{"id":57634,"date":"2010-04-23T08:46:30","date_gmt":"2010-04-23T06:46:30","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=57634"},"modified":"2010-04-28T08:46:39","modified_gmt":"2010-04-28T06:46:39","slug":"generalvikar-stanke-zum-apostolischen-protonotar-professor-hartmann-zum-monsignore-ernannt","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=57634","title":{"rendered":"Generalvikar Stanke zum Apostolischen Protonotar, Professor Hartmann zum Monsignore ernannt"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda.<\/strong> Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke (64) ist von Papst Benedikt XVI. zum Apostolischen Protonotar ernannt worden. Dies gab der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen am Montag im Bisch\u00f6flichen Generalvikariat bekannt. Stanke weise eine \u201espirituell reiche Priesterbiographie\u201c auf, betonte der Bischof und bezeichnete den Geehrten als \u201eeine der S\u00e4ulen unseres Bistums\u201c, da er sich in anspruchsvollen und schwierigen Aufgaben um die Kirche verdient gemacht habe.<!--more--><\/p>\n<p>Zugleich mit der Ehrung f\u00fcr Prof. Stanke ver\u00f6ffentlichte der Oberhirte auch, da\u00df der Heilige Vater den Fuldaer Pastoraltheologen und Mainzer Di\u00f6zesanpriester Prof. Dr. Richard Hartmann (51) zum \u201eP\u00e4pstlichen Kaplan\u201c (Monsignore) ernannt hat. Hartmann habe insbesondere viele Impulse bei den pastoralen Ver\u00e4nderungen im Bistum Fulda gegeben und sich als Rektor der Theologischen Fakult\u00e4t um deren Leitbild verdient gemacht.<\/p>\n<p>Generalvikar Prof. Stanke wurde am 4. November 1945 in Thr\u00f6m (Kreis Ratibor) in Oberschlesien geboren. Nach dem Abitur 1965 am Domgymnasium in Fulda studierte er Theologie und Philosophie in K\u00f6nigstein, M\u00fcnchen und Fulda. Am 4. April 1971 empfing er im Fuldaer Dom durch Bischof Dr. Adolf Bolte die Priesterweihe.<\/p>\n<p>Nach seiner Kaplanszeit in W\u00e4chtersbach, Am\u00f6neburg und Bad Orb wurde er zu zus\u00e4tzlichen Studien in W\u00fcrzburg freigestellt. Hier promovierte er 1980 im Fach Moraltheologie. Im Oktober desselben Jahres wurde Stanke von Bischof Dr. Eduard Schick zum Regens des Fuldaer Priesterseminars ernannt, was er bis Ende September 2002 blieb. Ende 1994 erfolgte die Ernennung zum Domkapitular an der Fuldaer Kathedralkirche.<\/p>\n<p>Von 1988 bis 1991 wirkte er als Di\u00f6zesan-Frauenseelsorger. Am 1. Februar 1999 \u00fcbernahm er das Amt des Geistlichen Beirats des Sozialdienstes Katholischer Frauen (SkF) im Bistum. Domkapitular Dr. Stanke war von 2003 bis 2008 in der Nachfolge von Weihbischof Johannes Kapp Bischofsvikar des Bischofs von Fulda und Personalreferent f\u00fcr Priester und Laien im pastoralen Dienst. Stanke wirkte von 1991 bis 2004 als Ordentlicher Professor f\u00fcr Moraltheologie an der Theologischen Fakult\u00e4t in Fulda.<\/p>\n<p>Von Herbst 2002 bis Herbst 2003 hatte Stanke den Vorsitz des Arbeitsstabes f\u00fcr die Pr\u00fcfung von Vorw\u00fcrfen sexuellen Mi\u00dfbrauchs Minderj\u00e4hriger durch Geistliche inne, dessen Mitglied er auch weiterhin ist. Vom Bischof von Temeschwar\/Timi\u00c5\u0178oara (Rum\u00e4nien), Martin Roos, wurde Stanke im M\u00e4rz 2004 in Anerkennung seiner Verdienste um die Aus- und Fortbildung von Priestern aus dieser Di\u00f6zese zum Ehrendomkapitular des Kapitels der Kathedrale St. Georg zu Temeschwar ernannt.<\/p>\n<p>Seit dem 15. Oktober 2008 ist Prof. Stanke Generalvikar des Bistums Fulda und Moderator der Kurie. Stanke versteht es, auch schwierigste Zusammenh\u00e4nge pr\u00e4gnant auf den Punkt zu bringen. In Diskussionsforen hat er sich stets als offener Gespr\u00e4chspartner erwiesen. Prof. Stanke hat verschiedene Ver\u00f6ffentlichungen und zahlreiche Rundfunkbeitr\u00e4ge verfa\u00dft.<\/p>\n<p>Prof. Hartmann, geboren am 19. Juli 1958 in Bensheim\/Bergstra\u00dfe, absolvierte seine Gymnasialzeit am dortigen Alten Kurf\u00fcrstlichen Gymnasium. Schon in der Jugendzeit durch gemeindliches und verbandliches Engagement gepr\u00e4gt, trat er nach dem Abitur 1977 ins Mainzer Priesterseminar ein. Von 1977 bis 1982 studierte er Philosophie und Theologie in Mainz und T\u00fcbingen.<\/p>\n<p>Nach der Priesterweihe war er zun\u00e4chst als Kaplan in Mainz-Mombach t\u00e4tig. Hartmann setzte 1985 seine Studien an der Universit\u00e4t W\u00fcrzburg fort, wirkte als Seelsorger in der Psychiatrischen Klinik der Universit\u00e4t W\u00fcrzburg und bei den Armen Schulschwestern U. L. F. in Heidingsfeld und promovierte 1988 bei Prof. Dr. Rolf Zerfass. Anschlie\u00dfend wurde Dr. Hartmann Pfarrer in der Pfarrei St. Marien zu Offenbach. 1991 \u00fcbernahm er die Mainzer Hochschulgemeinde St. Albertus.<\/p>\n<p>Als Hochschulpfarrer war er auch Vorstandsmitglied der Arbeitsgemeinschaft der katholischen Studierenden und Hochschulgemeinden (AGG) und Geistlicher Leiter des Hochschulrings im Bund Neudeutschland auf Bundesebene. Im Februar 2000 habilitierte er sich bei Prof. Dr. Ottmar Fuchs in T\u00fcbingen. Hartmann nahm sodann Lehrauftr\u00e4ge an den Theologischen Fakult\u00e4ten der Di\u00f6zesen Paderborn und Fulda wahr.<\/p>\n<p>Bischof Algermissen ernannte ihn zum 1. Februar 2002 zum Ordentlichen Professor f\u00fcr Pastoraltheologie und Homiletik an der Theologischen Fakult\u00e4t Fulda. Im Januar 2004 hat ihn Bischof Algermissen zudem zum Ausbildungsleiter f\u00fcr die St\u00e4ndigen Diakone im Bistum Fulda ernannt. Von 2004 bis 2008 war er Rektor der Theologischen Fakult\u00e4t Fulda. Im Rahmen der Neugestaltungen der Pastoral ist er in Fulda und in anderen Di\u00f6zesen sowie als Berater der Kommission IV der Deutschen Bischofskonferenz t\u00e4tig. In Fulda geh\u00f6rte er u. a. zu den Mitbegr\u00fcndern der Fuldaer Tafel e. V.<\/p>\n<p>Stichwort: Monsignore, Pr\u00e4lat und Apostolischer Protonotar<\/p>\n<p>F\u00fcr Geistliche gibt es drei verschiedene p\u00e4pstliche Auszeichnungen, die der Papst zumeist auf Antrag hin verleiht. Die rangtiefste Stufe ist der \u201eKaplan Seiner Heiligkeit\u201c bzw. \u201eP\u00e4pstlicher (Ehren-) Kaplan\u201c mit der Anrede \u201eMonsignore\u201c. Es folgt der \u201eP\u00e4pstliche Ehrenpr\u00e4lat\u201c (fr\u00fcher: Hauspr\u00e4lat). \u201ePr\u00e4lat\u201c (Vorsteher) bezeichnet im urspr\u00fcnglichen Wortsinne einen geistlichen W\u00fcrdentr\u00e4ger der katholischen Kirche, dem eine bestimmte oberhirtliche Leitungsgewalt \u00fcbertragen ist.<\/p>\n<p>Zu den \u201eh\u00f6heren Pr\u00e4laten\u201c geh\u00f6ren Bisch\u00f6fe und Inhaber bestimmter \u00c4mter an der r\u00f6mischen Kurie. Von ihnen zu unterscheiden sind die Priester, die \u201ePr\u00e4lat\u201c als Ehrentitel f\u00fchren. Die h\u00f6chste Stufe ist der als Ehrentitel verliehene \u201eApostolische Protonotar\u201c, den urspr\u00fcnglich die sieben in der r\u00f6mischen Kurie t\u00e4tigen Notare trugen.<\/p>\n<p>Dieser Ehrentitel wird eher selten verliehen: im Bistum Fulda trug ihn bislang lediglich Missionsreferent Pr\u00e4lat Dr. Lucian Lamza; zuvor trug ihn zuletzt der 1997 verstorbene Apostolische Visitator f\u00fcr die Freie Pr\u00e4latur Schneidem\u00fchl, Pr\u00e4lat Dr. Wolfgang Klemp. Die Ausgezeichneten sind durch ihre Kleidung sichtbar: Der Monsignore darf in und au\u00dferhalb des Gottesdienstes einen schwarzen Talar mit violetten Kn\u00f6pfen und einem violetten Zingulum (G\u00fcrtel) tragen.<\/p>\n<p>Der Ehrenpr\u00e4lat darf im Gottesdienst die violette Chorkleidung und au\u00dferhalb einen schwarzen Talar mit violetten Kn\u00f6pfen und Zingulum tragen. Beim Apostolischen Protonotar verh\u00e4lt es sich wie beim Ehrenpr\u00e4laten; der Protonotar darf zus\u00e4tzlich noch einen violetten seidenen Umhang tragen. <strong> <\/strong>(bpf)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Generalvikar Prof. Dr. Gerhard Stanke (64) ist von Papst Benedikt XVI. zum Apostolischen Protonotar ernannt worden. Dies gab der Fuldaer Bischof Heinz Josef Algermissen am Montag im Bisch\u00f6flichen Generalvikariat bekannt. 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