{"id":49146,"date":"2010-01-06T06:03:16","date_gmt":"2010-01-06T05:03:16","guid":{"rendered":"http:\/\/www.schoene-nachrichten.de\/?p=49146"},"modified":"2010-01-06T08:03:46","modified_gmt":"2010-01-06T07:03:46","slug":"dlrg-bezirk-osthessen-fulda-warnt-vor-gefahren-auf-eisflaechen","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fuldaernachrichten.de\/?p=49146","title":{"rendered":"DLRG Bezirk Osthessen-Fulda warnt vor Gefahren auf Eisfl\u00e4chen"},"content":{"rendered":"<p><strong>Fulda.<\/strong> Nahezu wie vor exakt einem Jahr herrschen wieder eisige Temperaturen, die\u00c2\u00a0 Seen und Fl\u00fcssen sind von einer d\u00fcnnen Eisschicht \u00fcberzogen. Und darauf liegt Schnee. Eine tr\u00fcgerische Idylle, die viele Menschen dazu verleitet, die Eisfl\u00e4chen der Seen zu betreten. Aber genau hier lauert eine gro\u00dfe Gefahr.<!--more--><\/p>\n<p>Wie in jedem Jahr warnt der DLRG Bezirk Osthessen-Fulda vor dieser tr\u00fcgerischen Idylle, die zum Betreten der Eisfl\u00e4chen geradezu einl\u00e4dt. \u201eGerade der Schnee auf den Eisfl\u00e4chen l\u00e4sst eine gewissenhafte Absch\u00e4tzung der Dicke des Eises nicht zu\u201c, warnt Michael Hohmann, Bezirksleiter in Osthessen-Fulda. \u201eNeben ausreichend dicken Eisschichten von rd. 15 cm k\u00f6nnen durch Str\u00f6mungen und\/oder Lufteinschl\u00fcsse sehr wenig tragf\u00e4hige Eisschichten liegen, durch die man dann ins eiskalte Wasser einbricht!\u201c<\/p>\n<p>Was dann geschieht, kann dramatisch enden: Eine Person bricht in das Eis ein und wird augenblicklich von eiskaltem Wasser umschlossen. Und die Temperaturen des Wassers liegen dann auch nur knapp \u00fcber dem Gefrierpunkt. Neben dem Schock \u00fcber den Einbruch folgen dann Schmerzen auf der K\u00f6rperoberfl\u00e4che wie tausend Nadelstiche durch das Wasser. Gleichzeitig saugen sich die Kleider voll Wasser und wegen der kalten Witterung werden besonders viele Kleidungsst\u00fccke getragen.<\/p>\n<p>Zus\u00e4tzlich kann es zu einer vor\u00fcbergehenden L\u00e4hmung der Atemmuskulatur kommen. \u201eDieses Erlebnis ist selbst f\u00fcr unsere geschulten Einsatzkr\u00e4fte immer wieder eine Herausforderung, auch wenn wir gesch\u00fctzt ins Wasser gehen, um \u00dcbungen durchzuf\u00fchren.\u201c, erl\u00e4utert Hohmann.<\/p>\n<p>Wenn es zum Einbruch in das Eis gekommen ist, steht die\u00c2\u00a0 Eigensicherung der Helfer an der ersten Stelle! Grunds\u00e4tzlich sollte versucht werden, der eingebrochenen Person zu helfen, ohne das Eis zu betreten, zum Beispiel durch Zuwerfen von schwimmenden Gegenst\u00e4nden, die auch ans Ufer zur\u00fcckgezogen werden k\u00f6nnen. Ist die Rettung ohne das Betreten der Eisfl\u00e4che nicht m\u00f6glich, ist jeder Helfer unbedingt anzuleinen und mu\u00df das Gewicht auf eine gr\u00f6\u00dfere Fl\u00e4che, zum Beispiel mit Leitern oder \u00e4hnlichem verteilen.<\/p>\n<p>F\u00fcr denjenigen, der in das Eis eingebrochen ist, gilt es, nach M\u00f6glichkeit schnell und z\u00fcgig, aber nicht panisch zu handeln: \u00dcber die Eiskante kann man versuchen, auf m\u00f6glichst flachem Winkel das Wasser zu verlassen. \u201eLaut rufen ist auf jeden Fall wichtig, aber wildes Winken mit den Armen kann zum Untertauchen f\u00fchren, und wenn man dann unter die Eisfl\u00e4che ger\u00e4t, wird eine Rettung \u00e4u\u00dferst schwierig!\u201c erkl\u00e4rt Michael Hohmann.<\/p>\n<p>Eisrettung ist f\u00fcr Laien eine sehr schwierige und komplexe Sache, die zudem extrem gef\u00e4hrlich ist. Daher m\u00fcssen Passanten auf jeden Fall den Notruf \u00fcber 112 absetzen, um schnellstm\u00f6glich Hilfe zu holen. Das gilt auch, wenn die betroffene Person das Wasser nach k\u00fcrzester Zeit bereits wieder verlassen konnte. Denn durch die nasse Kleidung und die eisigen Temperaturen kann es schnell zu Unterk\u00fchlungen oder Erfrierungen kommen.<\/p>\n<p>F\u00fcr die n\u00e4chste Zeit stellt sich eine Aussicht f\u00fcr begeisterte Eissportler dar: Dr. Dippel, B\u00fcrgermeister der Stadt Fulda, pr\u00fcft mit den Fachleuten aus der Verwaltung und mit den Rettern der DLRG die Freigabe der Eisfl\u00e4che am Aueweiher: \u201eSofern wir eine ausreichend tragf\u00e4hige Eisst\u00e4rke von 15 cm durchgehend erreichen, wollen wir den See freigeben. Das Betreten erfolgt jedoch auf eigene Gefahr, auch die anwesenden Wasserretter der DLRG k\u00f6nnen absolute Sicherheit nicht garantieren, aber in Notf\u00e4llen qualifiziert helfen\u201c.<\/p>\n<p>Der genaue Termin zur Freigabe der Eisfl\u00e4chen wird kurzfristig in der Presse bekanntgegeben. \u201eBis dahin ist das Betreten der Eisfl\u00e4chen nicht gestattet\u201c betont Dr. Dippel abschlie\u00dfend. Bei weiteren R\u00fcckfragen stehen Michael Hohmann oder die Ansprechpartner der Stadt Fulda gern zur Verf\u00fcgung. Kontakt kann \u00fcber die homepages <a href=\"http:\/\/www.bez-osthessen-fulda.dlrg.de\" target=\"_blank\">www.bez-osthessen-fulda.dlrg.de<\/a> oder <a href=\"http:\/\/www.fulda.de\" target=\"_blank\">www.fulda.de<\/a> aufgenommen werden.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<div class=\"tmnf_excerpt\"><p>Fulda. 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