{"id":55065,"date":"2010-03-19T09:24:04","date_gmt":"2010-03-19T08:24:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=55065"},"modified":"2010-03-23T09:24:43","modified_gmt":"2010-03-23T08:24:43","slug":"bilanzpressekonferenz-der-sparkasse-fulda-kreditklemme-im-mittelstand-kein-thema","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=55065","title":{"rendered":"Bilanzpressekonferenz der Sparkasse Fulda  &#8211; \u201eKreditklemme im Mittelstand kein Thema\u201c"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda. <\/strong>Die ersten 100 Tage hat der Sparkassenvorstand in seiner neuen Besetzung zwar noch nicht hinter sich \u2013 daf\u00fcr aber ein aus seiner Sicht erfreuliches Gesch\u00e4ftsjahr 2009. Bei der Bilanzpressekonferenz im Dalbergsaal des Fuldaer Stadtschlosses zogen Vorstandsvorsitzender Alois Fr\u00fcchtl und seine beiden Kollegen Uwe Marohn und Horst Habermehl ein positives Fazit f\u00fcr das \u201eJahr 1\u201c nach der Finanzkrise. <!--more--><\/p>\n<p>Die meisten Gesch\u00e4ftsfelder entwickelten sich deutlich positiv. Und auch die Ertragslage verbesserte sich nach einem etwas schw\u00e4cheren Jahr 2008 wieder auf das Niveau des Jahres 2007. Fulda geh\u00f6rt weiterhin zu den ergebnisst\u00e4rksten Sparkassen in Hessen. Gerhard M\u00f6ller, bei der Pr\u00e4sentation der Zahlen in dreifacher Funktion als Hausherrr, Oberb\u00fcrgermeister und amtierender Verwaltungsratsvorsitzender zugegen, darf zusammen mit Landrat Woide auf eine Sparkasse bauen, die das wirtschaftliche Geschehen in der Region gleicherma\u00dfen stabilisieren wie fortentwickeln kann.<\/p>\n<p>Einer der prominentesten wirtschaftspolitischen Streitpunkte der letzten Monate, die so genannte Kreditklemme, war f\u00fcr Alois Fr\u00fcchtl deshalb auch kein Thema, dem er aus dem Weg gehen wollte. Zumindest die mittelst\u00e4ndische Kundschaft der Sparkassen und der genossenschaftlichen Institute ist nach seiner Einsch\u00e4tzung nicht betroffen. Dies best\u00e4tigten auch die Erfahrungen unabh\u00e4ngiger Institutionen wie der Deutschen Bundesbank oder der KfW-Bank. Das gesamtwirtschaftliche Umfeld sei zwar auch f\u00fcr die Sparkasse mit h\u00f6heren Ausfallrisiken verbunden. Doch viele Kunden zeigten daf\u00fcr bei den Gespr\u00e4chen \u00fcber die Finanzierungsmodalit\u00e4ten Verst\u00e4ndnis. Unter diesen Umst\u00e4nden erg\u00e4ben sich L\u00f6sungen, die f\u00fcr beide Seiten vertretbar sind.<\/p>\n<p>Die gesch\u00e4ftspolitische Ausrichtung des Kreditgesch\u00e4fts sei bei der Sparkasse unver\u00e4ndert: Kreditw\u00fcrdigkeit und dauerhafte Kapitaldienstf\u00e4higkeit eines Unternehmens blieben die wichtigsten Kriterien der Kreditentscheidung. Bei gr\u00f6\u00dferen Kreditverh\u00e4ltnissen versuche die Sparkasse ihre Risiken mit benachbarten Schwesterinstituten oder mit der Landesbank Hessen-Th\u00fcringen zu teilen.<\/p>\n<p><strong>Kr\u00e4ftiges Plus bei den Einlagen<\/strong><\/p>\n<p>Nach \u00dcberzeugung von Uwe Marohn, seit 1. Januar 2010 Vorstandsmitglied der Sparkasse, haben viele Menschen \u2013 ob als Privatperson, als Unternehmer oder als Freiberufler \u2013 die Vorz\u00fcge regionaler Kreditinstitute neu f\u00fcr sich entdeckt. Rendite bleibe als Kriterium f\u00fcr die Entscheidung wichtig. Doch andere Aspekte wie N\u00e4he, Zuverl\u00e4ssigkeit und Sicherheit h\u00e4tten nach der Zuspitzung der Finanzkrise deutlich an Gewicht gewonnen. Innerhalb eines Jahres erh\u00f6hten sich die Kundengelder in der Sparkassenbilanz um mehr als 140 Mio EUR (+ 5,7 Prozent) \u2013 ein auch im Vergleich mit den anderen hessischen Sparkassen \u00fcberdurchschnittlicher Wert.<\/p>\n<p>Das kr\u00e4ftige Einlagenwachstum lie\u00df auch die Bilanzsumme nach oben gehen. Sie war im Jahr 2008 erstmals \u00fcber die 3-Milliarden-EUR-Grenze gestiegen; nunmehr erh\u00f6hte sie sich nochmals auf fast 3,2 Milliarden EUR. Das Einlagenplus war nach Worten von Marohn zu mehr als 60 Prozent von Zufl\u00fcssen gewerblicher und institutioneller Kunden getragen. Offensichtlich verf\u00fcgten viele Unternehmen immer noch \u00fcber beachtliche Liquidit\u00e4tspolster; wiederholt h\u00e4tten Kunden auch gr\u00f6\u00dfere Volumina von anderen Kreditinstituten abgezogen und zur Sparkasse gebracht.<\/p>\n<p>Der Trend, auch um den Preis vergleichsweise niedriger Guthabenzinsen m\u00f6glichst flexibel zu bleiben, habe angehalten. Das habe das Volumen der t\u00e4glich verf\u00fcgbaren Kundengelder deutlich erh\u00f6ht. Viele Kunden, so die Einsch\u00e4tzung des Sparkassenvorstands, warteten entweder auf ein h\u00f6heres Zinsniveau oder reagierten auf zunehmend unsichere Lebensumst\u00e4nde. Angebote mit festen Laufzeiten, etwa Sparkassenbriefe, h\u00e4tten selbst bei ausgesprochen attraktiven Konditionen im mittleren Laufzeitbereich nur verhaltene Nachfrage gefunden. Bezogen auf die Bilanzsumme refinanziert sich die Sparkasse Fulda weiterhin in einem hessenweit \u00fcberdurchschnittlichen Ma\u00df aus Kundeneinlagen. F\u00fcr Vorstandsmitglied Uwe Marohn ein besonderer Vorteil: \u201eUnser Kreditgesch\u00e4ft mit dem heimischen Mittelstand ist damit in keiner Weise abh\u00e4ngig von den Engp\u00e4ssen und Launen der Kapitalm\u00e4rkte.\u201c<\/p>\n<p><strong>Flaute im Wertpapiergesch\u00e4ft<br \/>\n<\/strong><br \/>\nWie ein Spiegelbild des dynamischen Einlagengesch\u00e4fts liest sich die Flaute im Wertpapiergesch\u00e4ft. Die ausgepr\u00e4gte Risikoabneigung vieler Kunden traf insbesondere festverzinsliche Wertpapiere und Investmentfonds. Lediglich bei den Aktien hielten sich K\u00e4ufe und Verk\u00e4ufe der Kunden ann\u00e4hernd die Waage. Der Bruttoumsatz im Wertpapiergesch\u00e4ft mit Kunden verminderte sich um fast 35 Prozent auf etwa 270 Mio EUR.<\/p>\n<p>Auch im neuen Jahr hat der Sparkassenvorstand noch keine durchgreifende Belebung des Wertpapiergesch\u00e4fts beobachten k\u00f6nnen. Die seit 1. Januar gesetzlich geforderte schriftliche Protokoll jedes Anlagegespr\u00e4chs sieht Uwe Marohn grunds\u00e4tzlich positiv. Die Sparkasse k\u00f6nnte damit die Qualit\u00e4t ihrer Wertpapierberatung noch deutlicher werden lassen. Das Protokoll verbessere die Transparenz f\u00fcr Kunde und Berater.<\/p>\n<p><strong>Trotz Krise viele neue Darlehen<\/strong><\/p>\n<p>Vorstandsvorsitzender Alois Fr\u00fcchtl konnte von einem ebenfalls lebhaften Darlehensneugesch\u00e4ft der Sparkasse im Gesch\u00e4ftsjahr 2009 berichten. Die Zusagen stiegen um mehr als 20 Prozent auf \u00fcber 340 Mio EUR an. Dabei entwickelte sich die Nachfrage der Unternehmen und Selbstst\u00e4ndigen mit einem Plus von 24 Prozent sogar noch st\u00e4rker als die Nachfrage von Privatkunden (im Vorjahresvergleich: + 17 Prozent).<\/p>\n<p>Mit marktgerechten Konditionen, der Option auf eine 15-j\u00e4hrige Zinsfestschreibung und einem hohen Ma\u00df an Flexibilit\u00e4t konnte die Sparkasse ihre Position auch bei der Immobilienfinanzierung weiterhin gut behaupten. Die Darlehenszusagen schnellten hier nochmals um fast ein Drittel nach oben. Die Nachfrage nach Finanzierungsmitteln f\u00fcr Renovierungen, energetischen Sanierungen und Installation von Photovoltaikanlagen war ungebrochen. Zur Beratungsqualit\u00e4t der Sparkasse geh\u00f6rt es dabei, in vielen F\u00e4llen auch zinsg\u00fcnstige KfW-F\u00f6rderprogramme einzubinden.<\/p>\n<p>Im \u00fcbrigen privaten Finanzierungsgesch\u00e4ft entschieden sich mehr als 1 000 Kunden f\u00fcr einen Sparkassen-Privatkredit oder einen Sparkassen-Autokredit. Beide zeichneten sich, so Vorstandsmitglied Uwe Marohn, durch marktgerechte Konditionen und eine schnelle, unkomplizierte Abwicklung aus. Die staatliche Umweltpr\u00e4mie (\u201eAbwrackpr\u00e4mie\u201c) f\u00fcr gebrauchte Autos habe auch bei der Sparkasse f\u00fcr eine \u201eSonderkonjunktur\u201c gesorgt.<\/p>\n<p><strong>Ortsnaher und zuverl\u00e4ssiger Aktivposten f\u00fcr die Region<\/strong><\/p>\n<p>Abgesehen von der gewachsenen Zusammenarbeit mit den mittelst\u00e4ndischen Unternehmen der Region spiegelt sich die Kundenn\u00e4he vor allem im Filialnetz der Sparkasse wider. Hier wird sie nach den Worten von Horst Habermehl, seit 1. November 2009 Vorstandsmitglied, weiterhin einen bedarfsgerechten Kurs fahren. Will hei\u00dfen: Es k\u00f6nne in den n\u00e4chsten Jahren immer wieder einzelne Standorte geben, die die Sparkasse in Frage stellt. Gleichzeitig werde sie an anderer Stelle aber auch investieren, wenn sich Kundengewohnheiten und Kundenstr\u00f6me verlagerten.<\/p>\n<p>Beispielhaft nannte Habermehl einerseits die Schlie\u00dfung der Filiale Josefstra\u00dfe in H\u00fcnfeld zum Jahresende 2009, andererseits betr\u00e4chtliche Investitionen in den Filialen Neuhof, Eiterfeld und Dr. Dietz-Stra\u00dfe, die geplante Verlagerung der Filiale Mittelkalbach und die wachsende Nutzung des Beratungsangebots der Sparkasse auf dem Gel\u00e4nde der Hochschule Fulda.<\/p>\n<p>Die Sparkasse Fulda, so Habermehl, sei f\u00fcr Stadt und Landkreis Fulda auch im vergangenen Jahr zuverl\u00e4ssiger Wirtschaftsfaktor, Sponsor und M\u00e4zen gewesen. Im Jahresdurchschnitt 2009 waren etwa 740 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter besch\u00e4ftigt, davon ca. 50 Auszubildende. Auftr\u00e4ge an heimische Bauunternehmen, Handwerksbetriebe und Dienstleister, Steuerzahlungen, Gewinnaussch\u00fcttungen an Stadt und Landkreis sowie Spenden und Sponsoring der Sparkasse summierten sich im Jahr 2009 auf deutlich \u00fcber 10 Millionen EUR. Die beiden Sparkassen-Stiftungen f\u00f6rderten gemeinn\u00fctzige Zwecke und Einrichtungen im sozialen, kulturellen und wissenschaftlichen Bereich mit ca. \u00e2\u20ac\u00a8170 000 EUR. Beispiele f\u00fcr das Engagement der Sparkasse waren finanzielle Beitr\u00e4ge zum Figurenensemble auf dem Fuldaer Borgiasplatz, zur Sanierung der Pfarrkirche St. Jakobus in H\u00fcnfeld und der evangelischen Kirche in Burghaun, die Unterst\u00fctzung der Veranstaltungsreihen \u201eLiteratur im Stadtschloss\u201c, \u201eLeseland Hessen\u201c, \u201eRh\u00f6n-SpecialCup\u201c, \u201eRh\u00f6n-SuperCup\u201c und \u201eSparkassen-GrandPrix\u201c sowie Hilfen f\u00fcr soziale Projekte und Aktivit\u00e4ten wie Caritas, Perspektiva, Telefonseelsorge und Hospiz St. Elisabeth.<\/p>\n<p><strong>Gesucht: engagierte junge Bankkaufleute<\/strong><\/p>\n<p>Engagiert warb der Vorstandsvorsitzende bei Sch\u00fclerinnen und Sch\u00fclern daf\u00fcr, die Sparkasse auch als zukunftssicheren Arbeitsplatz wahrzunehmen. Die Ausbildungsqualit\u00e4t sei anerkannt hoch \u2013 nicht nur f\u00fcr (Fach-) Abiturienten, sondern auch f\u00fcr Realschulabsolventen. Im Januar dieses Jahres habe die Sparkasse alle frischgebackenen Bankkaufleute aus ihrem Haus in ein unbefristetes Arbeitsverh\u00e4ltnis \u00fcbernommen. Zum 1. August 2010 habe die Sparkasse 21 neue Auszubildende eingestellt. F\u00fcr das im Sommer 2011 beginnende Ausbildungsjahr suche die Sparkasse wieder junge Leute; sie k\u00f6nnten sich online \u00fcber <a href=\"http:\/\/www.sparkasse-fulda.de\" target=\"_blank\">www.sparkasse-fulda.de<\/a> bewerben.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Die ersten 100 Tage hat der Sparkassenvorstand in seiner neuen Besetzung zwar noch nicht hinter sich \u2013 daf\u00fcr aber ein aus seiner Sicht erfreuliches Gesch\u00e4ftsjahr 2009. Bei der Bilanzpressekonferenz im Dalbergsaal des Fuldaer Stadtschlosses zogen Vorstandsvorsitzender Alois Fr\u00fcchtl und seine beiden Kollegen Uwe Marohn und Horst Habermehl ein positives Fazit f\u00fcr das \u201eJahr 1\u201c &hellip;<\/p>\n<\/div>","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"footnotes":""},"categories":[1,53,29],"tags":[],"class_list":["post-55065","post","type-post","status-publish","format-standard","hentry","category-startseite","category-bildung","category-politik"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55065","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=55065"}],"version-history":[{"count":5,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55065\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":55225,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/posts\/55065\/revisions\/55225"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=55065"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcategories&post=55065"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Ftags&post=55065"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}