{"id":54637,"date":"2010-03-17T04:11:53","date_gmt":"2010-03-17T03:11:53","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=54637"},"modified":"2010-03-17T07:12:21","modified_gmt":"2010-03-17T06:12:21","slug":"sanierung-hat-vorrang-vor-neubauten-bund-soll-ueber-mineraloelsteuer-und-ueber-konjunkturpaket-ii-helfen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=54637","title":{"rendered":"\u201eSanierung hat Vorrang vor Neubauten\u201c \u2013 Bund soll \u00fcber Mineral\u00f6lsteuer und \u00fcber Konjunkturpaket II helfen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Vogelsbergkreis. <\/strong>Die Bew\u00e4ltigung der Frostsch\u00e4den auf den Kreisstra\u00dfen im Vogelsbergkreis ist f\u00fcr Kreisbeigeordneten Heinz Gei\u00dfel (Freie W\u00e4hler) die zentrale Herausforderung f\u00fcr die n\u00e4chsten Wochen und Monate. Der Kreisstra\u00dfendezernent sch\u00e4tzt die akuten Sch\u00e4den auf mindestens 300.000 Euro, alleine f\u00fcr die 310 Kilometer Stra\u00dfen des Kreises aus. Ursache der Sch\u00e4den der stetige Wechsel von Frost und Tauwetter.<!--more--><\/p>\n<p>Das durch Risse eingesickerte Wasser sprengt beim Frieren den Unterbau. \u201eNachdem der Frost den Boden noch wie Kleber zusammenhielt, zerbr\u00f6ckelt bei den gestiegenen Temperaturen jetzt alles\u201c, sagt Gei\u00dfel in einer Pressemitteilung der Kreisverwaltung. Ein Gro\u00dfteil der Sch\u00e4den m\u00fcsse sofort beseitigt werden, damit die Sicherheit nicht beeintr\u00e4chtigt werde. Gei\u00dfel rechnet damit, dass der Finanzbedarf steigen wird, wenn bis Ende April eine endg\u00fcltige Bilanz gezogen wird.<\/p>\n<p>\u201eAllein kann der Landkreis das nicht bezahlen\u201c, sagt Gei\u00dfel. Die Finanznot des Landkreises und der Kommunen sei \u201egigantisch\u201c. Er fordert finanzielle Hilfen f\u00fcr die Kommunen und den Kreis von Land und Bund. Bereits vor Jahresfrist hatte Gei\u00dfel kritisiert, dass Mittel aus dem Konjunkturpaket II nicht f\u00fcr Kreisstra\u00dfen verwendet werden d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Daher erneuert der Kreisbeigeordnete nun seine Forderung und erg\u00e4nzt: \u201eIm Einklang mit den Forderungen der Automobil-Clubs trete ich auch f\u00fcr eine Verwendung von Steuermitteln aus der Mineral\u00f6lsteuer ein.\u201c Es sei nicht hinnehmbar, dass vom Bund bislang keine Zusch\u00fcsse f\u00fcr die kommunale Stra\u00dfensanierung erfolge obwohl nach Berechnungen der Automobilverb\u00e4nde etwa 48 Milliarden Euro Einnahmen aus der Mineral\u00f6lsteuer zur Verf\u00fcgung st\u00fcnden. Nur 17,5 Milliarden Euro fl\u00f6ssen in den Stra\u00dfenbau.<\/p>\n<p>Kreisstra\u00dfendezernent Gei\u00dfel forderte erneut, dass die Sanierung vorhandener Stra\u00dfen und Br\u00fcckenbauwerke Vorrang vor jeglichem Neubau erhalten m\u00fcsse. Denn: \u201eDas knappe Geld \u00fcberwiegend f\u00fcr den Bau neuer Stra\u00dfen und Br\u00fccken k\u00f6nnen wir uns weder finanziell noch umweltpolitisch auf Dauer leisten. Die Sanierung muss Vorrang vor jeglichem Neubau bekommen.\u201c Seit Jahren werde zu viel Geld in teure Prestigeprojekte gesteckt, der Fl\u00e4chenverbrauch durch Stra\u00dfenbau sei enorm hoch. Gleichzeitig sei zu wenig Geld vorhanden, um Schlagl\u00f6cher in Stra\u00dfen und Risse in Br\u00fccken zu reparieren.<\/p>\n<p>Was Kostenminimierungen angehe, akzeptiere man im l\u00e4ndlichen Raum Fahrbahnbreiten unter 5,50 Meter. \u201eAber die Fahrbahn muss wirklich in Ordnung und verkehrssicher sein\u201c, so Gei\u00dfel. Es sei technisch m\u00f6glich, Deckenerneuerungsma\u00dfnahmen in vielen F\u00e4llen kurzfristig ohne gro\u00dfen Planungs- und Genehmigungsaufwand durchzuf\u00fchren und vorhandene Schlaglochpisten dauerhaft beseitigen. \u201eKomplettsanierungen mindern auch die Probleme im Winter\u201c, betont Heinz Gei\u00dfel, denn wenn Stra\u00dfen bereits Oberfl\u00e4chensch\u00e4den aufweisen, dringt Wasser in den Stra\u00dfenbelag ein, gefriert und sprengt den Asphalt.<\/p>\n<p>Sanierungsma\u00dfnahmen m\u00fcssten genauso vom Land gef\u00f6rdert werden, wie das bisher bei Neubauma\u00dfnahmen der Fall sei. Gerade die gro\u00dfen Fl\u00e4chenkreise, wie der Vogelsbergkreis, w\u00fcrden sich dann f\u00fcr diese Alternative entscheiden und der Zustand der kommunalen hessischen Stra\u00dfen k\u00f6nnte damit kurzfristig sp\u00fcrbar und nachhaltig verbessert werden. Der Zahn der Zeit und der zunehmende Autoverkehr hinterlasse auch auf Br\u00fccken deutliche Spuren. Schadhafter Beton und korrodierende Bewehrungen seien gef\u00e4hrlich. Hier bestehe dringender Handlungsbedarf.<\/p>\n<p>Heinz Gei\u00dfel k\u00fcndigte an, das Ministerium f\u00fcr Wirtschaft und Verkehr sowie die hiesigen Bundes- und Landtagsabgeordneten aufzufordern, sich im Rahmen der Neufassung der GVFG-F\u00f6rderrichtlinien und der weiteren Umsetzung des Konjunkturprogramms neben dem Ausbau vor allem auch die Sanierung von Stra\u00dfen und Br\u00fccken mit in den F\u00f6rderkatalog aufzunehmen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Vogelsbergkreis. Die Bew\u00e4ltigung der Frostsch\u00e4den auf den Kreisstra\u00dfen im Vogelsbergkreis ist f\u00fcr Kreisbeigeordneten Heinz Gei\u00dfel (Freie W\u00e4hler) die zentrale Herausforderung f\u00fcr die n\u00e4chsten Wochen und Monate. Der Kreisstra\u00dfendezernent sch\u00e4tzt die akuten Sch\u00e4den auf mindestens 300.000 Euro, alleine f\u00fcr die 310 Kilometer Stra\u00dfen des Kreises aus. 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