{"id":5109,"date":"2007-09-08T00:30:46","date_gmt":"2007-09-07T22:30:46","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=5109"},"modified":"2007-09-08T00:31:12","modified_gmt":"2007-09-07T22:31:12","slug":"suesser-genuss-aus-dem-biosphaerenreservat-rhoen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=5109","title":{"rendered":"S\u00fc\u00dfer Genuss aus dem Biosph\u00e4renreservat Rh\u00f6n"},"content":{"rendered":"<p><strong>Sch\u00f6nes aus Sargenzell.<\/strong> Auf den Wochenm\u00e4rkten zwischen Bad Hersfeld und Fulda sind Helga und Gottfried Fritz schon seit einem Jahrzehnt pr\u00e4sent. Die rund 200 festen Kunden sch\u00e4tzen ihren nach alter Tradition hergestellten Honig. Seit Anfang dieses Jahres sind die Gl\u00e4ser mit dem Bl\u00fctenhonig von der\u201eImkerei Fritz\u201c auch in allen gr\u00f6\u00dferen tegut&#8230; M\u00e4rkten erh\u00e4ltlich. In K\u00fcrze kommt noch eine neue Honigsorte, der \u201eWaldbl\u00fctenhonig\u201c, hinzu.<!--more--><\/p>\n<p>\u201eWir sind Imker aus Leidenschaft\u201c, meint Helga Fritz. Ihr Mann Gottfried ist Bienenz\u00fcchter in bereits dritter Generation. Er erinnert sich gern an den Gro\u00dfvater: \u201eDer hat noch im Bienenkorb geimkert.\u201c Das Imkern, also die Gewinnung des Honigs, betreiben Helga und Gottfried Fritz in ihrem Haus im hessischen H\u00fcnfeld-Sargenzell.<\/p>\n<p>Die Bienenv\u00f6lker befinden sich im direkten Umkreis und damit auf den Wiesen und in den W\u00e4ldern des Biosph\u00e4renreservates Rh\u00f6n. Weil der kleine Familienbetrieb spezielle Kriterien erf\u00fcllt, ist der Honig sogar mit dem Qualit\u00e4tssiegel Rh\u00f6n ausgezeichnet. Das erhalten nur Produkte und Herstellungsverfahren, die den Anspruch des nachhaltigen Wirtschaftens im Biosph\u00e4renreservat erf\u00fcllen.<\/p>\n<p>So verf\u00fcgt die Imkerei beispielsweise \u00fcber einen eigenen Wachskreislauf. Damit ist garantiert, dass sich keine R\u00fcckst\u00e4nde synthetischer Bek\u00e4mpfungsmittel gegen die gef\u00fcrchtete Varroa-Milbe in den Waben des eigenen Bestandes festsetzen. Es gibt nach wie vor Bienenz\u00fcchter, die mit diesen synthetischen Mitteln imkern. Gottfried Fritz setzt gegen die Varroa-Milbe ausschlie\u00dflich Ameisen- und Oxals\u00e4ure ein. Letztere ist ein nat\u00fcrlicher Pflanzenstoff und kommt in Rhabarber oder Spinat vor.<\/p>\n<p>Seit 2002 bedient sich die\u201eImkerei Fritz\u201c beim Imkern modernster Technik. Zun\u00e4chst werden die Honigwaben mit einem elektrischen Messer entdeckelt. Anschlie\u00dfend kommen sie in die Honigschleuder. Mit dieser wird der Honig aus den Waben herausgeschleudert. Der Honig l\u00e4uft dann durch ein Sieb und wird von Wachsteilen befreit. Danach gelangt er in die Zentrifuge. Hinterher werden durch ein Spitzsieb aus feinstem Nylon erneut Wachsreste entfernt.<\/p>\n<p>Nun ruht die dickfl\u00fcssige Masse ein bis zwei Tage in einem Absetzbeh\u00e4lter. Zur Weiterverarbeitung werden Wachs und Schaum, die sich gebildet haben, abgesch\u00f6pft. Damit der Honig nicht kandiert und v\u00f6llig aush\u00e4rtet, wird er zum Schluss cremig ger\u00fchrt. Das zerkleinert die langkettigen Zuckerverbindungen auf mechanischem Weg. Das Ergebnis ist ein streichf\u00e4higer, echter deutscher Imkerhonig.<\/p>\n<p>\u00dcber 100 Bienenv\u00f6lker sorgen bei Helga und Gottfried Fritz in der Saison stets f\u00fcr gut gef\u00fcllte Waben. Ein solches Volk besteht aus 30 000 bis 40 000 Bienen und liefert zwischen 30 und 40 Kilogramm Honig pro Jahr. Der Bienenz\u00fcchter wei\u00df genau, was die V\u00f6lker brauchen, damit sie stabil, gesund und \u201eflei\u00dfig\u201c sind. Deshalb zieht er auch den gr\u00f6\u00dften Teil der K\u00f6niginnen selbst.\u00c2\u00a0Je vitaler die K\u00f6nigin ist, desto st\u00e4rker ist das ganze Volk \u2013 und umso h\u00f6her f\u00e4llt der Ertrag aus.<\/p>\n<p>\u201eIch hoffe, dass unsere Tochter die Imkerei einmal weiterf\u00fchrt\u201c, sagt Gottfried Fritz. \u201eUnserer Branche fehlt n\u00e4mlich leider der Nachwuchs. Das Durchschnittsalter der deutschen Imker betr\u00e4gt 60 Jahre, und jedes Jahr gibt es nahezu 1.000 Imker weniger\u201c, bedauert er. (Carsten Kallenbach)<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Sch\u00f6nes aus Sargenzell. Auf den Wochenm\u00e4rkten zwischen Bad Hersfeld und Fulda sind Helga und Gottfried Fritz schon seit einem Jahrzehnt pr\u00e4sent. 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