{"id":51822,"date":"2010-02-10T05:43:21","date_gmt":"2010-02-10T04:43:21","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=51822"},"modified":"2010-02-10T09:43:37","modified_gmt":"2010-02-10T08:43:37","slug":"fachkraeftebedarf-trotz-wirtschaftskrise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=51822","title":{"rendered":"Fachkr\u00e4ftebedarf trotz Wirtschaftskrise"},"content":{"rendered":"<p><strong>Frankfurt. <\/strong>Wie sehen die Betriebe die Entwicklung ihrer Besch\u00e4ftigten bis zum Ende 2011? Dieser Frage ging das Institut f\u00fcr Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) an der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt bei \u00fcber 1.300 Betrieben aus der Rhein-Main Region im Oktober 2009 nach. Erfragt wurde nicht nur die Voraussage der Gesamtentwicklung sondern eine Einsch\u00e4tzung ausgew\u00e4hlter Berufsgruppen.<!--more--><\/p>\n<p><strong>Akademiker k\u00fcnftig noch st\u00e4rker gefragt <\/strong><\/p>\n<p>Betriebe in der Region Rhein-Main erwarten bei den Akademikern f\u00fcr das erste Halbjahr 2010 eher zus\u00e4tzliche Einstellungen als einen Stellenabbau. Fast jeder vierte Betrieb, der derzeit schon Akademiker besch\u00e4ftigt, rechnet mit Neueinstellungen. Vor allem der Dienstleistungsbereich sieht einen steigenden Bedarf. Besonders g\u00fcnstig erweist sich die Situation f\u00fcr Informatiker, Ingenieure und Naturwissenschaftler, die bereits 2009 stark gefragt waren. Die Suche nach Wirtschaftswissenschaftlern und Juristen durch das Produzierende Gewerbe sowie den Handel ebbt dagegen ab.<\/p>\n<p><strong>Fachkr\u00e4ftegewinnung wird schwieriger<\/strong><\/p>\n<p>Stellenbesetzungsprobleme bei Fachkr\u00e4ften konzentrierten sich im vergangenen Jahr auf Fertigungsberufe, Techniker und Datenverarbeitungsfachleute. Im kaufm\u00e4nnischen Bereich bestanden dagegen keine nennenswerten Probleme, geeignete Arbeitskr\u00e4fte zu finden. Die befragten Betriebe der Region Rhein-Main gehen f\u00fcr das laufende Halbjahr bei den Fachkr\u00e4ften von deutlich steigenden Einstellungen aus und bef\u00fcrchten, dass sich dieser Bedarf schwer decken l\u00e4sst.<\/p>\n<p>Besondere Probleme erwarten die Betriebe des Dienstleistungssektors und des Handels. W\u00e4hrend der Dienstleistungsbereich vor allem Techniker und Datenverarbeitungsfachleute ben\u00f6tigt, sucht der Handel Fertigungsfachkr\u00e4fte.<\/p>\n<p>Ob die zu erwartenden Einstellungen auch tats\u00e4chlich den anstehenden Stellenabbau kompensieren, dies kann Prof. Dr. Alfons Schmid, Leiter des IWAK, zu diesem Zeit-punkt allerdings noch nicht sagen.<\/p>\n<p>\u201eAngesichts der Gesamtbesch\u00e4ftigungsprognose von minus 0,7 Prozent ist eher davon auszugehen, dass mehr Personen vom Stellenabbau betroffen sein werden, als eingestellt werden\u201c, so Schmid.<br \/>\n<strong><br \/>\nSozialversicherungspflichtige Besch\u00e4ftigung trotz Krise stabil <\/strong><\/p>\n<p>Die Entwicklung der sozialversicherungspflichtigen Besch\u00e4ftigung in Hessen wurde im letzten Jahr kaum von der Krise \u00fcberlagert. Die saisontypische Bewegung, mit einem Anstieg der Besch\u00e4ftigten nach dem Sommer, zeichnet sich bereits ab.<\/p>\n<p>Die Zahl der sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten lag zum Stichtag 30.06.2009 bei 2.165.836 und ist somit genauso hoch wie im Vorjahresquartal. F\u00fcr November 2009 liegen die hochgerechneten Werte bereits bei 2.199.200; allerdings sind dies im Vergleich zum Vorjahr 0,4 Prozent weniger.<\/p>\n<p>\u201eDie Betriebe nutzen verst\u00e4rkt flexible Arbeitszeiten und Kurzarbeit, um Entlassungen zu vermeiden. Die Branche mit den gr\u00f6\u00dften Einbr\u00fcchen bleibt die Zeitarbeit. Im Vorjahresvergleich gingen dort die Besch\u00e4ftigungsverh\u00e4ltnisse um bis zu 25 Prozent zur\u00fcck. Mit einem Anteil von 1,9 Prozent an allen sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten sollte man die Bedeutung dieser Branche allerdings nicht \u00fcberbewerten\u201c, so Wolfgang Forell, Leiter der Regionaldirektion Hessen.<\/p>\n<p>Die meisten sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten arbeiten in Hessen immer noch im Verarbeitenden Gewerbe: 421.000; rund 315.000 sind im Gro\u00df- und Einzelhandel besch\u00e4ftigt, rund 322.000 im Bereich der Wirtschaftlichen Dienstleistungen (inklusive Zeitarbeit), \u00fcber 235.000 sind im Gesundheits- und Sozialwesen besch\u00e4ftigt.<\/p>\n<p><strong>Vollzeitbesch\u00e4ftigung auf dem R\u00fcckzug?<\/strong><strong><\/strong><\/p>\n<p>\u201eDass die Betriebe ihren k\u00fcnftigen Fachkr\u00e4ftebedarf im Blick behalten ist gut, dies belegt ihr Verhalten in der aktuellen Wirtschaftskrise. Dennoch zeichnet sich eine weitere Tendenz ab: Hessen verliert einen Anteil seiner Vollzeitbesch\u00e4ftigten und besonders M\u00e4nner sind davon betroffen\u201c, so Forell weiter.<\/p>\n<p>Insgesamt 16.993 Vollzeitbesch\u00e4ftigungen gingen in Hessen im Vergleich zum Vorjahr verloren (Stichtag: 30.06.09). Gleichzeitig stieg die Zahl der sozialversicherungs-pflichtigen Teilzeitbesch\u00e4ftigten um 16.617 an. Mehrheitlich sind Frauen (13.235) in diese Teilzeitjobs eingestiegen.<\/p>\n<p>Seit 2000 steigt die Teilzeitbesch\u00e4ftigung bei M\u00e4nnern und Frauen stetig an. Von 2000 bis 2008 stieg der Anteil teilzeitbesch\u00e4ftigter Frauen (an allen sozialversicherungspflichtig Besch\u00e4ftigten) von 29,8 Prozent auf 34,8 Prozent, die der M\u00e4nner von 3,9 Prozent auf 5,9 Prozent an.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Abbau der Vollzeitstellen in erster Linie M\u00e4nner traf (18.002) konnten Frauen sogar einen Zugewinn verzeichnen (1.009). Der Stellenabbau traf in erster Li-nie die krisengesch\u00fcttelten Branchen Zeitarbeit, Herstellung von Metallerzeugnissen und den Gro\u00dfhandel<\/p>\n<p>\u201eTrotz Fachkr\u00e4ftebedarf arbeiten mittlerweile weniger als 50,0 Prozent aller Frauen in einer sozialversicherungspflichtigen Vollzeitbesch\u00e4ftigung. Sie stellen den gr\u00f6\u00dften Teil der Teilzeitbesch\u00e4ftigten und Minijobber. Hier sehe ich weiterhin noch gro\u00dfen Handlungsbedarf, um mehr Fachkr\u00e4fte f\u00fcr die Unternehmen zu gewinnen\u201c, abschlie\u00dfend Wolfgang Forell.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Frankfurt. Wie sehen die Betriebe die Entwicklung ihrer Besch\u00e4ftigten bis zum Ende 2011? Dieser Frage ging das Institut f\u00fcr Wirtschaft, Arbeit und Kultur (IWAK) an der Goethe-Universit\u00e4t Frankfurt bei \u00fcber 1.300 Betrieben aus der Rhein-Main Region im Oktober 2009 nach. 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