{"id":50953,"date":"2010-01-28T05:50:33","date_gmt":"2010-01-28T04:50:33","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=50953"},"modified":"2010-01-28T18:50:44","modified_gmt":"2010-01-28T17:50:44","slug":"arbeitsmarkt-in-der-region-trotzt-dem-winter-und-der-krise","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=50953","title":{"rendered":"Arbeitsmarkt in der Region trotzt dem Winter und der Krise"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda. <\/strong>Der Arbeitsmarkt in der Region Fulda trotzt Eis, Schnee und Wirtschaftskrise. Der saisonal \u00fcbliche Anstieg der Arbeitslosigkeit von Dezember auf Januar fiel in diesem Jahr niedriger aus als in den vergangenen zehn Jahren. Im Januar entsprach die Arbeitslosenquote mit 5,9 Prozent der des Vorjahresmonats. Insgesamt 6.506 Menschen waren arbeitslos gemeldet. Das waren 677 mehr als im Dezember. <!--more--><\/p>\n<p>Im zur\u00fcckliegenden Jahr hatte die Steigerung von Dezember auf Januar bei 1000 gelegen. Der saisonale Anstieg betraf erwartungsgem\u00e4\u00df den Bereich der Arbeitslosenversicherung. Die Agentur f\u00fcr Arbeit\u00c2\u00a0 Fulda verzeichnete im Januar mit 3.051 Arbeitslosen eine Zunahme um 691. Beim Amt f\u00fcr Arbeit und Soziales sank die Zahl der Arbeitslosen um 14 auf 3.455.<\/p>\n<p>Erfreulich ist die Entwicklung auch im Vergleich zum Vorjahr. Erstmals seit einem Jahr liegt die Arbeitslosigkeit niedriger als im Vorjahresmonat (-69). In den Vormonaten hatte sie stets deutlich h\u00f6her gelegen als in den zw\u00f6lf Monaten zuvor.\u00c2\u00a0 Vom R\u00fcckgang profitiert haben Frauen (-163), da sich Dienstleistungssektor und Handel bislang als stabilisierende Faktoren auf dem Arbeitsmarkt erwiesen haben.<\/p>\n<p>Daneben hat der Beginn von beruflichen Qualifizierungsma\u00dfnahmen, insbesondere bei den Personen unter 25 Jahren, zu einem R\u00fcckgang der registrierten Arbeitslosigkeit gef\u00fchrt. Schwierigkeiten bei der beruflichen Integration haben weiterhin Personen \u00fcber 50 Jahren.\u00c2\u00a0 Die Arbeitslosigkeit in dieser Personengruppe liegt um 168\u00c2\u00a0 h\u00f6her als im Vorjahresmonat, was einer Steigerung um 9,4 Prozent entspricht.<\/p>\n<p>\u201eDer erstmalige R\u00fcckgang der Arbeitslosigkeit gegen\u00fcber dem Vorjahresmonat und der relativ\u00c2\u00a0 schwache Anstieg der saisonalen Arbeitslosigkeit sind positive Signale, die uns f\u00fcr das Jahr 2010 leicht optimistisch stimmen. Auch wenn die Wirtschaftskrise noch nicht \u00fcberwunden ist, haben wir die berechtigte Hoffnung, dass der Anstieg der Arbeitslosigkeit moderat ausf\u00e4llt\u201c, kommentiert Waldemar Dombrowski, Leiter der Arbeitsagentur Fulda, die aktuelle Entwicklung.<\/p>\n<p>Leicht r\u00fcckl\u00e4ufig ist das Niveau der Kurzarbeit, die dennoch eine gro\u00dfe St\u00fctze des Arbeitsmarktes bleibt. Im letzten abgerechneten Monat (November 2009) hatten 282 Betriebe f\u00fcr 8.371 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer Kurzarbeit angezeigt. Tats\u00e4chlich in Anspruch genommen wurde von den Unternehmen konjunkturelles Kurzarbeitergeld f\u00fcr 3336 Arbeitnehmer.<\/p>\n<p>Neben dem konjunkturellen Kurzarbeitergeld gew\u00e4hrt die Arbeitsagentur in den Wintermonaten Betrieben aus dem Bauhauptgewerbe und den angrenzenden Branchen saisonales Kurzarbeitergeld. Mit 74 Firmen, die f\u00fcr 1.153 Mitarbeiter Saison-Kurzarbeitergeld beantragt haben, entspricht die Situation der in den Vorjahren. twicklung des Arbeitsmarktes im<\/p>\n<p>Ein weiteres Indiz f\u00fcr eine leichte Belebung des Arbeitsmarktes ist die Situation auf der Stellenseite. Die Arbeitsagentur Fulda konnte im Januar 326 Stellen rekrutieren. Das waren 25 mehr als im Vorjahresmonat. Momentan liegen dem Arbeitgeberservice insgesamt 709 Stellenangebote vor \u2013 rund ein Drittel mehr als im Vorjahresmonat.<\/p>\n<p>Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben nach wie vor Bewerberinnen und Bewerber im Gesundheits- und Sozialwesen. Unter anderem werden in der Altenpflege Kr\u00e4fte mit flexiblen Arbeitszeiten (oftmals Teilzeit) gesucht. Auch f\u00fcr zahnmedizinische Fachangestellte und Physiotherapeuten bestehen gute Aussichten.<\/p>\n<p>Weitere Bereiche, in denen die Arbeitsagentur \u00fcber besonders viele Stellenangebote verf\u00fcgt, sind Elektro- und Geb\u00e4udetechnik, Sanit\u00e4r und Heizung, Klimatechnik und Anlagenmechanik. In diesen Sparten suchen auch Personaldienstleister weiterhin Personal. In Gro\u00dfhandel und Kraftfahrzeug-Gewerbe werden Au\u00dfendienstmitarbeiter gesucht, ebenso im Versicherungswesen, das auch \u201eSeiteneinsteiger\u201c ber\u00fccksichtigt.<\/p>\n<p>Zum Zeitpunkt der Zwischenzeugnisse hat die Arbeitsagentur Fulda zahlreiche Ausbildungsstellen im Angebot. Chancen auf eine Ausbildungsstelle gibt es zum Beispiel in den Berufen Kaufmann\/frau im Einzelhandel, Industriekaufmann\/frau, Industriemechaniker\/in, Fachinformatiker\/in, H\u00f6rger\u00e4teakustiker\/in und Elektroniker\/in. Waldemar Dombrowski appelliert an alle jungen Menschen, die eine Lehrstelle suchen oder eine Ausbildung erw\u00e4gen, mit der Berufsberatung Kontakt aufzunehmen.<\/p>\n<p>Wer noch nicht als Bewerberin oder Bewerber bei der Arbeitsagentur registriert ist, sollte die Chance nutzen und sich einen Termin beim Berufsberater besorgen -\u00c2\u00a0 Hotline 01801-555 111 (Festnetzpreis 3,9ct\/min; Mobilfunkpreise abweichend. Ab 1.3.2010 gilt: Mobilfunkpreise h\u00f6chstens 42 ct\/min).<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Der Arbeitsmarkt in der Region Fulda trotzt Eis, Schnee und Wirtschaftskrise. Der saisonal \u00fcbliche Anstieg der Arbeitslosigkeit von Dezember auf Januar fiel in diesem Jahr niedriger aus als in den vergangenen zehn Jahren. Im Januar entsprach die Arbeitslosenquote mit 5,9 Prozent der des Vorjahresmonats. Insgesamt 6.506 Menschen waren arbeitslos gemeldet. 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