{"id":50852,"date":"2010-01-29T06:45:16","date_gmt":"2010-01-29T05:45:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=50852"},"modified":"2010-01-28T18:56:58","modified_gmt":"2010-01-28T17:56:58","slug":"neujahrsempfang-der-awo-fulda-im-buergerhaus-aschenberg-2","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=50852","title":{"rendered":"Neujahrsempfang der AWO Fulda im B\u00fcrgerhaus Aschenberg"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/100127_AWO.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-50853\" title=\"100127_AWO\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/100127_AWO-265x162.jpg\" alt=\"100127_AWO\" width=\"265\" height=\"162\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/100127_AWO-265x162.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/100127_AWO.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda. <\/strong>Das neue Jahr ist immer ein Anlass zur\u00fcckzublicken auf das Erreichte und einen Ausblick zu wagen, auf die Zukunft. Genau darum ging es auch bei dem Neujahrsempfang der Arbeitwohlfahrt im B\u00fcrgerzentrum Aschenberg, zu dem der Vorsitzende der Arbeiterwohlfahrt, Werner Krah, die Er\u00f6ffnungsworte sprach.<!--more--><\/p>\n<p>Viel gab es zu berichten, denn der Kreisverband der AWO, seine Unterorganisationen und kooperativen Mitglieder stellten 2009 eine ganze Menge auf die Beine. Das gilt es, gerade bei einem solchen Anlass zu w\u00fcrdigen. Sei es die Betreuung von behinderten oder alten Menschen, die Altenpflege, die Jugendhilfe, die Schuldnerberatung, die Angebote, die sich speziell an Migranten wenden oder solche, die ausschlie\u00dflich f\u00fcr Frauen konzipiert sind, wie z.B. die Beratungsstelle f\u00fcr islamische Frauen, immer geht es darum, die Menschen ein St\u00fcck ihres Weges zu begleiten und sie dann \u2013 wenn sie allein gehen k\u00f6nnen \u2013 auch loszulassen.<\/p>\n<p>\u201eHilfe zur Selbsthilfe\u201c ist das viel beschworene Credo. Zu diesem Zweck sind allein im Kreisverband der AWO Fulda \u00fcber 60 Menschen haupt- und ehrenamtlich t\u00e4tig, davon allein 11 im B\u00fcrgerhaus Aschenberg: Das sind Zahlen, die sicher zu den Erfolgsmeldungen des Empfangs geh\u00f6rten, ebenso wie die Tatsache, dass die Mitgliederzahlen der AWO leicht gesteigert, die Pr\u00e4ventionsarbeit in den Schulen und die Aktivit\u00e4ten des Jugendwerks z.B. in dem seit 11 Jahren bestehenden Projekt \u201eLohn &amp; Brot\u201c und vor allem in der Betreuung benachteiligter junger Frauen ausgebaut werden konnten. S\u00e4mtliche Projekte waren auf Schautafeln im B\u00fcrgerhaus ausgestellt.<\/p>\n<p>Wie die Hilfe zur Selbsthilfe konkret funktionieren kann, f\u00fchrte Renate Schr\u00f6ter beispielhaft anhand der Schuldnerberatung vor. in ihrem klar strukturierten Vortrag erl\u00e4uterte Schr\u00f6ter \u2013 die selbst als Juristin in der Beratungsstelle t\u00e4tig ist \u2013 wie eine solche Beratung von der ersten Kontaktaufnahme bis hin zu einem m\u00f6glichen Insolvenzverfahren abl\u00e4uft.<\/p>\n<p>Anschaulich stellte sie dar, dass es bei dieser Arbeit nie nur um die nackten Zahlen geht, sondern um die gesamte Lebenssituation der Schuldner, die aus allen gesellschaftlichen Schichten in das B\u00fcro in die Langebr\u00fcckenstra\u00dfe kommen. Auch Friedrich Schiller, einem der gr\u00f6\u00dften deutschen Dichter, der st\u00e4ndig unter Geldnot litt, k\u00f6nnte heute geholfen werden, scherzte sie am Rande.<\/p>\n<p>Die L\u00f6sungsmodelle sind dabei so unterschiedlich wie die Menschen selbst. Bei Einigen gen\u00fcgt es, Ordnung in ihr Aktenchaos zu bringen und realistische Wege der Schuldentilgung zu finden, bei Anderen reicht das nicht und der lange, komplizierte und schwere Weg einer Privatinsolvenz muss beschritten werden.<\/p>\n<p>Dass ein Schuldner diesen Schritt leichtfertig tut, hat sie noch nie erlebt. Die meisten Menschen empfinden ihre Schulden als schwere B\u00fcrde und wollen sich nicht davor dr\u00fccken sie zur\u00fcckzuzahlen. Allein sind sie oft genug dazu nicht mehr in der Lage. Umso wichtiger ist es, dass sie bei der AWO unabh\u00e4ngige und kostenfreie Hilfe finden, die ihnen andererseits aber auch nicht \u2013 wie in den entsprechenden Sendungen im Fernsehen \u2013 alles abnimmt, sondern ihnen auch die W\u00fcrde l\u00e4sst, selbst mit ihrer Notlage fertig zu werden.<\/p>\n<p>Diese Haltung gegen\u00fcber ihrer Klientel zeichnet die AWO insgesamt aus, wie auch alle Ehreng\u00e4ste in ihren Gru\u00dfworten betonten. So zeigte sich die Landesbeauftragte f\u00fcr Heimatvertriebene und Sp\u00e4taussiedler, Margarete Ziegler-Raschdorf (CDU) begeistert \u00fcber die Entwicklung des B\u00fcrgerzentrums Aschenberg, die sich unter anderem in der Tatsache spiegelt, dass bereits 30 Gruppen selbstst\u00e4ndig dort aktiv sind, und zwar ohne dass eine wie auch immer geartete Vorgabe, Kontrolle oder \u00dcberwachung stattfindet. Den Nutzen f\u00fcr die Integration von Migranten und Sp\u00e4taussiedlern k\u00f6nne man gar nicht hoch genug einsch\u00e4tzen und sie versprach, bei der Vermittlung von F\u00f6rdergeldern f\u00fcr weitere Projekte behilflich zu sein.<\/p>\n<p>Auch Beate Fischer von der SPD Kreistagsfraktion lobte beispielhaft f\u00fcr alle Aktivit\u00e4ten der AWO die Entwicklung auf Fuldas h\u00f6chster Erhebung und bezeichnete das B\u00fcrgerzentrum als das Herz des Aschenbergs und seine Leiterin, Adriana de Oliveira, als dessen Seele.<\/p>\n<p>B\u00fcrgermeister Dippel (CDU) zitierte dazu aus einem Artikel in der Fuldaer Zeitung vom 22. Januar 2010, in dem der Aschenberg als \u201ebundesweites Vorzeigeprojekt\u201c bezeichnet wird, und best\u00e4tigte, dass jeder Cent, den die Stadt Fulda in das Projekt \u201eSoziale Stadt\u201c investiert habe, gut angelegt sei, dank solcher Partner wie der Arbeiterwohlfahrt. Da das Projekt \u201eSoziale Stadt\u201c aber im Dezember 2009 ausgelaufen sei und das Projekt \u201eBr\u00fcckenschlag\u201c 2012 ende, solle man sich jetzt schon \u00fcber 2013 Gedanken machen, um die Kontinuit\u00e4t der Arbeit auf dem Aschenberg zu sichern.<\/p>\n<p>\u201eNicht reden und klagen, sondern anpacken und helfen\u201c, diese Haltung bescheinigte die Kreisvorsitzende der SPD, Sabine Waschke, der AWO, bevor sie ihren Worten einen Scheck folgen lie\u00df. Auch der 1. Kreisbeigeordnete Heiko Wingenfeld (CDU) hatte einen Scheck f\u00fcr den Verband dabei. Er lobte die Bandbreite der Angebote der AWO, die es schaffe, neben ihrem kontinuierlichen Angebot immer wieder auch aktuelle Probleme aufzugreifen und L\u00f6sungsans\u00e4tze zu bieten.<\/p>\n<p>Wie sich der Bedarf \u00e4ndern kann, daran erinnerte Ernst Sporer (B\u00fcndnis 90\/ die Gr\u00fcnen). Vor 35 Jahren fand er f\u00fcr ein Projekt gegen Obdachlosigkeit bei der AWO die richtigen Partner. Das war f\u00fcr ihn die Initialz\u00fcndung, Mitglied bei der Arbeiterwohlfahrt zu werden.<\/p>\n<p>Es gratulierten au\u00dferdem: Wilfried M\u00f6ller, der den Posten des Sprechers der Liga der Freien Wohlfahrtspflege k\u00fcrzlich von Werner Krah \u00fcbernommen hat und aus der Ferne der Vorsitzende der AWO Hessen Nord, Fred Gieseler, der kurzfristig verhindert war.<\/p>\n<p>Doch nicht nur die vielen positiven Aspekte fanden Eingang in die Reden auf diesem Neujahrsempfang. Auch schwierige Themen wurden nicht ausgeklammert. So erw\u00e4hnte nicht nur der 1. Kreisbeigeordnete Heiko Wingenfeld den k\u00fcrzlich ver\u00f6ffentlichten Bericht in der Fuldaer Zeitung \u00fcber die angeblichen Zust\u00e4nde in dem AWO-Altenheim Gro\u00dfenl\u00fcder. \u00dcbereinstimmend mit B\u00fcrgermeister Dippel betonte er, dass er die AWO dort f\u00fcr nicht richtig dargestellt halte. Der Verband stehe glaubw\u00fcrdig f\u00fcr den selbstlosen Dienst am N\u00e4chsten und sei in keinem Fall profitorientiert.<\/p>\n<p>Glaubw\u00fcrdigkeit, Fairness und eine sachorientierte Debatte mahnte Dr. Dippel auch in Zusammenhang mit der Kritik an seiner Kandidatur als CDU-Parteivorsitzender an und sicherte dem Vorsitzenden der Arbeiterwohlfahrt, Werner Krah, der gleichzeitig auch Fraktionsmitglied er SPD im Magistrat Fulda ist, zu, dass die Doppelfunktion als B\u00fcrgermeister und Parteivorsitzender nichts an seinem Engagement f\u00fcr die Arbeit der Arbeiterwohlfahrt \u00e4ndern w\u00fcrde.<\/p>\n<p>Ein d\u00fcsteres finanzpolitisches Panorama malte Sabine Waschke: \u201eEs sieht nicht gut aus in den Kommunen. Die Krise ist sp\u00fcrbar und wird in den n\u00e4chsten Jahren noch sp\u00fcrbarer werden.\u201c Gleichzeitig betonte sie den Bedarf an s\u00e4mtlichen Leistungen der AWO und die Notwendigkeit daf\u00fcr auch Geld auszugeben, denn, so Waschke: \u201eDas Ehrenamt funktioniert nur mit dem Hauptamt. Wenn man dem Ehrenamt keine Hauptamtlichen zur Seite stellt, geht das System kaputt.\u201c In dieselbe Kerbe hieb auch ihre Parteikollegin Beate Fischer, die davor warnte, an sozialer Arbeit gerade in Krisenzeiten zu sparen.<\/p>\n<p>Wie diesen Aussichten zum Trotz steht die AWO Fulda finanziell noch kerngesund da. In einem Rating nach Basel II Kriterien erzielte der Kreisverband nach 2008 auch in 2009 Bestnoten. So dass man sich 2010 ruhigen Gewissens seinen eigentlichen Aufgaben zuwenden kann: der Erhaltung und Steigerung der Mitgliederzahlen, der weitere Ausbau der ehrenamtlichen T\u00e4tigkeit, die St\u00e4rkung des \u201eB\u00fcro aktiv\u201c und die weitere aktive Begleitung der Arbeit des B\u00fcrgerzentrums, in das neben zahlreichen Mitarbeitern der AWO und den Ehreng\u00e4sten auch wieder viele Bewohner des Erna-Hosemanns-Altenheims und Aktive aus den verschiedenen Projekten gekommen waren. Sie wurden nicht nur gut bewirtet, sondern zwischen den Reden bestens von dem Lange-Quartett unterhalten, einer exzellenten Jazz-Formation aus der Region, das frische Interpretationen bekannter Klassiker lieferte.<\/p>\n<p>N\u00e4here Infos zur AWO gibt es in der Gesch\u00e4ftsstelle, in der Langebr\u00fcckenstra\u00dfe 14, telefonisch unter: 0661 \u2013 480 045-0, Email: <a href=\"mailto:info@awo-fulda.de\">info@awo-fulda.de<\/a>, Langebr\u00fcckenstra\u00dfe 14, oder im Internet: <a href=\"http:\/\/www.awo-fulda.de\/\">www.awo-fulda.de<\/a>. (mb)<\/p>\n<p>Foto: Marianne Blum<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Das neue Jahr ist immer ein Anlass zur\u00fcckzublicken auf das Erreichte und einen Ausblick zu wagen, auf die Zukunft. 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