{"id":57304,"date":"2010-04-16T03:09:52","date_gmt":"2010-04-16T01:09:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=57304"},"modified":"2010-04-16T09:10:03","modified_gmt":"2010-04-16T07:10:03","slug":"jugendhilfetraeger-schulen-und-kreisjugendamt-unterzeichnen-kooperationsvereinbarung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=57304","title":{"rendered":"Jugendhilfetr\u00e4ger, Schulen und Kreisjugendamt unterzeichnen Kooperationsvereinbarung"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/100415_Moderator.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-57305\" title=\"100415_Moderator\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/100415_Moderator-265x162.jpg\" alt=\"100415_Moderator\" width=\"265\" height=\"162\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/100415_Moderator-265x162.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/100415_Moderator.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Vogelsbergkreis. <\/strong>\u201eMit noch st\u00e4rkerem Blick auf die Einbindung der Betroffenen wird in unserem Landkreis die Kultur vereinbarter und abgestimmter Zusammenarbeit fortgesetzt.\u201c So charakterisiert Landrat Rudolf Marx die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung, die die Erh\u00f6hung der Lebenschancen von Jugendlichen in Jugendhilfeeinrichtungen zum Ziel hat. Der Weg: die Einrichtungen, die Schulen und das Jugendamt arbeiten nach einem festgelegten und bereits seit 18 Monaten erfolgreich erprobten Modus fachlich vernetzt \u2013 immer unter Einbindung des pr\u00e4genden Lebensfeldes Schule \u2013 verl\u00e4sslich zusammen.<!--more--><\/p>\n<p>Eine \u00e4hnliche Vereinbarung gibt es seit gut einem Jahr im Bereich Jugendamt\/Jugendpsychiatrie\/Schule. Beide Vereinbarungen gelten hessenweit als Vorzeigeprojekte. Die Vereinbarung wird getragen vom Landrat, vom Staatlichen Schulamt und der Arbeitsgemeinschaft 78. Der Landrat, die Sprecherin der \u201eArbeitsgemeinschaft 78\u201c, Elke Hengst, als Vertreterin der Jugendhilfeeinrichtungen, sowie Schulamtsdirektor Rolf Heckeroth betonten anl\u00e4sslich der Unterzeichnung im Lauterbacher Kreishaus die Besonderheit der Kooperation, die von einem sehr hohen Engagement der beteiligten Fachleute gepr\u00e4gt sei.<\/p>\n<p>Hessenweit einzigartig seien vor einigen Monaten im Vorfeld und zur \u00dcberpr\u00fcfung der Praxistauglichkeit der Vereinbarung \u00fcber 80 P\u00e4dagogen, Psychologen, Sozialp\u00e4dagogen, Vertreter des Staatlichen Schulamts und Verwaltungsfachleute im Landratsamt zu einer Arbeitstagung zusammengekommen, um die Praxistauglichkeit der bereits angewandten Methoden \u2013 darunter regelm\u00e4\u00dfige Fallkonferenzen unter Einbindung der Betroffenen und der Eltern \u2013 zu \u00fcberpr\u00fcfen. \u201eWir wissen also bereits genau, was wir hier vereinbaren \u2013 wir haben nicht nur vor, es einmal auszuprobieren\u201c, freute sich Dagmar Scherer, Leiterin des Amtes f\u00fcr Jugend, Familie und Sport.<\/p>\n<p>Sachgebietsleiter Michael Facius hofft nun, alle Vogelsberger Jugendlichen zu erreichen, die derzeit in Vogelsberger Jugendhilfeeinrichtungen leben. \u201eHier m\u00fcssen auch die Eltern mehr Verantwortung \u00fcbernehmen\u201c, betonte er. Schulamtsdirektor Heckeroth sagte: \u201eUnser Staat kann es sich nicht leisten, auch nur einen jungen Menschen zur\u00fcckzulassen.\u201c Es erh\u00f6he die Wirksamkeit angewandter Hilfen immens, wenn sich die fachlich Verantwortlichen nicht nur untereinander gut kennen, sondern durch eine Vereinbarung auf Gegenseitigkeit Verl\u00e4sslichkeit und Verstetigung eintritt.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/100415_MarxHengstHeckeroth.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-57306\" title=\"100415_MarxHengstHeckeroth\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/100415_MarxHengstHeckeroth-265x151.jpg\" alt=\"100415_MarxHengstHeckeroth\" width=\"265\" height=\"151\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/100415_MarxHengstHeckeroth-265x151.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/100415_MarxHengstHeckeroth.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Viele Jugendliche haben Probleme \u2013 in der Schule, im Elternhaus, in Beziehungen, durch sch\u00e4digende Verhaltensweisen. Wo es viele Probleme gibt, da braucht es komplexe Antworten; am besten Antworten und Ma\u00dfnahmen, die gut aufeinander abgestimmt sind und den Jugendlichen \u2013 auch f\u00fcr diesen selbst nachvollziehbar \u2013 den gr\u00f6\u00dften Nutzen bringen. \u201eFallbezogene Kooperation\u201c nennen das die Fachleute. Dies genau stellt der nun unterzeichnete Kooperationsvertrag sicher.<\/p>\n<p>Es geht um ein \u201eH\u00f6chstma\u00df an Koordination\u201c \u2013 immer den betroffenen jungen Mensch im Blick. Und genau der soll in seiner Rolle im Hilfeprozess aufgewertet werden, denn um ihn geht es ja. Auch die Eltern sollen immer verl\u00e4sslich einbezogen sein. Das bedeutet: die Fachleute reden nicht (und dies wom\u00f6glich noch getrennt voneinander) \u00fcber den Jugendlichen, sondern sie reden mit dem Jugendlichen \u00fcber die n\u00e4chsten Schritte im Hilfeprozess. Das Konzept setzt gezielt auf die Mitwirkung des Betroffenen. Er ist in diesem Verst\u00e4ndnis nicht Empf\u00e4nger einer Leistung, sondern letztlich der entscheidende Akteur.<\/p>\n<p>Wie in \u00e4hnlichen sozialp\u00e4dagogischen Bereichen auch, spielt die \u201eFallkonferenz\u201c eine wichtige Rolle. Hier laufen alle aktuellen Erkenntnisse zusammen \u2013 und vor allem die W\u00fcnsche und M\u00f6glichkeiten des Betroffenen, selbstverst\u00e4ndlich unter seiner eigenen Mitwirkung. \u201eZiele der Fallkonferenz sind die Entwicklung eines gemeinsamen Fallverst\u00e4ndnisses, ein m\u00f6glichst gleicher Informationsstand und die Erarbeitung gemeinsamer L\u00f6sungsschritte.\u201c So steht es in der Handreichung, die seit Fr\u00fchjahr 2008 bereits in der Praxis angewendet wird.<\/p>\n<p>Der Paragraf 78 des Achten Sozialgesetzbuches sagt: \u201eDie Tr\u00e4ger der \u00f6ffentlichen Jugendhilfe sollen die Bildung von Arbeitsgemeinschaften anstreben, in denen neben ihnen die anerkannten Tr\u00e4ger der freien Jugendhilfe sowie die Tr\u00e4ger gef\u00f6rderter Ma\u00dfnahmen vertreten sind. In den Arbeitsgemeinschaften soll darauf hingewirkt werden, dass die geplanten Ma\u00dfnahmen aufeinander abgestimmt werden und sich gegenseitig erg\u00e4nzen.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelsbergkreis. \u201eMit noch st\u00e4rkerem Blick auf die Einbindung der Betroffenen wird in unserem Landkreis die Kultur vereinbarter und abgestimmter Zusammenarbeit fortgesetzt.\u201c So charakterisiert Landrat Rudolf Marx die Unterzeichnung einer Kooperationsvereinbarung, die die Erh\u00f6hung der Lebenschancen von Jugendlichen in Jugendhilfeeinrichtungen zum Ziel hat. 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