{"id":57176,"date":"2010-04-15T05:33:02","date_gmt":"2010-04-15T03:33:02","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=57176"},"modified":"2010-04-15T08:34:03","modified_gmt":"2010-04-15T06:34:03","slug":"sozialdienst-katholischer-frauen-klares-votum-fuer-babyklappen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=57176","title":{"rendered":"Sozialdienst katholischer Frauen: Klares Votum f\u00fcr Babyklappen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda\/Hanau\/Kassel\/Marburg (bpf). <\/strong>Der Sozialdienst katholischer Frauen (SkF) im Bistum Fulda distanziert sich deutlich von den \u00c4u\u00dferungen der Bundesvorsitzenden Maria Elisabeth Thoma, die in der vergangenen Woche die Einrichtung der Babyklappen in Frage gestellt hatte. <!--more-->\u201eWir sprechen uns ganz klar f\u00fcr den Fortbestand der Babyklappen aus, denn wir haben sehr gute Erfahrungen damit gemacht und stehen zu diesem letzten Baustein unserer vielf\u00e4ltigen Hilfsangebote f\u00fcr verzweifelte schwangere Frauen in Notlagen\u201c, betont Marion Meister, Vorsitzende der Di\u00f6zesanarbeitsgemeinschaft des SkF in der Di\u00f6zese Fulda und eine der Initiatorinnen der Einrichtung im Bistum Fulda. \u201eWir sind froh, die Babyklappen in Kooperation mit dem St Vinzenz-Krankenhaus in Hanau, dem Herz-Jesu-Krankenhaus in Fulda und dem Marienkrankenhaus in Kassel anbieten zu k\u00f6nnen.\u201c Eine Mutter, die keine M\u00f6glichkeit sehe, ihr Neugeborenes anzunehmen, k\u00f6nne es durch Ablegen in die Babyklappe in Obhut geben, damit sie sich nicht durch Aussetzung oder T\u00f6tung des Kindes kriminalisiert. \u201eDas Leben des Neugeborenen zu sch\u00fctzen, zu retten ist unsere origin\u00e4re Aufgabe\u201c, stellt Marion Meister heraus. \u201eDas Recht auf Leben wiegt zweifellos h\u00f6her als das Recht auf Kenntnis der eigenen Abstammung.\u201c Der SkF in der Di\u00f6zese Fulda hat seine Hilfsangebote durch das Anonyme Beratungstelefon 0180\/3320640 seit einigen Jahren erweitert. Dort k\u00f6nnen Schwangere, die sich in ausweglos erscheinenden Not- und Konfliktsituationen befinden, t\u00e4glich mit einer Beraterin ins Gespr\u00e4ch kommen.<\/p>\n<p>Gisela Buhl, Vorsitzende des SkF-Ortsverbandes Fulda, macht deutlich: \u201eDas Ende der Babyklappen w\u00e4re schlichtweg eine Katastrophe, denn dieses niedrigschwellige Angebot, das Frauen in f\u00fcr sie ausweglos erscheinenden Situationen erreicht, rettet Leben.\u201c Mit den drei bislang im Bistum bestehenden Babyklappen in Fulda, Hanau und Kassel stelle man M\u00fcttern in Not und deren Kindern ein wichtiges Angebot zur Verf\u00fcgung, das aber eingebettet sei in ein ganzes Netz von Hilfsangeboten f\u00fcr Frauen und Familien in schwierigen Lebenslagen, unterstreicht sie. Durch aktive Elternarbeit werde auch dem Anliegen der Frage nach der Herkunft der Kinder Rechnung getragen. \u201eWir sind den betroffenen Eltern und Kindern Wertsch\u00e4tzung schuldig, und wir tragen Verantwortung f\u00fcr ein Gelingen der Familienbeziehungen wie auch f\u00fcr die rechtliche Abwicklung einer Vermittlung eines Kindes aus der Babyklappe\u201c, stellt Adoptionsberaterin Gerlinde Felmeden-Plass heraus. Der Fachdienst arbeite st\u00e4ndig an einer guten Ausgestaltung der rechtlichen wie auch der psychosozialen Seite.<\/p>\n<p>Die Ablage in einer Babyklappe macht eine sp\u00e4tere Kontaktaufnahme der leiblichen Mutter mit ihrem Kind keineswegs unm\u00f6glich. \u201eIn unserem Informationsmaterial rund um die Babyklappe sowie im Internetportal richtet sich unser Appell und Wunsch an abgebende Eltern, Kontakt zu uns aufzunehmen, damit wir sie einbeziehen k\u00f6nnen und auch ihnen bei ihren Sorgen helfen k\u00f6nnen\u201c, hebt die Beraterin hervor. \u201eUnsere Adoptiveltern wissen um ihre besondere Aufgabe, mit ihren Kindern \u00fcber ihre Herkunftsgeschichte zu sprechen. Daraus mu\u00df f\u00fcr die Kinder kein Trauma erwachsen. Denn ihre Eltern gehen einf\u00fchlsam und gespr\u00e4chsbereit damit um.\u201c Ein fr\u00f6hliches und lebendiges Familienleben gelingt aller Erfahrung nach auch bei einer besonderen Lebensgeschichte gut.<\/p>\n<p><strong>Adoptionsdienst im Sozialdienst katholischer Frauen<\/strong><\/p>\n<p>Rittergasse 4, 36037 Fulda<br \/>\nTel. 0661\/839421<br \/>\nAnonyme Beratung: 0180\/3320640<br \/>\nE-Mail: adoption@skf-fulda.de<\/p>\n<p>M\u00f6glichkeit der Kontaktaufnahme auch f\u00fcr abgebende M\u00fctter und Familien, Beratung und Vorbereitung von Paaren, die gerne adoptieren wollen, Vermittlung eines Kindes, Herkunftssuche.<\/p>\n<p>Die Beratung ist kostenlos. Die Mitarbeiterinnen unterliegen der Schweigepflicht. Die Beraterinnen sind Gerlinde Felmeden-Plass, Barbara Gr\u00f6ger-Schmitt und Brunhilde Lindner.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda\/Hanau\/Kassel\/Marburg (bpf). 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