{"id":56684,"date":"2010-04-10T03:13:04","date_gmt":"2010-04-10T01:13:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=56684"},"modified":"2010-04-09T22:13:14","modified_gmt":"2010-04-09T20:13:14","slug":"das-rhoenlamm-als-chance-fuer-die-einheimische-gastronomie","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=56684","title":{"rendered":"Das Rh\u00f6nlamm als Chance f\u00fcr die einheimische Gastronomie"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/100409_rh\u00f6nlamm_k\u00fcche.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/100409_rh\u00f6nlamm_k\u00fcche-265x269.jpg\" alt=\"100409_rh\u00f6nlamm_k\u00fcche\" hspace=\"5\" align=\"left\"  width=\"265\" height=\"269\" class=\"alignnone size-medium wp-image-56685\" \/><\/a><strong>Bad Neustadt.<\/strong> Das Rh\u00f6nlamm ist nicht nur der Sympathietr\u00e4ger der Region schlechthin, sondern auch eine Spezialit\u00e4t, die der einheimischen Gastronomie ein deutliches Potenzial nach oben bescheren kann. Diese Erkenntnis und die Tatsache, dass man aus Rh\u00f6nlamm unverwechselbare und originelle Gerichte kochen kann, waren das Ergebnis eines Themenabends, zu dem jetzt das Caf\u00e8 &#038; Restaurant \u201eDie Scheune\u201c im Bad Neust\u00e4dter Ortsteil Brendlorenzen als offizieller Partnerbetrieb der Dachmarke Rh\u00f6n eingeladen hatte.<\/p>\n<p>Bereits seit der Er\u00f6ffnung des Restaurants im Jahr 2007, das inzwischen mit drei Silberdisteln der Dachmarke Rh\u00f6n ausgezeichnet ist, arbeiten Edeltraud Woitekat und Franz Mlynek mit Rh\u00f6nsch\u00e4fer Dietmar Weckbach aus dem hessischen Ehrenberg-W\u00fcstensachsen zusammen. Er beliefert regelm\u00e4\u00dfig die K\u00fcche der \u201eScheune\u201c mit frischem Rh\u00f6nlamm. \u201eWir brauchen als Restaurant dieses Rh\u00f6nlamm, um uns auf dem Markt zu etablieren \u2013 n\u00e4mlich mit einer absoluten Spitzenqualit\u00e4t. Wenn es eine solche Spezialit\u00e4t in der Region gibt, dann sollte man als Gastronomiebetrieb diese Chance nutzen\u201c, sagt Mlynek. Bereits 2008 hatte das Restaurant in Brendlorenzen den \u201eRh\u00f6nburger\u201c kreiert \u2013 nat\u00fcrlich aus Lammfleisch. \u201eViele G\u00e4ste kommen extra deswegen zu uns\u201c, hebt der Gastwirt hervor.<\/p>\n<p>Dietmar Weckbach ging in seinem Vortrag neben seiner eigenen Vergangenheit als Wandersch\u00e4fer auch auf die Geschichte des Rh\u00f6nschafs ein. Napoleon habe es bei seinem Durchzug durch die Region probiert und sofort angeordnet, dass entsprechende Herden zu Fu\u00df nach Frankreich gebracht werden. Noch heute stehe es dort unter dem Namen \u201ekaiserliches Schaf\u201c auf den Speisekarten und gelte als absolute Delikatesse. \u201eDer Fettanteil beim Rh\u00f6nschaf ist sehr gering. Das zeigt sich im besonderen Geschmack vom Fleisch und macht auch eine Schafsalami so lecker\u201c, erkl\u00e4rte Weckbach. Au\u00dferdem sei das Rh\u00f6nschaf auf den kr\u00e4uterreichen Wiesen der Hochrh\u00f6n unterwegs. Nat\u00fcrlicher und langsamer k\u00f6nne Fleisch nicht heranwachsen, unterstrich der Sch\u00e4fer.<\/p>\n<p>Im Anschluss an den Vortrag konnten sich alle G\u00e4ste am Rh\u00f6nlamm-Buffet davon \u00fcberzeugen, welche Gerichte aus dem Rh\u00f6ner Tier hergestellt werden k\u00f6nnen. Bekannt sind der Rh\u00f6nlamm-Gulasch und die Lammhaxe. Edeltraud Woitekat zeigte aber, dass nicht nur die edlen Teile des Rh\u00f6nlamms schmecken. Auch Herz, Niere und Leber ergeben einen besonderen Leckerbissen, wenn sie beispielsweise in einer Amarena-Kirsch-So\u00dfe serviert werden. Drei Tage lang war sie damit besch\u00e4ftigt, aus den einzelnen Teilen die Gerichte zusammenzustellen und die So\u00dfen zu verfeinern. Bei den So\u00dfen verzichtete sie bewusst auf Fertigprodukte oder gar Geschmacksverst\u00e4rker. Wie fr\u00fcher entstand der So\u00dfenfonds aus den Sehnen und Knochen des Lamms.<\/p>\n<p>\u201eUns ging es darum, nicht nur theoretisches Wissen \u00fcber das Rh\u00f6nlamm zu vermitteln, sondern eine Br\u00fccke zwischen den G\u00e4sten und demjenigen aufzubauen, der sich das ganze Jahr um seine L\u00e4mmer k\u00fcmmert\u201c, hob Franz Mlynek hervor. \u201eDie Scheune\u201c plane in diesem Jahr noch weitere Themenabende, die sich den besonderen kulinarischen Gen\u00fcssen der Rh\u00f6n widmen. Am 30. April stehe beispielsweise der Rh\u00f6ner Weideochse im Mittelpunkt eines Vortrages, wiederum gekoppelt mit einem Buffet. \u201eWenn wir f\u00fcr Produkte aus der Rh\u00f6n werben wollen, dann m\u00fcssen wir als Gastronomen selbst aktiv werden, um unsere G\u00e4ste daf\u00fcr zu sensibilisieren. Hinter diesen Themenabenden steht auch die Frage, wie es gelingt, gutes und gesundes Essen mit Produkten aus der Region zu verbinden\u201c, sagt der Gastwirt.<\/p>\n<p>\u201eDer Themenabend zum Rh\u00f6nlamm kam deshalb so gut beim Publikum an, weil die Initiative dazu direkt vom Restaurant gekommen ist. Das war keine aufgesetzte Veranstaltung, sondern von denjenigen organisiert, die t\u00e4glich damit zu tun haben\u201c, sagt die stellvertretende Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin der Dachmarke Rh\u00f6n GmbH, Hannelore Rundell. Die Dachmarke Rh\u00f6n sei darauf angewiesen, dass die Markennutzer selbst aktiv werden, denn nur so werde die Dachmarke und ihr Inhalt lebendig. \u201eDie anwesenden G\u00e4ste hat auch die direkte pers\u00f6nliche Beziehung zwischen Gastwirt und Sch\u00e4fer begeistert. Das tr\u00e4gt dazu bei, Vertrauen aufzubauen, und die M\u00f6glichkeiten, die unser inzwischen bestehendes regionale System bietet, an konkreten Personen festzumachen\u201c, sagt Rundell.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Bad Neustadt. Das Rh\u00f6nlamm ist nicht nur der Sympathietr\u00e4ger der Region schlechthin, sondern auch eine Spezialit\u00e4t, die der einheimischen Gastronomie ein deutliches Potenzial nach oben bescheren kann. 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