{"id":50256,"date":"2010-01-20T05:36:49","date_gmt":"2010-01-20T04:36:49","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=50256"},"modified":"2010-01-20T07:38:44","modified_gmt":"2010-01-20T06:38:44","slug":"vielfalt-doerflichen-lebens-fuer-die-zukunft-erhalten","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=50256","title":{"rendered":"Dorferneuerung in Hessen &#8211; Vielfalt d\u00f6rflichen Lebens f\u00fcr die Zukunft erhalten"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/100119_Weyhers.jpg\"><img fetchpriority=\"high\" decoding=\"async\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-50257\" title=\"100119_Weyhers\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/100119_Weyhers-265x191.jpg\" alt=\"100119_Weyhers\" width=\"265\" height=\"191\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/100119_Weyhers-265x191.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/100119_Weyhers.jpg 592w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a>Fulda. <\/strong>Seit 1978 gibt es die Dorferneuerung in Hessen. Ziel ist es, die Vielfalt d\u00f6rflicher Lebensformen zu erhalten und zukunftsgerecht weiter zu entwickeln. Hierf\u00fcr leistet das Land finanzielle Hilfen, die nach einem bestimmten Schl\u00fcssel verteilt werden. Um in den Genuss dieser Zusch\u00fcsse zu gelangen, muss die Anerkennung als so genannter F\u00f6rderschwerpunkt im hessischen Dorferneuerungsprogramm erfolgen, wobei der F\u00f6rderzeitraum neun Jahre betr\u00e4gt. Da in jedem Jahr neue F\u00f6rderschwerpunkte hinzu kommen und bisherige F\u00f6rder-schwerpunkte auslaufen, hat dies zur Folge, dass sich landesweit zwischen 250 und 270 Gemeinden beziehungsweise Ortsteile in laufenden Dorferneuerungsverfahren befinden. Aufgrund ihrer l\u00e4ndlichen Struktur liegt davon die Mehrzahl in den Landkreisen Fulda, Schwalm-Eder und Waldeck-Frankenberg.<!--more--><\/p>\n<p>Durch eine am 1. April 2005 in Kraft getretene gesetzliche Neuregelung wurde das ehemalige Amt f\u00fcr den l\u00e4ndlichen Raum, bei dem bis zu diesem Zeitpunkt die Dorferneuerung angesiedelt war, in die Kreisverwaltung des Landkreises Fulda eingegliedert. Die Aufgabengebiete der Dorferneuerung und der l\u00e4ndlichen Entwicklung sind seither im Fachdienst Dorferneuerung und l\u00e4ndliche Entwicklung zusammengefasst, der wiederum Teil des Fachbereichs Regionalentwicklung, Bauen, Umwelt, Natur ist. Der von Vermessungsdirektor Stephan B\u00fcttner geleitete Fachdienst nimmt weitere Aufgaben wie die Durchf\u00fchrung des Wettbewerbs \u201eUnser Dorf\u201c auf regionaler Ebene, die F\u00f6rderung des Landtourismus, die Unterhaltung einer Koordinierungsstelle f\u00fcr die energetische Nutzung von Biomasse oder die Gesch\u00e4ftsf\u00fchrung des Regionalforums Fulda S\u00fcdwest wahr.<\/p>\n<p>Zur F\u00f6rderung der Dorferneuerung stehen im Landkreis Fulda j\u00e4hrlich rund zwei Millionen Euro bereit. W\u00e4hrend \u00fcber die Aufnahme in das Landesprogramm das hessische Wirtschafts- und Verkehrsministerium entscheidet, werden die F\u00f6rderbescheide f\u00fcr einzelne Ma\u00dfnahmen von der Wirtschafts- und Infrastrukturbank Hessen erteilt. Sowohl auf die Anerkennung der F\u00f6rderschwerpunkte als auch die Bewilligung der F\u00f6rderma\u00dfnahmen nimmt die Fachbeh\u00f6rde der Kreisverwaltung, deren Vorschl\u00e4gen in der Regel entsprochen wird, starken Einfluss. So sollen im Jahr 2010 die Ortsteile Armenhof und Eichenau (beide in Verbindung mit den jeweiligen Kerngemeinden Dipperz und Gro\u00dfenl\u00fcder) sowie Rothemann neu in das hessische Dorferneuerungsprogramm aufgenommen werden. Die Antr\u00e4ge, \u00fcber die noch nicht endg\u00fcltig entschieden ist, sind gestellt.<\/p>\n<p><strong>Bev\u00f6lkerungsschwund entgegen wirken<\/strong><\/p>\n<p>Bei der Dorferneuerung geht es schwerpunktm\u00e4\u00dfig um die Sicherung und Verbesserung der Wohn- und Lebensqualit\u00e4t im l\u00e4ndlichen Raum. Dabei ger\u00e4t der demografische Wandel mit seinen Auswirkungen auf die Bev\u00f6lkerungsentwicklung immer mehr in den Blickpunkt. Um drohenden Leerst\u00e4nden in den Ortskernen entgegen zu wirken, muss beispielsweise w\u00e4h-rend des F\u00f6rderzeitraums auf die Ausweisung konkurrierender Neubaugebiete verzichtet werden. M\u00f6gliche Handlungsfelder erstrecken sich von Investitionen in die Grundversorgung, \u00fcber Ma\u00dfnahmen im kulturellen und Umweltbereich bis hin zur Sicherung von Arbeitspl\u00e4tzen. Der Fantasie sind kaum Grenzen gesetzt, wobei die ortsans\u00e4ssige Bev\u00f6lkerung ganz bewusst in den Prozess einbezogen wird. Deshalb steht am Anfang der Dorferneuerung eine intensive B\u00fcrgerarbeit als Ideenb\u00f6rse.<\/p>\n<p>F\u00fcr private Vorhaben betr\u00e4gt die F\u00f6rderquote 30 Prozent, wobei der F\u00f6rderh\u00f6chstbetrag pro Objekt auf 30.000 Euro angehoben wurde. Hingegen haben sich die F\u00f6rderkonditionen f\u00fcr \u00f6ffentliche Ma\u00dfnahmen verschlechtert, worauf Stephan B\u00fcttner das nachgelassene Interesse der Kommunen zur\u00fcckf\u00fchrt. Je nach Finanzkraft bel\u00e4uft sich die Quote im Durchschnitt auf 60 Prozent, nachdem sie fr\u00fcher 75 Prozent betragen hatte. Auch werden pro Ma\u00dfnahme nur noch 300.000 Euro als f\u00f6rderf\u00e4hige Kosten anerkannt, so dass sich ein maximaler Zuschuss von 180.000 Euro ergibt. Bisher hat etwa die H\u00e4lfte der Ortsteile im Landkreis Fulda an der Dorferneuerung teilgenommen. Durch eine \u00c4nderung der Richtlinien ist es m\u00f6glich, dass Kommunen ein zweites Mal ber\u00fccksichtigt werden k\u00f6nnen, sofern die urspr\u00fcnglichen Ma\u00dfnahmen sp\u00e4testens im Jahr 1992 beendet waren.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. Seit 1978 gibt es die Dorferneuerung in Hessen. Ziel ist es, die Vielfalt d\u00f6rflicher Lebensformen zu erhalten und zukunftsgerecht weiter zu entwickeln. Hierf\u00fcr leistet das Land finanzielle Hilfen, die nach einem bestimmten Schl\u00fcssel verteilt werden. 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