{"id":49583,"date":"2010-01-13T06:04:25","date_gmt":"2010-01-13T05:04:25","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=49583"},"modified":"2010-01-12T22:04:56","modified_gmt":"2010-01-12T21:04:56","slug":"betreuungsstelle-anspruchsvolle-arbeit-mit-wachsender-bedeutung","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=49583","title":{"rendered":"Betreuungsstelle: Anspruchsvolle Arbeit mit wachsender Bedeutung"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/100113_Betreuungsbehoerde.jpg\"><img decoding=\"async\" class=\"alignnone size-medium wp-image-49585\" title=\"100113_Betreuungsbehoerde\" src=\"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/100113_Betreuungsbehoerde-265x176.jpg\" alt=\"100113_Betreuungsbehoerde\" hspace=\"5\" width=\"265\" height=\"176\" align=\"left\" srcset=\"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/100113_Betreuungsbehoerde-265x176.jpg 265w, https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/wp-content\/uploads\/2010\/01\/100113_Betreuungsbehoerde.jpg 600w\" sizes=\"(max-width: 265px) 100vw, 265px\" \/><\/a><strong>Fulda<\/strong>. \u201eDie Betreuungsstelle des Landkreises Fulda leistet eine sehr verantwortungsvolle und anspruchsvolle Arbeit, deren Bedeutung weiter wachsen wird.\u201c Dies hebt Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld hervor und erl\u00e4utert, dass der Begriff \u201eBetreuung\u201c die rechtliche Vertretung von Erwachsenen meint, die entscheidende Angelegenheiten ihres Lebens nicht mehr eigenverantwortlich regeln k\u00f6nnen. Das bedeute f\u00fcr die Betroffenen einen erheblichen Einschnitt, weshalb der Umgang mit dieser sensiblen Thematik von den damit Befassten viel Lebensklugheit, fundierte juristische Kenntnisse und Einf\u00fchlungsverm\u00f6gen erfordere, so Wingenfeld. Er w\u00fcrdigt nicht nur das Team der Betreuungsstelle, das personell verst\u00e4rkt worden sei, sondern dankt auch den Betreuungsvereinen im Landkreis Fulda und allen anderen Engagierten. <!--more--><\/p>\n<p>\u201eDer gesellschaftliche Wandel wird dazu f\u00fchren, dass k\u00fcnftig noch mehr Menschen solche Betreuer brauchen\u201c, betont der Erste Kreisbeigeordnete. Dies h\u00e4nge mit der wachsenden Zahl \u00e4lterer Menschen ebenso zusammen wie mit einer zunehmenden Vereinsamung. Wingenfeld pl\u00e4diert daf\u00fcr, noch mehr ehrenamtliche Kr\u00e4fte f\u00fcr die Betreuung zu motivieren und zu qualifizieren, \u201edenn mit Hauptamtlichen allein w\u00e4re diese wichtige Aufgabe nicht zu bew\u00e4ltigen\u201c. Das Gewinnen, Beraten und Unterst\u00fctzen von Betreuern geh\u00f6re zu den Kernt\u00e4tigkeiten der Betreuungsstelle, die Teil des Gesundheitsamtes ist.<\/p>\n<p>Wie deren Leiterin Regina Jehn-Nitsche schildert, k\u00f6nnten erwachsene Menschen durch  Alter, Krankheit, Behinderung oder Unfall in eine Situation, dass sie nicht mehr in der Lage seien, alle oder einen Teil ihrer Angelegenheiten selbstst\u00e4ndig zu regeln. \u201eEnde 2008 gab es hier im Landkreis, einschlie\u00dflich des Fuldaer Stadtgebiets, 3.246 Betreute \u2013 mit weiter steigender Tendenz\u201c, erl\u00e4utert die Fachfrau und erg\u00e4nzt: \u201eDie gr\u00f6\u00dfte Gruppe davon sind Senioren, allerdings w\u00e4chst die Zahl gerade bei jungen Erwachsenen mit psychischen Krankheiten oder Suchterkrankungen.\u201c Insgesamt 80 Prozent der Betroffenen haben ehrenamtliche Betreuer: bei 65 Prozent ist es ein Familienangeh\u00f6riger, bei 15 Prozent ein nicht verwandter Ehrenamtlicher, der einem Betreuungsverein zugeordnet ist und dort geschult wird. \u201eIm Landkreis haben SkF, AWO und VdK jeweils einen Betreuungsverein\u201c, betont Jehn-Nitsche. Die darin t\u00e4tigen Vereinsbetreuer arbeiten ebenso hauptamtlich wie die freiberuflich aktiven Berufsbetreuer. Die beiden letztgenannten Gruppen k\u00fcmmern sich im Kreis Fulda um 20 Prozent der Gesamtklientel. \u201eUnser Team hat eine koordinierende Aufgabe bezogen auf alle, die im Betreuungswesen mitwirken. Die Zusammenarbeit im Netzwerk ist gut\u201c, sagt die Leiterin der Betreuungsstelle, in der sich auch Manuela Gie\u00dfel, Renate Herche und Dorothea Oswald engagieren.<\/p>\n<p>Ein Betreuer ist beispielsweise gefordert, wenn ein alter Mensch auch mit Hilfe von au\u00dfen nicht mehr in der Lage ist, zu Hause f\u00fcr sich selbst zu sorgen. \u201eDann geht es um die Suche nach einem geeigneten Heimplatz, das Kl\u00e4ren der Finanzierung, um Wohnungsk\u00fcndigung, Umzug und Haushaltsaufl\u00f6sung\u201c, erkl\u00e4rt Jehn-Nitsche. Wenn sehr viel Organisatorisches anliege, werde oft ein hauptamtlicher Betreuer bestellt, den sp\u00e4ter \u2013 nach solch gro\u00dfen Ver\u00e4nderungen \u2013 ein ehrenamtlicher abl\u00f6se: \u201eDas geschieht aus Kostengr\u00fcnden und deshalb, weil ehrenamtlich T\u00e4tige in der Regel den pers\u00f6nlichen Kontakt zu den Betreffenden mehr halten k\u00f6nnen, zumal jeder von ihnen viel weniger Betreute hat als ein Hauptamtlicher.\u201c Allerdings beinhalte diese Betreuungsart keine soziale Begleitung oder Hilfe im Haushalt, sondern die rechtliche Wahrnehmung von Interessen.<\/p>\n<p>Die Expertin macht deutlich, dass die Betreuungen gesetzlich klar geregelt seien und in jedem Einzelfall gerichtlich angeordnet w\u00fcrden: \u201eSchlie\u00dflich handelt es sich um einen Eingriff in das pers\u00f6nliche Selbstbestimmungsrecht.\u201c Deshalb sei die Betreuung die \u201eultima ratio\u201c, das letzte Mittel. Zuerst werde versucht, den Betreffenden durch Beratung und unterst\u00fctzende Ma\u00dfnahmen zu helfen. \u201eAu\u00dferdem gibt es keine Betreuung gegen den freien Willen der Betroffenen, sofern sie zur Willens\u00e4u\u00dferung in der Lage sind\u201c, erl\u00e4utert Jehn-Nitsche. Die Betreuungsstelle ist nicht zuletzt \u201eermittelnde Beh\u00f6rde\u201c im Auftrag der Betreuungsgerichte (Amtsgerichte Fulda und H\u00fcnfeld), wobei es um die konkrete Lebenssituation von Menschen geht, die m\u00f6glicherweise ihre Angelegenheiten nicht mehr selbst regeln k\u00f6nnen. \u201eDies bedeutet Hausbesuch und Gespr\u00e4ch mit dem Betreffenden sowie in der Regel Nachfragen in dessen Umfeld\u201c, sagt Jehn-Nitsche. Dass man dabei nicht immer gern gesehen sei, verwundere angesichts der \u00c4ngste mancher Besuchten nicht. Mit dieser Arbeit helfe die Betreuungsstelle dem Gericht bei seiner Entscheidungsfindung, zu der auch ein medizinisches Gutachten und eine Anh\u00f6rung des Betroffenen beitr\u00fcgen: \u201eWenn n\u00f6tig, schlagen wir dann einen Betreuer vor, wobei es sehr wichtig ist, den jeweils passenden zu finden.\u201c<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. \u201eDie Betreuungsstelle des Landkreises Fulda leistet eine sehr verantwortungsvolle und anspruchsvolle Arbeit, deren Bedeutung weiter wachsen wird.\u201c Dies hebt Erster Kreisbeigeordneter Dr. Heiko Wingenfeld hervor und erl\u00e4utert, dass der Begriff \u201eBetreuung\u201c die rechtliche Vertretung von Erwachsenen meint, die entscheidende Angelegenheiten ihres Lebens nicht mehr eigenverantwortlich regeln k\u00f6nnen. 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