0161Asche\u00e2\u20ac\u2122 hervor, die es wahrzunehmen und anzufeuern gilt!\u201c<\/p>\n<p>Dr. Clemens nannte in diesem Zusammenhang die Ereignisse beim Tode Papst Johannes Paul II. und bei der Wahl Benedikts XVI. Auch das gro\u00dfe Interesse am Jesusbuch des Heiligen Vaters geh\u00f6re hierher. Paulus mahne zu einem Geist der Kraft, der Liebe und der Besonnenheit. Christsein m\u00fcsse daher aktives Sein bedeuten, Liebe in konkrete Tat m\u00fcnden und Besonnenheit zu einem durchdachten und abgewogenen Tun anleiten. Mit dieser Weitung der Perspektive habe der Apostel alle Christen im Blick, nicht nur die Amtstr\u00e4ger. \u201eAllen Getauften ist die Gnade Gottes geschenkt, und alle haben in der Kirche eine unverlierbare Heimat und ein gemeinsames Zuhause, deren T\u00fcren immer offen stehen m\u00fcssen\u201c, stellte der Bischof heraus.<\/p>\n<p>Der Apostel Paulus erinnere die Christen auch daran, da\u00df selbst bei einer sachgem\u00e4\u00dfen Betrachtung des christlichen Glaubens, einer gerechten Beurteilung seiner Vertreter und einer wahrheitsgem\u00e4\u00dfen Darstellung seiner Geschichte ihnen dennoch das Leiden nicht erspart bleibe. \u201eDer Glaube wird immer inneren und \u00e4u\u00dferen Widerst\u00e4nden begegnen, er trifft st\u00e4ndig auf den st\u00fcrmischen Gegenwind in uns selbst und in den anderen. Vergessen wir nicht: Der Teufel schl\u00e4ft nicht!\u201c<\/p>\n<p>Der Apostel gebe auch Hinweise, wie die Christen die unvermeidlichen Stunden der Pr\u00fcfungen und des Leids bestehen k\u00f6nnten. Sie sollten sich nicht beirren durch \u201eBlender\u201c und \u201eWeichsp\u00fcler\u201c ihrer Zeit beirren lassen. Es gelte, den geschenkten Vorbildern und dem einem anvertrauten kostbaren Gut treu zu bleiben: \u201eDas kostbare Gut des Evangeliums ist keine beschwerende Last, sondern ein befreiender und dich tragender Schatz in Stunden der Freude wie des Leids!\u201c<\/p>\n<p>Seit dem Jahre 2001 haben sich laut Bischof Clemens die Kongresse \u201eFreude am Glauben\u201c dem Anliegen der Glaubensst\u00e4rkung und damit der Glaubensfreude verschrieben. \u201eDie Verantwortlichen der Kongresse haben sehr viel Kraft und M\u00fche f\u00fcr eine innere St\u00e4rkung des Glaubens aufgewandt.\u201c Eine gro\u00dfe Zahl von Predigern und Referenten habe von den verschiedenen Seiten her die Sch\u00f6nheit des Glaubens und seine erf\u00fcllende und frohmachende Kraft dargestellt.<\/p>\n<p>Daher laute die den Kongressen zugrundeliegende \u201eFormel\u201c: Glaubensfreude durch Glaubensst\u00e4rkung und Glaubensst\u00e4rkung durch Glaubensbildung. \u201eDas gemeinsame Bem\u00fchen bewirkt Freude im gemeinsamen Glauben und l\u00e4\u00dft die Kirche als eine gemeinsame Heimat erfahren!\u201c Auf diese Weise werde das Laienapostolat im Geiste und nach dem Buchstaben des Zweiten Vatikanischen Konzils verwirklicht. Der St\u00e4rkung des Glaubens habe sich Papst Benedikt XVI. mit all seinem Wirken als akademischer Lehrer, als Bischof und auch als Papst verschrieben. (bpf)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Sch\u00f6nes aus Fulda. 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